Asien · Georgien

Batumi – endlich am Meer!

Tag 10+11 (Teil 1): An unserem ersten Tag in Batumi ließen wir mal so richtig die Faultiere raushängen. Lange schlafen, halb elf frühstücken, im Hotelrestaurant zu Abend essen und sonst nur faul im Bett rumlümmeln. Es war sowieso viel zu heiß, um sich viel zu bewegen, schätzungsweise 32 Grad, und wir hatten aus dem Fenster bestes Fernsehprogramm.

Daher geht es hier auch gleich mit Tag 11 weiter, an dem wir vormittags unser Auto schnappten und südwärts durch Batumi fuhren. Wir waren erstaunt, wie lang der Boulevard am Strand ist – ganze 7 km soll er umfassen. Bereits 1881 wurde die Promenade angeordnet und der Bau von den beiden deutschen Landschaftsgärtnern Reisler und Reyer begonnen. Am Ende kommt dann irgendwann der internationale Flughafen von Batumi, wo knapp über der Wasseroberfläche die Maschinen rein segeln. Wir tankten dort in der Nähe und kehrten um. Auffällig waren die interessante Architektur, die viele Kunst am Straßenrand oder The White House up side down.

Am südlichen Ende des Boulevards stoppten wir und kühlten unsere Füße im schwarzen Meer ab. Es war noch richtig schön warm.

Wieder ein kleines Stück weiter suchten wir uns einen Parkplatz und schlenderten auf die Promenade, wo wir uns unter einer Art Leuchtturm etwas gekühltes zum Trinken gönnten.

Mika fielen die umgebauten Promenaden-Motoroller als erstes auf und er wollte unbedingt damit fahren. Wir mieteten uns daher so ein Teil für 25 Lari an und düsten den Boulevard bis zur Spitze vor. Hinwärts Tobi, zurück dann ich. Das Teil ist sowas von fetzig und macht irre Spaß!

Die Promenade ist wunderschön gestaltet. Es gibt einen sehr breiten von Palmen und Bänken gesäumten Fußweg und extra einen roten Radweg für die zahlreichen Fahrzeuge (Roller, Fahrräder, Familienräder, usw.), die man überall entlang des Boulevards mieten kann. Die 30 Minuten vergingen wie im Flug. Anschließend spazierten wir noch ein wenig am Ardalan-See entlang, zurück zum Auto.

Das hufeisenähnliche Gebäude ist bereits jetzt das Wahrzeichen Batumi’s, obwohl es noch nicht fertig gestellt ist. Überall wird mit dem neuen Alliance-Building geworben, weshalb ich bereits am Flughafen in Kutaissi dachte, dass es das längst gibt, als ich die riesige Reklametafel sah. Der weiße in sich gedrehte Turm ist das futuristisch anmutende Justizministerium.

Auf dem Heimweg streiften wir noch das ‚Black Sea Gate‘, das witzigste und futuristischste Mc Donald’s Gebäude, dass ich je gesehen habe und beinahe ein beklopptes Gör, dass nichts besseres zu tun hatte, als mitten auf der Straße zu spazieren. Auf dem Bild sieht man übrigens auch sehr gut, wie sehr sich die Georgier an den Fahrbahnmarkierungen orientieren. Nämlich gar nicht.

Hier noch zwei Kontrastfotos zu den schicken Neubauten. Arm und Reich direkt nebeneinander, das sieht schon sehr grotesk aus. Die Stadt möchte, dass die alten Plattenbauten neuen schicken Architekturwundern weichen. Verständlich, aber was wird dann aus den Bewohnern?

Fortsetzung folgt…

 

 

 

2 Kommentare zu „Batumi – endlich am Meer!

  1. Moderne Architektur, klasse Street Art, Strand und Meer. Da! MUSS! Ich! Hin! Habe eben schon mal spaßeshalber nach Flügen geschaut. Da scheint von Berlin aus ( so die Recherche über Skyscanner) nur Turkish Airlines via Istanbul hinzufliegen. Hattest du nicht bei einer etwas unbekannteren Airline gebucht?

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