Australien · New South Wales · Victoria

Melbourne – Sydney

Tag 13: Auf nach Sydney! Der Flieger sollte 12:10 Uhr starten, also mussten wir nicht ganz so früh aus den Federn springen. Ich hatte bereits gestern Online-Bustickets für den Airport-Bus (‚Southbank Docklands Express‘, für uns alle 23€) gekauft, der eine Haltestelle in unserer Straße hat. Mit ca. 45 Minuten Verspätung kam er dann auch – wir waren schon am Verzweifeln und sahen uns schon einen neuen Flug buchen. Hier nochmal der Blick aus meinem Schlafzimmer. Hach, den werde ich echt vermissen! Gegenüber der Haltestelle wohnten übrigens die Sopranos, nur mal so nebenbei.

Aber irgendwie ging am Flughafen dann doch alles schneller als gedacht und wir hatten sogar noch Zeit für mein geliebtes Sushi to go und um uns die Berichte zum heutigen ‚Anzac Day‘ anzuschauen, die auf allen Monitoren liefen.

Der Anflug auf Sydney war spektakulär. Ich glaube, es gibt kaum schönere Landeanflüge auf dieser Welt. Was für eine Aussicht! Wow!

Die Ankunft war total unproblematisch. Wir schnappten unser Gepäck vom Band und gingen immer den Schildern nach bis zur Train Station. Von dort fuhren wir mit der Linie T8 nur 6 Stationen bis zum berühmten Circular Quay, wo wir einen ersten Blick auf die Harbour Bridge und das Opera House werfen konnten, und von dort 2 Stationen bis zur Town Hall, mitten in Downtown Sydney. Unser Apartment Hotel ‚Meriton Suites Kent Street‘ ist mit 150€ pro Nacht nicht ganz billig, aber die Lage unmittelbar an den Stationen ‚Town Hall‘ und ‚Museum‘ sowie fußläufig zum ‚Darling Harbour‘ und Botanischem Garten ist einfach unschlagbar. Und nebenbei konnte sich unser Apartment im 15. Stock auch ganz gut sehen lassen. Aber dazu morgen mehr. Hier erstmal zwei Ausblicke von unserem Eckbalkon.

Es war noch relativ früh am Nachmittag, aber wir hatten heute keine Lust mehr auf Sightseeing und vergammelten den Rest des Tages im Apartment. Abends rafften wir uns dann aber doch nochmal auf, um noch einkaufen zu gehen. Tobi entdeckte bereits am Nachmittag einen Supermarkt im genau gegenüberliegenden Einkaufszentrum World Square, wo wir uns für die nächsten Tage reichlich eindeckten. Auf dem Rückweg ertönte überall Musik aus den Bars und Pubs und Massen von Matrosen streiften singend und johlend durch die Straßen.

 

Tag 14: Die Zeit rennt, also los geht’s mit dem Sightseeing. Aber wo anfangen? Es war schon früh am Morgen ziemlich heiß und was bietet sich da besser an als eine Bootsfahrt? Tobi hatte keine Lust etwas zu unternehmen, also zogen Mika und ich alleine los. Wir kauften uns in einem Kiosk in der U-Bahn zwei aufgeladene Opal-Karten und fuhren bis zum Circular Quay. Das tolle an diesen Opal-Karten ist, dass man damit in der ganzen Stadt – ob zu Land oder zu Wasser – alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Karte auf den gelben Punkt halten, durchs Drehkreuz gehen, fertig! Perfektes System!

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Am Fährterminal verschafften wir uns zunächst an einem der großen Monitore einen Überblick, wohin man so fahren kann und von wo die Fähren starten. Wir wollten die Fähre nach Manly Beach nehmen und nahmen am entsprechenden Pier Wartehaltung ein. Die Fahrzeit beträgt ungefähr eine halbe Stunde. Während wir warteten bestaunten wir die umliegende Hafengegend. The Rocks, das Opernhaus, natürlich die große Brücke und den am anderen Brückenufer gelegenen Freizeitpark ‚Luna Park‘, den wir schon aus Melbourne kannten. Das Wetter war einfach super und wir freuten uns wie Bolle auf die Fahrt mit der Fähre.

Vorbei an dicht besiedelten Ufern, schroffen Felsen und bunten Leuchttürmen, ließen wir die Skyline von Sydney schnell hinter uns. Es ist schon merkwürdig, plötzlich an einem dieser Orte zu sein, die man bisher nur aus den Medien kannte. Dieser grandiose Blick auf die Stadt mit der Oper und der Harbour Bridge – es verschlug mir die Sprache und das Gefühl ist kaum in Worte zu fassen.

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Achja, am Steuer war ein ziemlich ausgebuffter Seebär. Er ließ keine Welle aus und dank ihm war die Fähre heute so schnell wie noch nie.

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Wir erreichten Manly gegen 12:30 Uhr. Das Thermometer zeigte 28 Grad, aber gefühlt war es noch viel wärmer. Es ging kein Lüftchen. Eigentlich war der Plan, sich den Ort etwas anzuschauen und dann zum Strand auf die andere Seite zu laufen – vielleicht sogar bis zum Shelly Beach und dort ein bisschen wandern. Aber es war einfach zu heiß!

So ließen wir einfach die Sightseeing-Spots da wo sie sind und fielen direkt an den Strand der Manly Cove, gleich links neben dem Fährterminal.

Ich machte es mir auf dem Pier gemütlich und Mika tobte mit Gleichgesinnten am Strand umher. Er sprang in die Fluten – und auch wieder raus und bewarf sich, das Meer und die Anderen mit Sandmatsch. Das Wasser war glasklar und auf Grund der fehlenden Brandung war der Strand für die Kids perfekt.

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Nach dem Toben musste ein Eis her. Natürlich! Und das war echt lecker – so richtig schön sahnig!

Gegen halb drei nahmen wir die Fähre zurück. Und ja, natürlich machten wir tonnenweise Selfie’s und Videos auf dem Schiff. Wo sonst bekommt man denn ein so schönes Hintergrundmotiv für so reizende Persönchen wie uns. Die Kamera lief heiß – nicht nur wegen der vielen Fotos.

Die Sonne stand auf der Rückfahrt günstig und so ließ sich die Oper in schönem Nachmittagslicht aufnehmen. Was für ein tolles Gebilde! Es befindet sich nicht umsonst seit 2007 auf der UNESCO-Welterbe-Liste. Die Bauarbeiten unter der Leitung des dänischen Architekten Jørn Utzon begannen bereits 1959, aber die Bauzeit wurde immens überschritten. Ebenso die Baukosten, die von 4,1 auf 58,6 Millionen Euro stiegen. Allein die komplexe Geometrie am Dach wurde in sechs Jahren über zwölfmal neu entworfen. 1973 wurde die Oper dann schließlich von der Queen mit Beethovens ‚Ode an die Freude‘ feierlich eröffnet. Tja, also hatte auch Sydney seinen BER.

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Hier habt ihr einen Frontalblick auf den Circular Quay mit Wharf 2 bis 6. Von hier aus gelangt man zu fast allen Orten, die der Sydney Harbour – einer der größten natürlichen Häfen der Welt – zu bieten hat: zahlreiche kleine Inseln, Darling Harbour, Nord-Sydney, den am Wasser gelegenen Taronga Zoo, unzählige vorgelagerte Küstenorte und vieles mehr. Oder man genießt einfach nur eine Hafenrundfahrt auf einer Fähre oder einer der vielen Yachten, die man chartern kann. Der Hafen hat mich vom ersten Moment an umgehauen, obwohl ich bisher nur einen kleinen Teil gesehen habe.

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Am Pier rätselte Mika noch eine Weile über dieses güldene Phänomen und umrundete es mehrfach. Er hatte keinen Plan, gab ihm dann aber trotzdem eine Münze. Wuah, bloß schnell weg von dem komischen Kerl, der in der Luft schweben kann!

Nach einer kurzen Taubenjagd vor dem ‚Custom House‘, in dem es ein Modell der Stadt geben soll, über das man drüber laufen kann, traten wir unseren Heimweg an.

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Das Rathaus von Sydney ließen wir rechts liegen.

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Dafür machten wir aber noch einen kurzen Abstecher in die daneben befindliche St. Andrews Cathedral. Es fand gerade ein Gottesdienst statt und wir hörten eine Weile dem Gesang zu. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1868, was für australische Verhältnisse doch schon recht alt ist.

Hier noch zwei Schnappschüsse von Gebäuden neben unserem Hotel. Neu neben alt, bunt neben schlicht, originell neben langweilig. Sydney eben! Das soll es jetzt für heute aber auch gewesen sein.

2 Kommentare zu „Melbourne – Sydney

  1. @ Foto Melbourne (das mit dem lila Koffer): übt Mika da schon für eine Breakdance-Karriere 😅? Die Fotos vom Anflug auf Sydney sind wirklich spektakulär. Da habt ihr offenbar auf der richtigen Seite gesessen. Auch bei der Wahl der Unterkunft hattet ihr ja offensichtlich ein gutes Händchen. @ Fotos Fährterminal und Fahrt nach Manly: da packt mich doch glatt wieder das Fernweh nach Australien 😍. So schön! Mit Matsch werfe ich ja auch gerne. Aber ich habe es bisher immer sein lassen. Mir hätte das wahrscheinlich keiner so nachgesehen wie man es Mika nachsieht 😂. Und ja, die Oper ist wirklich ein tolles Teil! Klasse ist ja, dass sie aus unterschiedlichen Entfernungen immer etwas anders aussieht durch die Verschiebung der Perspektive. @ schwebender Typ: was war denn nun dessen Geheimrezept? Ich habe ehrlich gesagt auch keinen Schimmer. Einfach nur auf einer Hand das ganze Körpergewicht kann ja irgendwie nicht sein. Und wenn ich mir so die schönen Häuschen anschaue, flattern doch gleich schon wieder diverse Reisepläne durch meinen Kopf. Aktuell jedoch möchte ich dort nicht sein. Diese Brände sind eine Katastrophe!

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    1. Oh ja, die Buschbrände sind echt schlimm. Habe die letzten Tage auch schon etwas Geld an die dortigen Tierretter gespendet.😢
      @Breakdance: nee, das waren eher Martial Arts – Versuche! Er kämpft immer noch gegen diese lästigen unsichtbaren Angreifer!😅
      Es kommen natürlich noch mehr Fotos von der Oper, denn wie du schon richtigerweise angemerkt hast, sieht sie von allen Seiten immer wieder anders aus. Einfach klasse!
      @Typ: unter dem Tuch auf dem Boden ist eine Metallplatte, an der die Stange befestigt ist, die bei der Hand einen Bogen unter dem Arm im Ärmel macht und zu einer weiteren Platte führt, auf der er sitzt.😉

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