Europa · Großbritannien · Schottland

Dornie – Skye – Mallaig – Glenfinnan – Fort William

Tag 8: 09:30 Uhr sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf’s Castle zum Eilean Donan Castle, um es nun auch von innen zu besichtigen. Kurz vorher sind wir noch zum View Point auf einen Hügel gefahren, von wo aus man eine tolle Sicht auf’s Castle und über das Loch hatte.

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Das Castle war von innen etwas moderner eingerichtet, da es nach einem Wideraufbau erst in den 1930er Jahren wiedereröffnet wurde. Dies tat aber keinen Abbruch, da es eine ungeheuere Gemütlichkeit ausstrahlte und dekorativ sehr ansprechend war. Einige Szenen, so z.B. in der Küche, wurden anhand von aufgestellten lebensechten Figuren nachgestellt, sodass man sich direkt in die damalige Zeit zurückversetzt fühlte. Wirklich sehr sehenswert!

Gegen 11:00 Uhr folgte dann die Weiterfahrt nach Kyle of Lochalsh und von dort über die Skye-Bridge zur Isle of Skye. Drüben angekommen bogen wir nach Süden in Richtung Armadale ab und ich bemerkte ein elektronisches Schild, auf dem stand, dass die Fähre Armadale – Mallaig gestrichen wurde. Leider hatten es die Anderen nicht bemerkt, sodass wir nicht genau wussten, welche Fähre gemeint war. Wir vermuteten, dass es sich um die Fähre 11:30 Uhr handelte, dennoch hatte ich ein schlechtes Gefühl im Bauch. Als wir dann 11:35 Uhr am Ferry Port ankamen, sahen wir genau diese Fähre davon fahren und wollten unsere Tickets für die um 12:55 Uhr kaufen. Wir hatten geplant, uns bis dahin evtl. das Armadale Castle anzuschauen. Aber Pustekuchen. Unsere Fähre war nämlich die, die auf Grund zu kräftiger Winde ausfällt. Ob die beiden anderen an diesem Tag fahren, konnte man uns vor 13:00 Uhr nicht sagen. Na toll. Wir verbrachten fast 2 Stunden, die echt nervenaufreibend waren, in einer kleinen Klause neben dem Hafenparkplatz, bis wir endlich die erlösende Nachricht erhielten, dass die Fähre um 14:30 Uhr fährt. Vorher shoppten Jana und ich noch im Handarbeitsladen Ragamuffin hinter der Klause zwei tolle Wollmützenunikate.

Die Fahrt selbst genossen wir dann wieder sehr entspannt auf dem Deck bei Sonnenschein. Ein wunderschöner Regenbogen begleitete unseren Weg.

In Mallaig sind wir ca. um 15:00 Uhr angekommen und wir fuhren gleich weiter zu den Silversands of Morar, ehe das Wetter wieder umschlägt. Ach waren die toll…leider hatten wir keinen Sonnenschein (dass es nicht regnete, war an diesem Tag schon echt Glück). Aber bei schönem Wetter muss es dort aussehen, wie an einem Karibikstrand.

Von dort aus ging es weiter nach Glenfinnan. Erst zur Railway Station (extrem dringender Toilettengang), die angeblich der Bahnhof von „Hogwarts“ sein soll, dann zur Glenfinnan Church und dann zum Glenfinnan Monument und Viaduct. Das Viaduct müsste jeder Harry Potter Fan aus dem Film kennen, da der Hogwarts Express in einigen Filmen darüber fährt. Vom Hügel hinter dem Visitor Centre sollte man einen besonders schönen Blick haben, also machten wir uns alle auf den glitschigen Weg nach oben. Eve und Gabi gaben bald auf. Jana und ich kraxelten mutig weiter den kleinen Wasserfall-Pfad im Regen den Berg hoch, um oben dann doch enorm enttäuscht zu werden. Das Viaduct sah man nicht aus der weltbekannten Perspektive mit der Kurve und das Wetter war einfach mal richtig scheiße…total diesig und es nieselte die ganze Zeit. Wenigstens das Monument mit dem Loch Shiel im Hintergrund konnte man gut fotografieren, aber die Enttäuschung konnte es nicht lindern. Das wir auf diesem verdammten Pfad, der nur aus glitschigen nassen Steinen und Matsch bestand, nicht ausgerutscht sind, gleicht einem kleinen Wunder. Und mein rechter Fuss war auch pitschnass, weil meine neuen Gummistiefel ein Fehlkauf waren.

Nachdem wir uns im Visitor Centre etwas aufgewärmt und getrocknet haben, ging es weiter nach Fort William, wo wir in einer gemütlichen Taverne in der Einkaufsstraße (es gab nur eine) lecker zu Abend gegessen haben. Es gab italienisches Essen! Das äußerlich sehr ansprechende und wohl auch edlere Seafood Restaurant direkt am Loch wollte uns ohne Reservierung keinen Tisch geben, dabei waren mindestens 20 Tische leer!!!

Unser Guesthouse „Acarsaid“ befand sich direkt am Ufer des Lochs, wo laut unserer Gastgeberin (eine echte Schottin, die man kaum verstanden hat) die Britannia mit der Queen an Bord angelegt hatte. Das Guesthouse war sehr nett eingerichtet und die Zimmer sehr hübsch, allerdings haben Jana und ich heute noch Abdrücke der Bettfedern auf unseren Rücken. Und die Duschhalterung und der Handtuchhalter mussten auch dran glauben.

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