Honduras · Lateinamerika

Roatan – West End

Tag 13: An unserem ersten vollen Tag in Roatan ließen wir es ruhig angehen. Auspennen, mit Blick auf das karibische Meer frühstücken, im Pool planschen, auf unserer bezaubernden Veranda im Internet surfen und zum Mittagessen gingen wir ins Nachbarhotel. Am späten Nachmittag rafften wir uns auf und spazierten wieder ins Village. Der Weg dorthin ist nicht weit und voller Blütenpracht. Touristen gibt es hier kaum welche, auch Anwohner sind fast nie zu sehen.

Viele der Häuser wurden auf Stelzen gebaut. Ich gehe davon aus, dass dies auf den Ausläufern der Hurrikans beruht, die sich im Zentrum der Karibik austoben und irgendwann vielleicht auch Roatan erreichen. Allerdings machte unsere Unterkunft nicht den Eindruck, schon einmal Opfer eines Sturms gewesen zu sein. Umso besser!

Nur zwei Rechtskurven und 550 Meter vom Cocolobo entfernt erreichen wir den Strand vom West End. Der Himmel zieht sich jeden Nachmittag zu, aber in dieser Kulisse ist das nicht schlimm. Sonne hatten wir die letzten zwei Wochen genug. Die wenigen Menschen auf den Bildern täuschen im Übrigen nicht. Es waren wirklich nur wenige unterwegs. Die meisten hängen erst abends in den Bars oder auf der Straße ab, tagsüber ist eher weniger los.

Wir spazierten die Halbmond-Bucht entlang bis zum „Ginger’s“. Eigentlich hatten wir für heute mal Pasta geplant, aber da wir nun schon am Meer sind, probierten wir ein typisch einheimisches Gericht: Coconut Shrimps. Und auch wenn ich sie mir optisch total anders vorgestellt hatte, waren sie doch sehr lecker. Lustig ist beim „Ginger’s“, dass es auf einer winzigen schmalen Landzunge liegt. Verlässt man das Gebäude zur anderen Seite, steht man ebenfalls direkt auf dem Strand. Dort befindet sich dann eine Art kleine Marina mit mehreren Bootsanlegern der Fischer und umliegenden Tauchanbieter.

Wir schlenderten anschließend noch ein bisschen durch das kleine Dorf und stöberten hier und da ein wenig in den Shops herum. Diese bunten Farben überall – herrlich karibisch! Gekauft habe ich letztendlich nichts, außer einen Magneten für meine Sammlung. Obwohl ich beim Schmuck im „Rusty Fish“ beinahe schwach geworden wäre.

Tag 14: Der nächste Tag begann, wie der vorherige aufgehört hatte: mit Faulenzen. Wir wiederholten ‚the same procedure as yesterday‘. Mit der kleinen Abweichung, dass Christiane auf Erkundungstour ging, um den schönsten Strand der Insel zu finden. Der sollte sich nämlich ca. 3 km entfernt in der West Bay befinden. Ob sie wirklich bis zum Esmeralda Beach gewandert ist, weiß ich nicht mehr, aber einen sehr viel schöneren Strand als den unseren am West End hat sie nach eigenen Angaben nicht gefunden. Ich muss zugeben, dass mich diese Ecke von Roatan strandtechnisch nicht umgehauen hat. Im Vergleich zu den Isla’s de Mais in Nicaragua verliert sie haushoch. Ich habe natürlich nichts anderes von der Insel gesehen und auf der Fahrt vom Flughafen hierher waren schon einige Anzeichen dafür zu sehen, dass es hier noch weitaus schönere Strände gibt! Aber um ehrlich zu sein, habe ich auf all meinen Reisen auch keine schöneren Strände gesehen als auf Little Corn und ganz besonders Big Corn Island. Das war schon etwas ganz besonderes. Selbst der Strand auf Ko Lanta in Thailand erblasst dagegen. Hier konnte bisher nur der Privatstrand nahe Tambor in Costa Rica halbwegs mithalten. Meckern auf hohem Niveau, ich weiß.

Am späten Nachmittag bewegten wir unsere faulen Gemüter wieder ins Dorf. Dieses Mal wählten wir das Restaurant „Argentinian Grill“ aus, weil man hier direkt am Strand sitzen konnte. Heute wollten wir ganz kitschig Cocktails mit Blick auf den Sonnenuntergang genießen. Der Himmel wollte allerdings anfangs nicht so recht mitmachen. Es dauerte wirklich bis zu den Cocktails, aber dann hatte er Erbarmen und beglückte uns mit einem schmalzigen eidottergelben Sonnenuntergangsorange. Achja, für mich gab es auch hier wieder Coconut Shrimps. Nicht ganz so lecker wie im Ginger’s, aber auch ganz gut. Passend dazu dann einen Coconut Kiss. Wie jeden Abend stiefelten wir anschließend im Stockdunkel der karibischen Nacht wieder ins Cocolobo.

Tag 15: Abreisetag! Aber erst Mittags! Ich überlegte doch tatsächlich am Vormittag nochmal in den Pool zu springen, kniff es mir aber, da ich keinen nassen Badeanzug mitschleppen wollte. Wir frühstückten wieder ausgiebig und packten dann unsere sieben Sachen. Hier eine Raupe, da ein Gecko – alle kamen, um uns zu verabschieden. Das Taxi war pünktlich und brachte uns in 30 Minuten zum Flughafen, dessen Start- und Landebahn parallel zum Meer entlang führt. Spektakulärer kann man eine Insel wohl kaum verlassen. Daher gibt es zum Abschluss auch nochmal ein kleines Video. Adios Roatan!


2 Kommentare zu „Roatan – West End

  1. Da habt ihr euch ja wahrlich ein lauschiges Plätzchen für den chilligen Abschluss eurer Reise ausgesucht. Die knallbunten Häuschen und die üppige Natur sehen schon klasse aus! Und sooo einen schlechten Eindruck machen die Strände doch gar nicht 😎. Aber ich kenne natürlich das „Referenzobjekt“ in Nicaragua nicht, an dem sich alle Strände messen müssen 🤓.

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    1. Zumindest die Bilder aus Big Corn Island kennst du ja. Es ist eben schon ein Unterschied, ob der Strand noch unberührt ist oder eine Ortschaft, egal wie klein sie auch sein mag, daran gebaut ist. So schlecht ist er deshalb nicht, hast schon recht.😉

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