Nordamerika · North Carolina · South Carolina · USA

Columbia (South Carolina) – Asheville (North Carolina)

Tag 25: Wir sind gegen kurz vor elf vom Motel direkt wieder auf die Interstate drauf und Richtung North Carolina gestartet. Rund 155 Meilen lagen vor uns. Gut geschlafen habe ich nicht. Vielleicht lag es am Pestizidgeruch oder am Wetter, keine Ahnung. Das Wetter war aber wieder herrlich. Angenehme 25 Grad und strahlend blauer Himmel. An der Grenze kam der obligatorische Schild-Shoot und dann ab ins Visitor Center.

Dort haben wir uns kurzer Hand entschlossen, da es erst Mittag war, eher von der Interstate abzubiegen und bereits heute zum 2280 Feet hohen „Chimney Rock“ (= Kaminfelsen) 25 Meilen südöstlich von Asheville zu fahren. Dieser Monolith ist an die 500 Millionen Jahre alt und hat bereits die Dinosaurier kommen und gehen sehen. Von dort aus soll man einen Panoramablick von fast 120 km Reichweite haben und in dieser Gegend wurde 1990, der Vergangenheit entsprechend, ein berühmter Indianerfilm gedreht: „Der letzte Mohikaner“. Viele Regisseure haben die Gegend um Asheville bereits als zweites Hollywood entdeckt, da die Landschaft einfach wunderschön ist. So wurden z.B. auch „Die Brut des Adlers“ oder Stephen Kings „Der Feuerteufel“ hier gedreht. Wir fuhren hoch, wir fuhren runter, wieder hoch und wieder runter und nochmal hoch…immer in Schlängellinien und steile Serpentinen hoch. Oben angelangt bezahlten wir 12 Dollar Eintritt und erfuhren von der freundlichen Dame, dass der Lift renoviert wird (kommt mir aus einem anderen Reisebericht bekannt vor, gell Tina?). Schöne Scheiße! Erstens ist dieser Lift im Inneren des Berges, ca. 26 Etagen hoch, ja selbst schon eine Attraktion und Zweitens hieße das, wir müssen endlose Stufen hinaufkraxeln. Hm, doof.

Wir entschlossen uns dann den 1,5 Meilen Rundgang zu den „Hickory Nut Falls“, einem 125 Meter hohen Wasserfall, zu wandern. Wir waren für eine Trekking-Tour genau richtig angezogen…mit unseren Ballerinas und Stoffhosen. Egal, Wasser eingepackt und los ging es. Erst ging es ewig viele Stufen runter und dann langsam stetig bergauf…immer steiler. Ick war völlig fertig, als wir nach ca. 30 Minuten bei dem scheiß Teil ankamen. Ja ok, war schon ein netter Wasserfall, aber wir hatten uns beide etwas anderes vorgestellt und waren halbwegs enttäuscht. Nicht mal ein schönes Auffangbecken gab es. Ach nee, weiterempfehlen würde ich den nicht.

Zurück ging es dann auch nicht leichter, weil der Weg zwar abwärts ging, aber teilweise mit Steingeröll belegt war. Nicht so schön, schon gar nicht mit Ballerinas. Und am Ende…ja genau. Dort warteten die endlosen Treppenstufen. Hier haben wir uns gesplittet: ich den viel längeren und auch steilen Umweg ohne Stufen, Andrea die steilen Stufen.

Im Giftshop wurde noch ein Magnet gekauft und dann haben wir noch ein wenig die Aussicht genossen. Die war schon echt spektakulär.

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Auf den 96 m hohen Felsmonolithen sind wir dann nicht mehr hoch. Irgendwann ist es auch gut mit Sport. Kurz vor fünf sind wir wieder bis ins Tal hinabgefahren, um dann auf der anderen Seite wieder noch höher zu fahren. Meine Güte, was für eine Kurverei. Morgen habe ich einen „Bremspedal-Fuß“. Unser „Best Western Biltmore Estate“ in Asheville haben wir auf Anhieb gefunden und es ist toll! Toll und voll. Wahnsinn, wie gut das hier besucht ist. Ohne Reservierung hätten wir alt ausgesehen. Ist halt doch eine Urlaubsgegend hier und das merkt man. Die Bewertungen bei Tripadvisor haben gehalten, was sie versprochen haben. Es ist wieder ein typisches Motel-Zimmer mit Tür zum Parkplatz, aber um Längen besser als andere. Das Zimmer ist riesig und sauber und wir haben wieder diese tollen hohen Prinzessinnenbetten.

Best Western hat sowieso die höchsten von allen. Naja vielleicht war Nottoway noch etwas höher, aber das war ja kein Motel. Man gleitet vom Bett runter und steht, herrlich. Wir sind aber nicht runtergeglitten, sondern raufgeklettert (man muss wirklich leicht klettern) und haben erstmal etwas über eine Stunde geschlafen…wie zwei Tote. Herje, waren wir kaputt.

Gegen acht sind wir nochmal ins Walmart Supercenter und haben uns mit ein paar Lebensmitteln eingedeckt. Die Dinger sind viel zu riesig, da kackt ja fast ein „Real“ dagegen ab und die kann ich auch schon nicht leiden. Bald ist ja „Mother’s Day“ und die haben tonnenweise Torten im Eingangsbereich stehen, die man kaufen kann. Gebacken wird hier wohl nicht selbst. Es gab eine Anglertorte, eine Rockband-Torte, eine Cars-Torte, usw…die sahen wirklich witzig aus, aber die kriegen wir ja nie nach Deutschland. Käse gibts hier keinen Gescheiten. Man hat zwar viel Auswahl, aber weder gibt es Edamer, Gouda oder andere nette Geschmacksrichtungen, noch gibt es bezahlbaren Brie. Hier hatten sie zwar zwei Sorten, aber fünf Dollar für einen Camembert? Och nee. Und Wurst gibt es nur kiloweise abgepackt. Die spinnen doch. Wer soll denn das alles essen? Als Single würde man hier regelmäßig einen Haufen wegschmeißen müssen, weil man das gar nicht schaffen bzw. es irgendwann nicht mehr sehen kann. Wir haben dunkle Brötchen (das dunkelste Hell was wir kriegen konnten), Käse, Wurst, Obst, Kakao in Tüten für mich und ein Stück Torte für Andrea sowie jeder eine Dose Bier gekauft. Es ist schön, wenn man mal wieder in einen Kühlschrank schauen kann, in dem sogar was drin ist.

3 Kommentare zu „Columbia (South Carolina) – Asheville (North Carolina)

  1. Hy ihr Zwei, wieder einen tollen Tag gehabt? Ist schön zu wissen, daß eure Unterkunft gut ist. Es gibt nichts Besseres als ein gutes Bett! Ubrigens Rena, Oma hat heute Geburtstag, wäre bestimmt stolz auf dich.
    LG Alo u. Mutti
    Bei uns sind die Eisheiligen, es wird kalt!

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