Lateinamerika · Nicaragua · Reisen

Tag 3: Granada – Vulkan Mombacho – Granada

Wir waren beide kurz nach 6 hellwach, Nachwirkungen des Jetlags, und dementsprechend Punkt 7 beim Frühstück. Heute habe ich das Tipico probiert, ein typisch nicaraguanisches Frühstück mit Eiern, Reis, Bohnen und gebackenen Bananen. Es war gewöhnungsbedürftig, aber energiereich und hat satt gemacht. Christiane probierte das typisch europäische Frühstück: Pancakes mit Ahornsirup. Die Nicas wieder…was die so denken. Punkt 9 waren wir dann wie verabredet an der Rezeption und wer nicht kam, war der Fahrer. Nach fast 40 Min. war er dann aber doch da und es ging los. Auf einer Seitenbank in einem Van mit noch einem australischen Backpacker, einem älteren deutschen Rentnerpaar, die bereits seit 5 Wochen in Nicaragua umherreisen, sowie einem weiteren englischsprechenden jungen Pärchen ging es dann bis zum Eingang des Nationalparks. Dort stiegen wir um in ein Eco-Movil, einem großen Mercedes Benz LKW mit einem riesigen Metallaufsatz hinten drauf, auf dem ca. 20 Sitzplätze angebracht waren. Ok, dachten wir uns, das wird lustig. Also setzen wir uns ganz vorne hin. Das Teil war ohrenbetäubend laut und die Reifen riesig. Erst war alles jut, wir jagten eine schmale Straße rauf. Doch dann wurde es steiler und steiler und STEILER. Eigentlich mehr als steil. Manchmal dachte ich, wir kippen hinten über. Einfach nur Wahnsinn, was die da für eine „Straße“ gebaut haben. Nach einer gefühlt endlosen Fahrt mit festgekrallten Händen waren wir dann endlich oben auf dem Vulkan, auf 1200 m. Es geht noch ein kleines Stück höher, aber dann nur zu Fuß. Wir machten eine Toilettenpause und pünktlich zum stockdunklen Plumpsklo kam auch der Durchfall. Ein Träumchen. Maybe the Gallo Pinto? Who knows!
Dann ging’s nach einer kurzen Inforunde los. Es gibt 3 Wanderrouten und wir nahmen die kürzeste, den 1,5 km Rundwanderweg um den Krater 1. Insgesamt besitzt der Mombacho 3 Krater. Das Klima war sehr angenehm, ich schätze mal 15-20 Grad und etwas windig. Sehr erholsam nach Granadas Affenhitze. Wir hielten oft, denn unser Guide Carlos hatte viel zu erzählen. Und das erste Sloth (Faultier) ließ auch nicht lange auf sich warten. Ohne Guide hätten wir es nie und nimmer erblickt! Flecktarn ist ein Scheißdreck dagegen.

Und weiter ging’s. Hoch, runter, hoch und wieder runter, usw. Irgendwo sahen wir dann noch ein Sloth, dass erstaunlich rege war. Es schaffte es in 5-10 Min. von einem Baum zum anderen.

Und wieder weiter, immer durch feuchten Nebelwald (Cloud Forest). Irgendwann verließen wir diese Zone und es wurde plötzlich sehr trocken und wieder heiß. Eine wunderbare Aussicht auf Granada, den Nicaragua See und die Isletas erhob sich vor uns. Leider war es sehr diesig, sodass die Fotos eher mittelprächtig geworden sind. Man konnte aber gut die Laguna de Apoyo (Kratersee beim Vulkan Masaya) und den aus dem Masaya aufsteigendem Rauch erkennen. Hier und da stieg auch schwefelhaltiger Dampf auf dem Mombacho aus Erdlöchern auf und die Erde war dort sehr heiß. Wir erholten uns etwas und genossen den Ausblick.

Und danach ging’s, wie befürchtet, ganz steil wieder rauf. Ich hab’s gehasst, war dann aber doch ein bisschen stolz auf mich, als ich wieder oben auf dem Parkplatz ankam.

Die Fahrt bergab ging wahnsinnig schnell und manchmal gab der Fahrer sogar trotz 30-40 Grad Gefälle sogar noch Gas. Einfach nur krank. Dennoch, ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Heil wieder im Hotel angekommen…na, ihr könnt’s euch denken? Na klar: Pool-Time!!! Es war sooo herrlich!

Wir buchten noch unsere Flüge zu den Corn Islands. Leider zu spät, denn es gab keine Flüge mehr für unseren geplanten Ruckreisetag. Wir dachten nicht, dass Osterdienstag so begehrt sein würde. Ergo haben wir nun eine Nacht in Big Corn Island dran gehangen und die Unterkunft (Casa Aromansee) direkt am Ufer der Laguna de Apoyo storniert. Die Flüge waren mit 212€ p.P. nicht gerade billig, aber da es genau über Ostern ist, war es fast zu befürchten. Nach dem ausgiebigen Planschen im Pool bestiegen wir gegen 17 Uhr für 1 Dollar p.P. den Glockenturm der Kirche La Merced direkt ggü. unseres Hotels. Das Sonnenuntergangslicht war toll und der Ausblick über Granada wunderschön! Wir hielten uns eine ganze Weile oben auf.

Danach bummelten wir zur Fußgängerzone hinter der Kathedrale und aßen dort in einem der Lokale zu Abend. Es war ein Mexikaner und wir aßen Enchiladas und Quesadillas. Leute gucken war dort tierisch interessant und man fühlt sich durch Oldie-Musik aus allen Türen in die 70er Jahre versetzt. Wir fanden es toll, wenn auch mit ca. 10 Dollar pro Essen nicht wirklich günstig für Nicaragua.

Als wir wieder zurück beim Hotel waren, dachten wir uns auch, dass wir lieber mal die Straßenstände vor der La Merced durchprobieren hätten sollen. Nunja, next time. Ich schmiss mich noch eine halbe Stunde in den Pool und dann war der Tag auch schon fast rum.

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