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Fort William – Glencoe – Rannoch Moor – Oban

Tag 9: Morgens sind wir nach dem ausgiebigen „cooked“ Breakfast nochmal zum Ortseingang zurückgefahren, um zu schauen, um was es sich beim Old Inverlochy Castle handelt. Da es aber nur noch eine kleine Ruine war, sind wir gegen 10:25 Uhr gleich weitergefahren. Der erste Fotostop war am Loch Linnhe, ein herrlicher Ausblick. Aber das Wetter war nicht sehr schön, sodass die Fotos nicht wirken. Danach ging es zum Glencoe Village, wo wir das Massacre Monument (wo 1691 die Campbells den Clan der MacDonalds abgeschlachtet haben, nachdem sie sich dort fast zwei Wochen lang gastfreundlich bewirten ließen!) besuchten und Eve und Gabi das Folk Museum besichtigten.

Gegen 12 Uhr ging es weiter durch das Glencoe Tal und durch das Rannoch Moor. Eine herrliche und bezaubernde Landschaft, obwohl die Sonne nicht so wollte wie wir. Jedes Mal, wenn wir fuhren schien sie und sobald wir anhielten, um Fotos zu machen, verschwand sie hinter vereinzelten Wolken. Es war zum verrückt werden.

Um wieder schnell auf die Strecke nach Oban zu kommen, nahmen wir eine Nebenstraße am River Orchy entlang, die wieder nur für ein Auto ausgelegt war. Dort begegneten uns u.a. ein „Otter“-Schild (aber keine Otter), gewaltige Stromschnellen, Wasserfälle und eine tolle Hängebrücke, die wir natürlich gleich ausprobierten.

Auf der Weiterfahrt machten wir hin und wieder einige Fotostops, so z.B. am Loch Awe mit Blick auf das Kilchurn Castle.

Gegen 15 Uhr waren wir in Oban und gönnten uns ein teures, aber gutes, Mittagessen im Cuan Mor. Danach folgte noch etwas Shopping und um 16:50 Uhr eine einstündige Tour in der alten und bekannten Oban-Whiskey-Destillery, was äußerst interessant war. Die anschließende Probe haben wir aber glaube alle nicht so gut vertragen.

Nach dem Whiskey brauchten wir frische Luft und erklommen noch den Hausberg von Oban, auf dem sich der Mc Caigs Tower befindet. Hier sollte 1897 eine Nachbildung des Kolosseums in Rom erbaut werden, sie wurde aber nie fertiggestellt. Der Ausblick auf die vorgelagerten Inseln, allen voran Mull, war atemberaubend. Der Sonnenuntergang ließ sich nicht lumpen. Man konnte verstehen, warum sich Oban zum Haupthandelszentrum der schottischen Westküste entwickelte und Ausgangspunkt zu den inneren und äußeren Hebriden war.

Und dann ging es zum Hotel, in der Nähe des Fährterminals. Es war eine Ufer-Straße, die scheinbar fast vollständig aus B&B’s bestand. Wir hatten das „Alltavona“ direkt an der hinteren Uferpromenade gebucht. Es war das teuerste Hotel auf unserer Reise, aber wir wollten uns als Abschluss mal was richtig Tolles gönnen. Wir hatten uns extra schöne Zimmer ausgesucht (alle waren unterschiedlich nach Themen eingerichtet) und Jana und ich freuten uns auf unsere römische blau-goldene freistehende Badewanne. Allein die Eingangshalle war total klasse…es war wie in einem kleinen Schloss! Und das Speisezimmer war wahnsinnig luxuriös dekoriert! Als wir jedoch ankamen, meinte Carol, die Besitzerin, plötzlich, sie hätte nie eine Bestätigung von uns bekommen und dementsprechend auch kein Zimmer frei. Aber wir hatten die E-Mail mit, in der wir die Reservierung bestätigt hatten…trotzdem, kein Zimmer frei. Schock! Wir waren alle supersauer. Sie meinte dann, dass sie ihre Freundin vom „Corriemar“ anruft, ob diese noch zwei Zimmer hat. Dem war dann auch so und wir sollten die Zimmer zum gleichen Preis bekommen. Also ging es (glücklicherweise) nur zwei Häuser weiter zum „Corriemar“, dass auch sehr nett aussah, aber nun mal nicht unser Alltavona war, auf das wir uns so gefreut haben. Die etwas ältere Besitzerin war total verwirrt und schien irgendwie null Plan zu haben. Sie zeigte uns zwei Seaview Rooms, konnte uns aber trotz mehrmaliger Nachfragen nie sagen, wieviel die Zimmer genau kosten und sie schien sehr genervt. Sehr komisch…normalerweise sollte man doch freundlicher empfangen werden. Es schien nicht so, als hätte sie die Zimmer an diesem Abend noch anderweitig vermieten können, also hätte sie doch froh sein können. Naja, Jana und ich hatten Glück mit dem Zimmer. Es war groß, sehr sauber und irgendwie venezianisch eingerichtet. Auch die Betten waren sehr bequem. Eve und Gabi hatten weniger Glück mit ihrem Double, dass etwas kolonialer und dunkler eingerichtet war, und dementsprechend war auch die Laune (zumindest von Eve) absolut im Keller. Leider haben sie in dem Bett auch nicht so gut schlafen können, da es sehr hart war.

Morgens ließ ich die drei dummerweise allein, als es ans Bezahlen ging, um das Auto zum Hotel zu holen (es stand am Ufer), und so kam es, dass wir nun noch mehr bezahlt haben, als am Vorabend ausgemacht wurde. *grummel* Da war ich ja schon etwas angesäuert, dass die drei nicht ordentlich mitgerechnet und sich von der alten Omi über’s Ohr haben hauen lassen. Mittlerweile vermuten wir ja schon fast, dass das von den beiden älteren Lady’s eine Masche war, um gegenseitig ihre Zimmer voll zu kriegen. Mmmh, sehr verdächtig. Aber auch fast schon irgendwie clever. Oder sie haben einfach zu viel Whiskey getrunken…auch möglich.

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