Asien · Georgien

Tbilisi (Tiflis)

Tag 6: Den heutigen Tag ließen wir wieder ruhig angehen. Das Laerton Hotel ist wirklich klasse: tolles schickes Zimmer mit Balkon und Teilblick über die Stadt, sehr edles Foyer, Frühstücksterrasse in der 6. Etage mit Rundumblick über Tiflis und einen superschönen Spa-Bereich. Letzteren machten Mika und ich nach dem Frühstück unsicher. Der Pool war leider saukalt, sodass wir uns in den Jacuzzi verzogen. Bei molligen 37 Grad hielten wir es dann auch eine ganze Weile aus. Wir hatten den Spa-Bereich für uns alleine. Später kam eine Russin, die auch etwas Deutsch konnte und mit der ich mich etwas unterhalten habe. Draußen war es wieder brechend heiß, sodass wir überhaupt keinen richtigen Antrieb fanden, das Hotel zu verlassen. Hier der Ausblick vom Balkon und unser Zimmer.

Gegen 16 Uhr machten wir uns dann aber doch los. Unser Ziel war der knapp 800 m hohe Mtazminda („heiliger Berg“), den wir vom Balkon aus sahen und auf dem sich der 1972 eröffnete und nachts bunt erleuchtete 275 m hohe Fernsehturm befindet. Es führt auch eine Standseilbahn (1905 eröffnet) hinauf, aber wir nahmen natürlich die Serpentinenstraße. Ach, was verwöhnt mich Georgien mit solchen Straßen.

Wir waren relativ spät dran und es war innerhalb der Woche, weshalb oben nicht mehr ganz so viel los war. Auf dem Berg befindet sich der Mtazminda Park, ein Freizeitpark mit vielen Fahrgeschäften und einem riesigen Riesenrad, das nachts ebenfalls bunt erleuchtet und von halb Tiflis zu bewundern ist. Der Eintritt ist frei, aber man sollte am Eingang eine wieder aufladbare Karte kaufen, wenn man vor hat, die Karussells zu nutzen. Die Preise für die Fahrgeschäfte sind sehr niedrig. Eine Fahrt kostet meist weniger als einen Euro. Gabriela, falls du es mit deinem Sohn hin schaffst, dann schicke ich dir die Karte gerne. Einen Stadtplan von Tiflis habe ich auch.

Als erstes steuerten wir das Riesenrad an, dass seinem Namen alle Ehre macht. Um ungestört fotografieren zu können, schickte ich meine beiden Helden ins Riesenrad.

Ich sah mir den Spuk unter’m Riesenrad in aller Ruhe etwas genauer an.

Die Aussicht war atemberaubend. Wir hatten ja bereits einen Eindruck davon, wie riesig Tiflis ist, aber von oben war das nochmal etwas ganz anderes. Nachdem die Fahrt zu Ende war (eine Runde dauert doch recht lang, da es sich sehr langsam dreht), spazierten wir weiter und entdeckten dabei gruselige Monster, die sich auch noch bewegten und Geräusche machten.

Für die Kinder wird unwahrscheinlich viel geboten. Aber auch für Erwachsene gibt es einiges: Achterbahn, Wildwasserrutsche, Geisterbahn, Irrgarten, Autoscooter, usw. Wir gingen wieder bis zur Aussichtsplattform, von wo man einen herrlichen Blick über die Altstadt besitzt. Hier die Sameba-Kathedrale. Rechts davor ist der Präsidentenpalast zu erkennen.

Die aus dem 3. Jhd. stammende Nariqala Festung, von der man auch einen herrlichen Blick hat und zu der eine Seilbahn hoch fährt.

Und natürlich die Konzerthalle und das auffällige Justizministerium. Beides sind sehr beeindruckende Gebilde.

Aber auch die anderen Ausblicke konnten sich sehen lassen. Nun wirkte die Stadt gar nicht mehr so trist und versmogt, sondern historisch und modern. Bei einem Städtetrip sollte man wahrscheinlich mindestens drei volle Tage einplanen. Es gibt noch zahlreiche andere Monumente, Kathedralen, Klöster und Museen, die sehenswert sein sollen, u.a. das MoMa Tbilisi und der Botanische Garten.

Direkt auf der Plattform gab es ein Restaurant, in dem wir dann unser Abendessen einnahmen. Sehr lecker!

Mika eroberte derweil den Ausguck und ich gesellte mich unter die Selfie-Maker, von denen es dort jede Menge gab.

Wir schlenderten vollgefuttert zu den Fahrgeschäften und gönnten dem Kleinen ein paar Fahrten: mit Papa in den Bienen-Flieger, mit Mama ins alte historische Karussell (vor den alten knatternden Gäulen schob er dann voll Panik) und alleine in die Jeep-Bahn und auf’s Trampolin. Mittlerweile war es dann auch dunkel.

Wir machten uns auf den Heimweg, der im Dunkeln und bei dem Hauptstadtverkehr eine echte Herausforderung war. Kurz vorm Hotel hielten wir dann aber doch nochmal an einem Aussichtspunkt, da der Anblick einfach zu schön und die Luft jetzt sehr viel angenehmer war.

2 Kommentare zu „Tbilisi (Tiflis)

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