Europa · Portugal

Sesimbra – Lissabon – Berlin

Tag 17: Abreisetag! Immer wieder blöd! Wir waren die letzten Wochen mental so weit weg vom Alltag, dass wir eigentlich nicht zurück möchten. Glücklicherweise haben wir für morgen noch einen relaxten Tag zu Hause eingeplant, sodass die erste Arbeitswoche mit zwei Tagen annehmbar kurz ist. Aber bevor es soweit ist, haben wir noch fast einen ganzen Tag im schönen Portugal, dass uns den Abschied nicht leicht machen will.

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Leider war Mika heute schon besonders früh wach, schätzungsweise gegen fünf. Ausgerechnet heute, wo uns ein so langer Tag bevor steht. Keine Ahnung warum, aber er war einfach mopsfidel und hatte natürlich nichts besseres zu tun, als uns zu wecken. Ein Weilchen später genossen wir erstmal ganz gemütlich gegen halb neun das umfangreiche Frühstücksbuffet unseres Hotels. Mit Blick auf den Pool unter dem Pool bzw. das Überlaufbecken. Danach schickte ich die Männer los, damit ich in Ruhe packen konnte. Kurz vor 12 Uhr checkten wir aus und kämpften uns durch den Verkehr bis nach Almada vor, dass Lissabon auf der anderen Tejo-Seite gegenüber liegt. Irgendwann tauchte die imposante Christo Rei Statue vor uns auf und wir bahnten uns den nicht ganz leicht zu findenden Weg durch die hügelige Stadt auf den Berg hinauf. Oben angekommen fuhren wir auf den fast leeren riesigen Parkplatz, der wie immer nichts kostete. Wir hatten ungefähr 27 Grad und einen wunderbaren Foto-Himmel. Natürlich nicht zu vergessen die fantastische Aussicht auf die Ponte 25 de Abril und Lissabon. Mit Worten ist dieses Panorama fast nicht zu beschreiben!

Die Christo Rei Statue ist mit 28 m Höhe die sechsthöchste Christus-Statue der Welt und stellt Christus mit geöffneten Armen dar, der sich der Brücke des 25. April und der Stadt Lissabon zuwendet. Sie steht auf einem 75 Meter hohen Sockel, der sich 113 m über dem Tejo befindet. Das Monument ist eines der höchsten Gebäude Portugals und die wichtigste Sehenswürdigkeit des Kreises Almada. Wegen ihrer Höhe ist die Statue einer der besten Aussichtspunkte auf Lissabon. Zusammen mit Fátima und Santiago de Compostela wird die Statue in Portugal zu den drei wichtigsten Wallfahrtsorten der iberischen Halbinsel gezählt. Daher dröhnten wohl auch aus zahlreichen Lautsprechern Kirchengesänge, die uns in andächtige Stimmung brachten. Die bekanntere Christusfigur in Rio de Janeiro ist übrigens nur zwei Meter höher und damit auf Platz fünf. Wer an dem Ranking interessiert ist, der möge bitte hier schauen: Liste der höchsten Christus-Statuen. Aber egal welche Platzierung das Teil auch hat, es ist unglaublich beeindruckend und man wird automatisch in Ehrfurcht versetzt. Die dramatischen Klänge tun ihr Übriges.

Der Bau begann kurz nach Kriegsende im Dezember 1949 und dauerte ganze zehn Jahre. Die Statue selbst ist das Werk eines Bildhauers und wurde nicht, wie mein Göttergatte selbstbewusst annahm, aus Beton gegossen.

Wir schlenderten noch eine ganze Weile auf dem Plateau herum und konnten uns an der Kulisse nicht satt sehen. Einfach nur atemberaubend schön. Als wir uns irgendwann doch loslösen konnten, setzten wir uns noch ein bisschen in das dort ansässige Café und tranken etwas. Die Beschallung macht im Übrigen auch nicht vor den Toiletten halt.

Gegen 14:30 Uhr wurde es dann leider doch langsam Zeit in Richtung Flughafen aufzubrechen.

Wir überquerten die Ponte 25 de Abril und waren ca. 30 Minuten später am Terminal 1, wo wir unseren treuen vierrädrigen Freund an Sixt übergaben. Alles lief wie am Schnürchen. Mit dem Bus fuhren wir dann zum Terminal 2 (der „D-Terminal“ von Lissabon, wenn ihr versteht, was ich meine). Die Zeit verging wie immer auf Flughäfen – nämlich langsam, aber irgendwann war dann doch das Boarding und wir durften sogar als Erste in den Flieger, obwohl wir nicht Priority gebucht hatten. Vielleicht lag es daran, dass Mika und ich ständig dem Bodenpersonal der Nachbar-Gates im Weg standen. Insgesamt sind wir dann aber doch erst eine Stunde später in die Luft gegangen, sodass der bevorzugte Einstieg für den Popo war. Scheinbar hatte der Pilot es auch ein wenig eilig, denn er holte die Hälfte der Verspätung wieder rein, sodass wir kurz vor 00:00 Uhr den Flughafen Schönefeld verließen. Wir gönnten uns für 22 Euro ein Taxi und freuten uns alle riesig auf unser Bett. Es war, wie so oft, eine unvergessliche und entspannte Reise. Schön, dass ihr mitgereist seid, wenn auch nur virtuell.

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