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Tag 4: Killarney – Garinish Island – Cork

 Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Heute haben wir so viel Schönes gesehen und das alles bei fantastischem Urlaubswetter! Los ging es mit einem leckeren Continental Breakfast mit frischem Obst von Julie und John. Gegen 9 Uhr sind wir dann Richtung Glengariff gestartet. Wir mussten wieder am Ross Castle und Muckross House vorbei, da unser Weg durch den Killarney Nationalpark führte. Kaum hatten wir das Muckross House passiert, hielten wir auch schon. Es bot sich uns ein fantastischer Blick über den Loch Leanne. Ein Stückchen weiter hatte ich einen kurzen Infarkt, da am linken Straßenrand plötzlich ein großer Hirsch stand. 100 m dahinter fuhren wir dann wieder links ran, um ganz spontan zum Tork Wasserfall zu wandern. Irgendwie schwahnte uns Böses. Wie sollten wir es in diesem Tempo jemals nach Cork schaffen? Der Wasserfall war nett, aber wenig spektakulär. Der Weg dorthin jedoch wirklich sehenswert. Es war wie in einem Regenwald. Alles war unglaublich saftig grün, feucht und moosbewachsen. Riesige Farbe und ein klarer kleiner Bach markierten den Weg. Wirklich sehr hübsch. Wieder im Auto fuhren wir weiter am Loch Leanne entlang. Doch leider wieder nicht lange. Die wunderschönen Aussichten zwangen uns immer wieder zum Anhalten und der Killarney Nationalpark hatte uns fest in seiner Gewalt. Irgendwann bissen wir uns aber auf die Lippen und fuhren durch…egal, wie schön die Aussicht auch war. Wir überquerten eine wahnsinnig schöne Hochgebirgslandschaft. Ich hätte niemals gedacht, so etwas hier in Irland vorzufinden. Einfach wunderschön! Und diese Gegend toppt die Cliffs of Moher um ein Vielfaches. Wir fuhren durch das kleine hübsche Kenmare durch und noch ein Stückchen weiter bis zum Molly Gallivan’s Cottage & Farm in Bonane mit Originaleinrichtung, Teestube und Tieren. Das Navi von Chrissi’s iPhone lotste uns erst falsch und ließ uns rein zufällig vor einer supersüßen Mini-Chocolaterie halten. Wir ließen dort jeder einen Zehner…scheiß Navi. Das Cottage selbst erinnerte an eine Alm-/Berghütte. Es war sehr urig eingerichtet und diente als Show- u. Verkaufsraum der selbst hergestellten Wollsachen und sonstiger Souvenire. Wir blieben tapfer und kauften nichts. Weiter ging es wieder durch eine atemberaubende Landschaft. Gegen 12:30 Uhr waren wir dann endlich in dem kleinen Küstenörtchen Glengariff und fanden auch sehr schnell die Mini-Passagierfähre nach Garnish Island rüber, auch wenn diese sich in einer kleinen verwunschenen nicht einsehbaren Bucht befand. Es war sehr leer. Außer uns fuhr nur noch eine Mutter mit ihrem halbwüchsigen Sohn mit. Und wieder einmal stellten wir fest, wie wunderbar wir diese Reise getaktet haben. Es ist definitiv noch keine Saison, auch wenn das Returnticket mit 10 € dennoch überzogen teuer war. Das Bootchen fuhr an einigen Felsen vorbei, auf denen sich zahlreiche dicke knuffige Robben gemütlich in der Sonne aalten. Auf der Insel löhnten wir nochmal 4 € für den Eintritt in die Gärten. Und es sei im Vornherein schon gesagt, dass die sich echt gelohnt haben. Zahlt man nicht, kommt man auch nicht von der Anlegestelle runter. Die Gärten waren ein Traum und der Reiseführer hat nicht übertrieben. Unzählige blühende Büsche, Bäume und Pflanzen sowie Palmen, Tempel und Teiche waren stilvoll auf der gesamten Insel angelegt. Rhododendron in allen erdenklichen Farben. Oftmals mutete die Insel sehr mediterranes Flair an, fast schon wie in Italien. Es gefiel uns Beiden ausgesprochen gut und das herrliche sonnige Wetter tat sein Übriges. So ziemlich genau 14:30 Uhr fuhren wir ohne Umwege oder Zwischenstopps durch bis nach Cork, dass wir gegen 16 Uhr erreichten. Hinter dem Ortseingang ragte links vom River Le auf einem Hügel das Corker Gefängnis empor. Ein Prachtbau vom Feinsten. Das war auch leider fast das einzige interessante Gebäude in Cork. Heute ist es ein Museum mit rekonstruierten Zellen inkl. Wachsfiguren. Und hätten wir vorher davon gehört, hätten wir sicher das besichtigt und nicht den English Market. Diese Markthalle wird zwar überall empfohlen, ist aber letztendlich doch nur ein Markt und nichts Besonderes. Auch Cork an sich ist nicht das, was wir uns erhofft hatten. Es wirkt schäbig und wenig einladend. Nicht mal das Zentrum am Fluß oder die Fußgängerzone sind ansprechend. Wir waren sehr enttäuscht. Wir fuhren also erstmal ins Rose Lodge um einzuchecken. Das Haus ist schön und die untere Etage extravagant, aber dennoch stilvoll eingerichtet. Wir wurden freundlich begrüßt und bezogen unser Zimmer im 3. Stock. Nach etwas Stöbern in Google entschieden wir uns, das Restaurant am Blackrock Castle aufzusuchen, dass sich in der Nähe des Hafens befand. Wir bereuten es nicht, denn wir hatten ein hervorragendes Essen. Als Vorspeise hatten wir: „Schiacciata, a thin crispy pizza bread with a fresh vine tomato, lemon and garlic dip“ und als Hauptspeise „Crispy brie in an almond crumb with spinach, cress, fennel, strawberries and a lemon dressing“ und dazu „Sweet potato wedges“. Alles in allem ein Traum! Wenigstens hat uns Cork einen sehr guten kulinarischen Tagesabschluss gegönnt.

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