Europa · Spanien

Sevilla

Tag 5: Ich hatte den Wecker für 7 Uhr gestellt, was natürlich totaler Schwachsinn war. Erstens waren wir alle noch totmüde und zweitens war es draußen noch stockdunkel. Letztendlich sind wir dann 8:30 Uhr aufgestanden und entdeckten, dass der Himmel vollends bewölkt war. Na klar, heute wollten wir ja auch in die Stadt zum Sightseeing. Wer braucht da schon einen blauen Himmel? So ziemlich genau 10 Uhr waren wir an der 160 m entfernten Bushaltestelle, von wo aus uns die Linien 03 und 34 direkt ins Zentrum bringen würden. Wir nahmen die 34 und fuhren bis zum Prado de San Sebastián, an den die wunderschöne Plaza de España anschließt. Wir bestaunten das Bauwerk und die zahlreichen wundervoll verzierten Brücken und Wandmalereien. Ein beeindruckender Platz! Bei blauem Himmel wäre es nicht auszuhalten gewesen.

Von der Plaza aus spazierten wir dann zur Universität, zum Real Alcazar, der königlichen Palastanlage, und zur Kathedrale von Sevilla, der größten Kirche Spaniens und der drittgrößten der Welt. Aber nicht bevor Mika sich ein bisschen auf einem Spielplatz austoben konnte.

Mein ursprünglicher Plan umfasste eigentlich eine Besichtigung des Palastes und der Kathedrale von innen. Beides verwarf ich beim Anblick der hunderte Meter langen Menschenschlange. Tobi kam dies nur entgegen. Einige meiner Leserinnen haben ja schon bekundet, dass sie die Echtheit meiner Fotos anzweifeln, weil so wenige Menschen zu sehen sind. Bitteschön, hier habt ihr welche. Also erkundeten wir weiter die Altstadtgassen und ließen uns in einem gemütlichen Cafè in einer Seitensackgasse nahe der Plaza del Salvador zu einem Frühstückchen nieder.

Das letzte Ziel war der Metropol Parasol. Das ist eine imposante riesige Holzkonstruktion mitten in der Altstadt, die von 2005 bis 2011 auf dem Platz „Plaza de la Encarnación“ errichtet wurde, an der Stelle einer früheren Markthalle aus dem Jahr 1842. Das Bauwerk mit organischen Strukturen wurde durch den deutschen Architekten Jürgen Mayer H. entworfen. Es hat eine Länge von 150 m, eine Breite von 70 m und eine Höhe von 26 m und gilt als größte Holzkonstruktion der Welt. In Sevilla wird die Konstruktion auch als Las Setas („Die Pilze“) bezeichnet. Sein Aussehen, der Standort, die Bauverzögerungen und Kostenüberschreitungen beim Bau führten zu öffentlichen Kontroversen. Kommt mir aus Berlin irgendwie bekannt vor. Leider war der Skywalk oben auf dem Kunstwerk heute nicht zugänglich und so blieb uns der angeblich großartige Blick über die Stadt verwehrt.

Da es schon 13:30 Uhr war und Mika bereits gehäuft Müdigkeitsanzeichen ausstrahlte, bummelten wir langsam zurück zur Bushaltestelle. Dabei passierten wir die kleinen engen Gassen der Palastanlage und den dazugehörigen Garten. Unter den schattigen Bäumen war es in der nun doch recht aufgewärmten Stadt gut auszuhalten.

Zurück im Hotel gab es ein wohlverdientes Mittagschläfchen und Tobi fuhr wieder einkaufen. Am späten Nachmittag stattete ich dem Pool nochmal einen letzten Besuch ab und so ging auch dieser Tag sehr ruhig und entspannt zu Ende.

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