Israel · Naher Osten

Tel Aviv: Sonne, Strand und Meer!

Tag 4: Auf zum Café Benedict! Heute waren wir mit Elke, einer Freundin aus Berlin, zu einem leckeren Frühstück verabredet. Und das war es wirklich! Und auch sehr üppig, besonders die Kindervariante.

Danach trennten sich unsere Wege. Elke schlenderte nach Süden davon, wir nach Norden. Aber zuerst bekam Mika im benachbarten Spielzeuggeschäft ein kleines Auto als Belohnung dafür, dass er mein Sightseeing-Programm immer so super und ganz ohne Nörgelei mitmacht. Nach einem 5-minütigen Boxenstop auf unserem Zimmer bestiegen wir einen der zahlreichen Busse, die bis zum Reading Busterminal ganz im Norden der Stadt fahren. Von dort aus hatten wir eine tolle Fernsicht auf die Skyline von Tel Aviv. Der Yarkon River mit seinem angeschlossenen Park bildet die grüne Lunge der Stadt und zugleich ein großes Entertainment Areal. In diesem Urlaub bleibt uns aber leider keine Zeit dafür.

Wir überquerten die Straße, die uns am morgigen Tag aus der Stadt herausführen wird, und liefen in Richtung Meer. Die auf der Lauer sitzende oder hängende ‚Blue Man Group‘ gehört zu einer Kunstgalerie, die heute jedoch leider geschlossen hat. Auf dem dahinter liegenden Platz verweilten wir einen Moment und testeten die bereitgestellten Möbel aus.

Kurz darauf erreichten wir die breite einladende Uferpromenade. Wir machten obligatorische Fotos vor dem Zeichen der Stadt – dank zwei älterer deutscher Damen auch ein gemeinsames – und schauten dem etwas garstigen Wellengang zu.

Ein Stückchen weiter machte ich es mir auf einem der steinernen Liegesessel bequem und Mika ließ sein neues Auto umher düsen. Die freie Fläche bot sich dafür nahezu perfekt an. Gegenüber war der ‚Historic Crane‘ zu sehen und ich fragte mich, warum der alte Kran als Sehenswürdigkeit gehandelt wird. Heute würde ich das aber nicht mehr herausfinden. Wir liefen am Pier des Tel Aviv Port entlang und staunten über die großen Menschenmengen, die sich auf den zahlreichen Café- und Restaurantterrassen tummelten. Eigentlich hätte ich gerne ein Käffchen getrunken, aber das war mir wirklich zu voll.

Wir liefen weiter nach Süden und kamen an den Metsetsim Beach, dem ersten Strandabschnitt nach dem Hafen. Mika tobte sich ordentlich auf dem gut bestückten Spielplatz aus und ich hörte dem Wellenrauschen zu.

Anschließend liefen wir an den Eingängen zum für die streng gläubigen Juden abgeschirmten Nordau Beach vorbei. Frauen und Männer dürfen hier nur an unterschiedlichen Tagen bzw. zu verschiedenen Uhrzeiten hinein. Für Außenstehende ist die Einsicht absolut tabu. Die Kormorane interessierten sich aber wohl nicht für diese Regeln und schielten trotzdem hinüber.

Direkt daneben – etwas seltsam, ich gebe es zu – befindet sich der Hundestrand, erkennbar an der Gestaltung der Sonnenschirme. Süß, oder? Und eine extra Hundedusche, um das Salzwasser abzuwaschen ist auch vorhanden. Ich als Hundebesitzerin finde das richtig toll! Wer allerdings genauer hinsieht, kann statt spielenden Hunden ein „spielendes“ israelisches Pärchen am Strand entdecken. Und glaubt mir, jugendfrei war das nicht, was da passierte.

Wieder ein kleines Stück weiter erreichten wir den gay-freundlichen Hilton Beach, erkennbar an den hübschen bunten Schirmen. Menschen waren allerdings keine da.

Nur durch eine Surfschule und einen Sport- und Spielplatz getrennt befindet sich auf der anderen Seite dieser Sandzunge eine hübsche Beachbar, in der wir uns niederließen. Mit Blick auf das Hilton Hotel genoss ich meinen 4€ teuren Hibiscus-Eistee und sah vergnügt meinem Schatz beim Planschen zu. Alle Achtung, das Wasser war eiskalt, aber er ging trotzdem bis zu den Hüften hinein. Die gesammelten Muscheln ließen wir selbstverständlich vor Ort. Eine Latina vom Nachbartisch fragte mich, woher wir denn kommen würden, da sie einfach nicht auf die Sprache kommt, und war von meiner Antwort dann sehr überrascht. Also nein, nach Deutsch hat das für sie wohl ganz und gar nicht geklungen.

Wir schlenderten weiter zum Gordon Pool und der Marina. Der große Meerwasser-Pool ist ganzjährig beheizt und kann als Tagesgast besucht werden. In der davor liegenden Marina war noch Wintersaison angesagt. Hier regte sich heute nichts!

Oberhalb vom Gordon Pool befindet sich der Atarim Square, auf dem sich eine Veranstaltungsstätte und diverse andere Lokalitäten befinden. Wir beließen es beim Blick von unten und schlenderten weiter auf der Promenade am Gordon Beach entlang.

Während einer kleinen Pause vor einer Eisdiele mit superleckerem veganem Minz-Eis mit Schokostückchen schauten wir fasziniert zwei Männern zu, die mit Holzschlägern einen Ball zwischen sich hin und her pfefferten. Das hätte man noch hunderte Meter weit entfernt hören dürfen, so laut waren die Schläge.

Hier am Gordon und dem sich anschließenden Frishman Beach war ordentlich was los. Also zumindest im Vergleich zu den anderen Strandabschnitten. Elke wird das vermutlich nur belächeln, da sie das Strandleben am gestrigen Sabbat erleben durfte und wahrscheinlich „unwesentlich“ mehr Menschen begutachten konnte. Wer mal auf ihrem Blog vorbeischauen möchte: www.elkeunterwegs.blog.

Am Frishman Beach befinden sich ‚The Big Beach Chairs‘ und Mika nahm sogleich mal in einem der beiden Stühle Platz. Wirkt etwas verloren, oder? Der dahinter liegende bunt bemalte ‚Baywatch‘-Turm war aber auch nicht zu verachten. Die Spätnachmittag-Sonne trug ihr Übriges zu der tollen Szenerie bei.

An dieser Stelle bogen wir vom Strand ab und durchquerten den originell gestalteten London Garden, um zur HaYarkon Street zu gelangen, die das Strandareal von der Stadt trennt.

Von hier aus waren es nur noch wenige hundert Meter bis zum Hotel von Elke, wo wir auf deren Dachterrasse zum Sonnenuntergang verabredet waren. Auf dem Weg konnten wir noch ein bisschen Bauhaus-Architektur, einen Irish Pub und diverse skurile Skulpturen bewundern.

Im 130 Rock Apartments Hotel wurden wir weder begrüßt noch aufgehalten. Die Rezeption war schlichtweg nicht besetzt. Die Einrichtung des Hotels könnt ihr in Elke’s Israel-Bericht Nr. 1 bestaunen. So viel sei gesagt: die Besitzer müssen große Musikfans sein. Wir fuhren mit dem Lift nach oben und die letzten Stufen brachten uns auf die kleine, aber feine, Dachterrasse. Hier stehen den Gästen ein Grill, eine Outdoor-Kitchenette sowie viele Sonnenliegen und sogar Außenduschen zur Verfügung. Letztere brauchten wir heute aber definitiv nicht, denn der Himmel zog sich zu und es wurde zunehmend frischer.

Elke gesellte sich ca. 15 Minuten später zu uns und wir plauderten gemütlich während Mika spielte und ich ab und zu Tel Aviv’s Skyline im Sonnenuntergangs-Flair fotografisch festhielt. Hat sich doch gelohnt, oder?

Kurz nach sechs war die Sonne weg und wir platt. Mika nutzte noch Elke’s Gastfreundlichkeit schamlos aus und besuchte ihr Badezimmer. Danach verabschiedeten wir uns wieder einmal und gingen zur nahe gelegenen Bushaltestelle. Wir holten uns nach der Ankunft auf Mika’s Wunsch noch schnell ein paar Burger beim Fastfood-Lokal unseres Vertrauens und verzogen uns für den Rest des Abends in unser Hotel. Das war ein wirklich schöner Tag!

 

4 Kommentare zu „Tel Aviv: Sonne, Strand und Meer!

  1. Ja, unser gemeinsames Frühstück war echt klasse 👍. Am Park um den Yarkon River herum bin ich nur mit dem Bus vorbeigefahren. Die Blue Man Group ist mir deshalb leider durch die Lappen gegangen. Next time! Hach, der Strand von Tel Aviv! Immer wieder schön. @Spielchen am Strand: tja, „Sex on the beach“ ist eben nicht nur ein alkoholisches Getränk 😅! @laute Schläge: ja, die Matkot-Spieler sind wirklich nicht zu überhören. Und ja, am Shabbat war doch noch etwas mehr los am Strand. Danke übrigens fürs Verlinken 😘! Ich habe mich in meinem Bericht zu Tag 8 „revanchiert“. Deine Abendaufnahmen von „meiner“ Dachterrasse aus sind wirklich gut gelungen 👍.

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    1. Ah, Matkot heißt das. Wieder was gelernt.👍 Danke für das Lob. Ich finde auch, dass die für die regnerischen Verhältnisse ganz gut geworden sind. Die Revanche wäre übrigens nicht notwendig gewesen. Ich habe das auch so gern gemacht.😊

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