Asien · Georgien

Batumi – Kutaissi

Tag 14: Schweren Herzens packten wir die Koffer. So richtig Lust auf den Heimflug morgen früh hatten wir nicht, auch wenn das Wetter gerade etwas doof war. Wieder auf Arbeit zu müssen, ist blöder. Nach dem Frühstück lümmelten meine beiden Männer noch etwas rum, der eine konnte sich nicht vom Bett, der andere nicht von der Aussicht lösen. Ich packte die Taschen.

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Irgendwann zwischen 10 und 11 Uhr ging es los. Es regnete. Die Fahrt war recht unspektakulär. Viele Kühe, Schweine, Hühner und manchmal auch Menschen auf der Straße. Aber daran hatten wir uns mittlerweile gewöhnt. Wir fuhren sogar ein Stück der neuen Autobahn, die irgendwann mal Batumi mit Kutaissi und sogar Tiflis verbinden wird. Irgendwann. Zur Zeit ist das Stück noch sehr kurz und auch nur in eine Richtung befahrbar (keine Ahnung warum, da alles fertig ist). Verkehr war entsprechend kaum vorhanden. Leider war es auch hier trist und grau.

Wir kamen gegen 15:00 Uhr am Best Western in Kutaissi an. Man kannte uns. Wir checkten ein und gingen dann erstmal ins Bistro etwas essen. Es war wieder sehr lecker. Danach überlegten wir, was wir mit dem restlichen Nachmittag anfangen könnten. Der Plan sah einen Ausflug ins nur unweit entfernte Gelati Monastery und/der Motsameta Monastery zu fahren. Aber es goss in Strömen und sah nicht so aus, als würde es heute noch aufhören (tat es auch nicht). Wir ließen es also sein und faulenzten einfach bis zum Abend auf dem Zimmer. Das war dieses Mal etwas kleiner, aber genauso sauber und komfortabel, wie an unserem ersten Tag. Da unser Flug 6 Uhr morgens ging, bestellten wir an der Rezeption ein Taxi für 4 Uhr vor. Das heißt 3:20 Uhr aufstehen. Wir aßen am Abend nochmal eine Kleinigkeit im Bistro und versuchten, spätestens 22 Uhr zu schlafen. Bei dem einen hat es mehr, bei dem anderen weniger gut geklappt.

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Die Nacht war kurz und das Taxi pünktlich. Wir zahlten auch nur die regulären 10 Euro, es sind also nicht alles Gauner. Auf dem kleinen Mini-Flughafen war es überraschend voll, auch wenn zu dieser Zeit nur unser Flieger nach Berlin ging. Heute sollten generell nur 3 Flieger gehen, einer noch am Nachmittag und einer spät abends. Es waren unzählige Einheimische da, die wahrscheinlich die mit diesem Flieger ankommenden Passagiere abholen wollten. Aber auch der Check-In-Schalter bzw. die Security-Schlange war sehr lang. Viele waren früher als wir vor Ort. Aber lange warten mussten wir nicht und hatten im Warteraum sogar noch etwas Zeit im Duty Free zu bummeln. Der Flug war sehr ruhig. Mika hat Dreiviertel des Fluges verschlafen und auch wir haben ab und zu etwas genickt. Sogar ich, die sonst auf Flügen nie ein Auge zu bekommt. Überpünktlich hatte uns Berlin Schönefeld wieder, wo uns 30 Minuten später ein Taxi sicher nach Hause brachte.

Georgien…was soll ich sagen, du hast uns in jedem Fall positiv überrascht. Wir hatten nicht viel erwartet. Tobi noch weniger als ich. Aber du warst so vielseitig, wunderschön, entspannt und abenteuerreich, dass es besser kaum hätte sein können. Am besten hat uns dein Landschaftsreichtum gefallen: die hohen Berge des Kaukasus‘, die Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan, das wein-verwöhnte Kachetien, die grünen Wälder im Borjomi Nationalpark und natürlich die Schwarzmeerküste mit dem schönen trubeligen Batumi. Ich weiß nicht, ob wir nochmal wieder kommen, aber ich bin sicher, dass es dann ganz anders sein würde. Georgien liegt im Trend und wird sich schnell verändern. Wann der richtige Zeitpunkt ist, Georgien zu besuchen? Genau jetzt!

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