Bulgarien · Europa

Obzor, Varna und ein Steinerner Wald

Tag 5: Heute war wieder das Motto: alles kann, nichts muss. Und das Nichts hatte gewonnen.

Tag 6: Nur 58 km entfernt, war es natürlich logisch, dass wir auch Varna mal einen Besuch abstatten mussten. Nachdem wir unsere Bäuche wieder ordentlich am exzellenten All-In-Buffet gefüllt hatten, machten wir uns zum Hafen von Varna auf. Da wir erst in die falsche Richtung liefen, besuchten wir zunächst unfreiwillig den Sackbahnhof der Stadt. Für ein altes Eisenbahnerkind wie mich und meine zwei Zugliebhaber war das aber eine ganz nette Abwechslung. Das zweite Ziel war der hübsche Primorski Park, zu dessen Beginn sich das Naval Museum befindet. Und schlussendlich waren wir am nicht ganz so sehenswerten Hafen von Varna, schlenderten die Hafenmauer entlang und kehrten in einem Restaurant ein, um Calamaris, frischen Fisch und Eis zu essen.

Es war noch früh am Nachmittag und somit ausreichend Zeit für ein weiteres Ausflugsziel: the Stone Forest, ca. 18 km westlich von Varna. Ich habe es mir einfach gemacht und euch die Beschreibung einfach abfotografiert. Ich bin ja für die Variante, dass die Säulen aus Korallenablagerungen entstanden sind, die sich hier vor 50 Mill. Jahren auf dem Meeresgrund befanden. Eine andere Hypothese vermutet, dass hier eine Art Bergmassiv stand, von dem aufgrund natürlicher Erosionen nur noch die Säulen übrig sind. Die Wissenschaftler sind sich scheinbar nicht so ganz einig. Noch zu Beginn des 19. Jhd. glaubte man, dass es die Säulen-Überreste einer altgriechischen Stadt seien. Aber davon ist man in der Zwischenzeit wohl abgekommen. Die vielen kuriosen, teilweise bis zu 10 m hohen, Steinformationen der „Pobiti Kamani“ (wörtlich übersetzt: „In den Boden gerammte Steine“) beeindruckten meine männlichen Begleiter nicht so sehr wie mich. Der eine schoss mit einer Stockpistole imaginäre Felsenmonster ab und der andere pflanzte sich bei jeder Gelegenheit nieder und harrte der Dinge, die da kommen mögen. Wir liefen ca. 1 km in die 7 km² umfassende Steingruppe hinein, mehr konnte ich ihnen nicht zumuten. Das Laufen auf dem weichen Sand lud nicht zu größeren Wanderungen ein. Nach 1,5 Stunden traten wir dann den Heimweg an.

2 Kommentare zu „Obzor, Varna und ein Steinerner Wald

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