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Tag 12: Luz – Cabo de São Vicente – Luz

Das Cabo de São Vicente (Kap Sankt Vinzenz) bei Sagres, ca. 25 km von Luz entfernt, bildet gemeinsam mit der benachbarten Ponta de Sagres die Südwestspitze des europäischen Festlands. Nachdem wir in Tarifa schon am südlichsten Punkt waren, durfte das Kap nun natürlich nicht fehlen. Die Algarve endet dort in einer äußerst beeindruckenden felsigen, bis zu 70 Meter hohen Steilküste mit karger, baumloser Vegetation. Das Kap gilt als heiliger Ort, wie Menhire (Steinsetzungen) in der Umgebung zeigen. Zu Zeiten der Phönizier soll er der Gottheit Melkart geweiht gewesen sein. Die Griechen nannten den Ort Ophiussa (Land der Schlangen), von den Römern wurde er Promontorium sacrum (Heiliges Vorgebirge) genannt, als magischer Ort am Ende der Welt, an dem die Götter wohnen und die Sonne im Meer versinkt. Ein schöner Gedanke! Die Christen benannten die Küstenspitze später aber passenderweise nach dem Heiligen Vinzenz von Saragossa, einem Schutzpatron der Seefahrer. Der Legende nach soll dort im Jahr 304 der Leichnam des Märtyrers in einem Boot angetrieben und geborgen worden sein. Auf dem Cabo de São Vicente befindet sich ein Leuchtturm, dessen Lichtkegel 32 Seemeilen (knapp 60 Kilometer) über den Atlantik reicht und der als der lichtstärkste Leuchtturm Europas gilt. Die Route um das Kap gilt als einer der weltweit am meisten befahrenen Seewege. Glücklicherweise waren wir bereits um 9 Uhr am Leuchtturm und konnten die Idylle noch relativ unbehelligt genießen. Schon eine halbe Stunde später rauschten die ersten Reisebusse und gefühlt hunderte Wohnmobile an. Mika ist ja prinzipiell großer Fan dieser Fahrzeuge (Bus und „Bonnebiel“), sodass ein kurzer Abstecher in einen geöffneten Reisebus in die Hände eines freundlichen Busfahrers unumgänglich war. Der Leuchtturm öffnete um Zehn und wurde daraufhin von einer deutschen Rentner-Reisegruppe sowie zahlreichen französischen Campern erobert. Wir sahen schleunigst zu, dass wir uns vom Acker machten. Für eine Bratwurst an der berühmten Imbissbude „Letzte Bratwurst vor Amerika“ war es uns noch zu früh. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was nachmittags oder generell in der Hochsaison hier am Kap abgeht. Das muss unerträglich sein. Den Rest des Tages verbrachten wir in unserem Apartment und im neu entdeckten wunderschönen Innenpoolbereich der Anlage, den wir ebenfalls ganz für uns allein hatten. Das Wasser dort war angenehm warm für Mika und der inkludierte Whirlpool war ein Erlebnis für die gesamte Familie. Einfach nur herrlich entspannend. PS: Das letzte Bild ist übrigens von einer typischen Touri-Pottery, wovon es zwischen Lagos und dem Kap mindestens drei gibt, aber ich fand die Verzierungen einfach nur hübsch! Drin waren wir bisher nicht.

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