Europa · Kroatien

Split – Insel Brač – Split

Tag 4: Auf zur Insel! Heute machten wir einen Ausflug auf die Insel Brač. Natürlich mit der Autofähre. Wir hatten dummerweise nicht vorher geschaut, wann die Fähren fahren und so kam es, dass wir ca. 9:40 Uhr am Fährterminal von Split waren und erfuhren, dass die nächste erst um 11 Uhr startet. Wir lösten die Tickets (Auto plus 2 Erwachsene: 372 Kuna, also ca. 50€ hin und zurück – Mika kostete wieder nichts, obwohl es laut Preistabelle nur bis 3 Jahre kostenlos ist). Ich sprang noch schnell in den DM, um uns mit etwas zu Trinken zu versorgen. Wir stellten uns in die Wartespur 2 und spazierten am großen Kreuzfahrtschiff vorbei bis zum kleinen grünen Leuchtturm, der die Einfahrt zum Fährhafen bildete. Wir waren ganz allein und genossen die Aussicht, bis uns plötzlich ein Polizeiauto auf den Fersen war. Aber wie sich herausstellte, waren die ausnahmsweise mal nicht hinter uns her, sondern machten dort einfach nur Pause. Gegen 10:30 öffnete das Schiff und wir konnten drauf fahren. Ein kleines Highlight für meinen kleinen Mann. Wir suchten uns oben ein schönes Fleckchen und beobachteten, wie das Schiff ablegte. Das Wetter war wieder perfekt!

Die Überfahrt nach Supetar dauerte ca. 50 Min. und die Aussicht von der Insel hinüber auf das Festland war ein toller Anblick. Auf Brač selbst gibt es nicht allzu viele Straßen. Wir wählten die nach Bol, einmal in der Mitte durch zur anderen Inselseite und machten lediglich einen Stop oberhalb von Supetar. Brač ist die größte Insel in Dalmatien mit etwa 40 km Länge und 12 km Breite. Mit einer Fläche von 395 km² ist sie die drittgrößte Insel der Adria.

Nach rund 45 Min. Serpentinenfahrt durch das bergige Inland und durch einige süße Dörfchen hindurch erreichten wir den Ort Bol. Hier befindet sich am nördlichen Ende das „Goldene Horn“. Der kroatische Name dieses Strandes ist Zlatni Rat, den er auf Grund seines goldfarbenen feinkörnigen Kieselstrandes und seiner Sichelform erhielt. Als wir den Parkplatz erreichten, konnten wir an dessen Ende gerade mal drei Autos erkennen. Anhand seiner Größe war uns klar, was hier in der Hauptsaison los sein musste. Wir parkten und liefen durch wohlduftenden Kiefern die ca. 200 m hinunter zum Strand. Viele Leute waren nicht da und es war sehr still.

Wir suchten uns ein windgeschütztes Plätzchen und verspeisten das von Oma geschmierte Brot mit Würstchen, Gurken und Plätzchen. Wo ist ein Picknick schöner als an einem solchen Strand? Es war herrlich! Diese Ruhe und nur das Wellenrauschen. Von dort aus konnte man auf das Festland sowie die lange Insel Hvar direkt gegenüber blicken. Das Wasser war glasklar und leuchtete türkis. Ehe wir uns versahen, war Mika sockenlos auf dem Weg ins Wasser. Die Hose musste dran glauben. Beim zweiten Gang waren die Strickjacke und der Pullover fällig. Gut, dass ich vorsorglich an Wechselsachen gedacht hatte.

Die Sichelform ändert sich mit der Strömung und zeigt mal in die eine und mal in die andere Richtung. Die kleinen feinen Kiesel sind derart vom Wasser abgerundet, dass das Laufen und Liegen darauf überhaupt nicht unangenehm ist. Angeblich wächst das Horn jährlich um ganze 30 cm.

Wir suchten kleine Muscheln und vergaßen darüber fast die Zeit. Plötzlich war es 14:30 Uhr und eine Stunde später sollte unsere Fähre gehen. Die nachfolgende startet erst 18 Uhr, was uns eigentlich zu spät war. Egal, wir wollten uns nicht hetzen lassen, also entschieden wir uns für die spätere Fähre.

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Der Campingplatz war bereits geschlossen, aber die Schranke geöffnet, sodass man scheinbar dennoch dort halten bzw. parken kann. Wir gingen langsam zum Auto zurück und fuhren mangels Alternativen die gleiche Straße wieder zurück ins Inselzentrum. Oberhalb von Bol gibt es einen netten View Point, von dem man gut auf den Ort mit dem Kloster, auf die Insel Hvar und das Goldene Horn blicken kann. In Praznica bogen wir dieses Mal rechts ab und fuhren über das Dörfchen Pučišća an der hübschen Küste entlang zurück nach Supetar.

Supetar ist nicht groß. Wir stellten gegen 16:30 Uhr unser Auto in der Wartespur 1 (wir waren das erste Auto) ab und liefen zum kleinen Hafen, wo wir in einem kleinen italienischen Restaurant einkehrten.

Das Lokal war nicht sonderlich gemütlich und der Service ließ etwas zu wünschen übrig, aber das Essen schmeckte größtenteils ganz gut. Es gab Pilzsuppe, Omelette, Spaghetti Bolognese und für mich einen leckeren Calamaris-Teller.

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Die Rückfahrt verbrachten wir im Auto, da es uns oben zu ungemütlich war. Es war stockdunkel im Frachtraum und wir beobachteten „Gespenster“ mit ominösen Taschenlampen. Am Fährterminal angekommen drehten wir eine Runde und reihten uns in einer Wartespur der ersten Fähre direkt gegenüber von Enterprise Car ein. Die Übergabe verlief zügig und problemlos, sodass wir schon kurz nach acht wieder im Apartment waren.

2 Kommentare zu „Split – Insel Brač – Split

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