Europa · Schweden

Stockholm – Berlin

Tag 4: Abreisetag! Ich wollte 12 Uhr am Busbahnhof sein, da mein Flieger gegen 15 Uhr starten sollte. Ich frühstückte also sehr ausgiebig, packte dann meine sieben Sachen und checkte aus. Das Wetter war wieder grandios! Ich spazierte bei perfekten Temperaturen ein letztes Mal nach Gamla Stan rüber und verabschiedete mich so vom kleinen hübschen Riddarholmen. Mein Streifzug führte mich wieder quer durch die Altstadt bis zum Stortorget, vorbei an hübschen Cafés, süßen Briefkästen und witzigen Telefonzellen.

Ich bog in eine kleine unscheinbare Seitengasse und dann durch eine geöffnete Pforte in einen kleinen Innenhof hinter der finnischen Kirche ein. Und dort entdeckte ich sie: die kleinste Sehenswürdigkeit Stockholms. Der kleine Järnpojke, auch als Iron Boy bekannt („kleiner Junge, der auf den Mond sieht“) ist gerade mal 15 cm hoch und wurde bereits 1954 vom schwedischen Künstler Liss Eriksson erstellt. 1967 wurde er dann hier an dieser Stelle eingeweiht und seitdem wird er von den Stockholmern herzlich umsorgt und bei kühlerem Wetter sogar mit Mütze und Schal versorgt. Es heißt, er habe magische Kräfte, weshalb man ihm etwas Geld da lassen sollte. Dies bewirkt Reichtum oder bei Frauen auch Fruchtbarkeit. Wenn man dem Kleinen dreimal über den Kopf streicht (er glänzt daher richtig hell) und sich dabei etwas wünscht, geht es noch im gleichen Jahr in Erfüllung. Läuft man dreimal gegen den Uhrzeigersinn um ihn herum, kommt man ganz sicher zurück nach Stockholm. Nun ja, ich habe leider keines von den drei Ritualen durchgeführt, aber dafür habe ich ihm die Mütze wieder auf den Kopf gesetzt, die der Wind herunter geweht hatte. Dafür erntete ich ein paar Aaah’s und Oooh’s einer gerade eingetroffenen Free Walking Tour – Gruppe und das sollte doch zumindest auch ein bisschen Glück bewirken.

Ich zog weiter durch die kleinen hübschen Gassen. Ich passierte das Schloss und nahm diesmal die andere Brücke, die Strömbronn, nach Norrmalm hinüber. Ich spazierte durch den gesamten Kungsträdgården, in dem gerade eine Gewerkschaftsveranstaltung war. Überall Trillerpfeifen und Absperrungen. Just in diesem Moment liefen auch zahlreiche Läufer in Trikots an mir vorbei. Ich passierte die Kunstgalerie, bog um die Ecke und befand mich mitten in der Einkaufsstraße Hamngatan. Von dort ging es immer geradeaus bis zum Hauptbahnhof, neben den sich auch der T-Centralen, der Busbahnhof, befindet. Der erste Bus war leider voll, aber 10 Minuten später saß ich im nächsten Flygbussarna zum Flughafen. Natürlich hatte mein Flug mit Air Berlin 1:15 Std. Verspätung, aber im Gegensatz zu einigen anderen gecancelten Flügen kam ich wenigstens noch taggleich nach Hause. Schön war’s!

2 Kommentare zu „Stockholm – Berlin

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