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Tag 10: Jerez de la Frontera – Tavira

Heute ging es schon recht früh von Jerez über Sevilla nach Tavira, zurück nach Portugal. Die Fahrt war unspektakulär auf der Autobahn, aber der Grenzübergang hatte schon was. Eine imposante Brücke über den großen Grenzfluss Rio Guadiana markiert fast unbemerkt den Länderwechsel. Ich war so überrascht, dass ich vor Schreck kein Foto machen konnte. Da ich gerade selbst fuhr und Vollbremsungen kurz vor Brücken nicht so gut ankommen, beließen wir es auch dabei. 12:30 Uhr erreichten wir Tavira nach ca. dreistündiger Fahrt. Laut Booking war der Check-in erst ab 15 Uhr möglich, aber fragen kostet ja nichts. Wir fanden einen Parkplatz direkt vorm Eingang des Taah Billa Guesthouses direkt am Rio Gilão und ich klingelte. Leider wurde uns der frühere Check-in verwehrt (Zimmer war noch nicht fertig), sodass wir nur erstmal unsere Lebensmittel in der Gemeinschaftsküche unterbringen durften. Wir verbrachten die nächsten 2,5 Stunden aber relativ entspannt in einem Restaurant am Flussufer in unmittelbarer Nähe zum Guesthouse. Wir aßen lecker zu Mittag und meine Männer spazierten mal über die Brücke, um einem Bagger zuzusehen, während ich mich in Selbstfotografie übte. 🙂

Nachdem wir endlich in unserem spartanisch eingerichteten, aber hübschen, 3-Bett-Zimmer mit Flussblick einchecken konnten und ein Stündchen im schattigen Lüftchen der Klimaanlage geruht haben, unternahmen wir einen Spaziergang durch den Altstadtkern von Tavira, der nicht sonderlich umfangreich ist. Es ist ein entzückendes kleines Örtchen mit vielen liebevollen Details und eher wenigen Touristen. Da ich mich nicht entscheiden konnte, welche Fotos ich hochladen soll, habe ich einfach alle genommen, die ich in Tavira geschossen habe. Ich denke, ihr seht es mir nach. 🙂

Nachdem Mika den Brunnen vorm Rathaus unsicher und sich dabei selbstredend nass gemacht hat, sind wir zurück zum Guesthouse marschiert. Hosenlos eroberte er in einem Souvenirshop noch eine rote Blockflöte, mit der er dann gekonnt die anderen Gäste unserer Unterkunft und die vorbei laufenden Passanten unterhielt. 

Da wir von der Fahrt und der Hitze ziemlich breit waren, endete der Abend ganz unspektakulär mit Netbook und Tablet surfend im Gemeinschaftsraum. Das nur 4 bis 5 Zimmer umfassende Guesthouse wird von einem männlichen Pärchen geführt, wirkt sehr gepflegt und ist mit hübschen Details aufgepeppt. Die neue Küche ist riesig und komplett ausgestattet. Es gibt einen Gemeinschaftsbereich mit Sofas und TV sowie einen kleinen schattigen Innenhof mit kleinen Tischen. 1-2 Zimmer teilen sich ein Badezimmer, dass ebenfalls sehr neu und äußerst sauber war. Eines davon (nicht unseres) hatte jedoch einen Rohrbruch oder ähnliches, sodass die Hütte in der Nacht unter Wasser stand. Bei meinem Gang auf Toilette gegen 4 Uhr morgens, platschte ich schlitternd durch Wasser watend zum Bad. Mordsgefährlich sag ich euch. Für 80€/Nacht ohne Frühstück hätten wir im Vergleich zum gestrigen 4-Sterne-Hotel für 70€/Nacht etwas mehr Service erwartet, aber da wäre dann wieder der Unterschied von Spanien zu Portugal zu erwähnen, der sowohl bei den Unterkünften als auch beim Sprit (1,04€ zu 1,34€ pro Liter Diesel) oder den Lebensmitteln deutlich bemerkbar ist. In Spanien kostete z.B. Käse zum Teil weniger als die Hälfte wie in Deutschland. In Portugal ist er sogar teurer, zumindest hier an der Algarve. Nichtsdestotrotz würde ich das Guesthouse aber dennoch empfehlen, weil es ultrasauber und zweckmäßig eingerichtet ist und eine hervorragende Lage besitzt.

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