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Tag 8: Ankaran (Slowenien) – Trieste (Italien) – Dolomiten (Südtirol / Italien)

Eins gleich vorneweg: heute gibt es Fotos Fotos Fotos. 1. weil wir sonst nicht so viel erlebt haben und 2. weil Trieste wirklich sehr schön ist. Und wie ihr nun sicher schon erraten habt, haben wir Piran weggelassen und uns dafür Trieste gewidmet. Das lag immerhin schon mal auf dem Heimweg und wir konnten uns so ein klein wenig mehr Zeit lassen. Piran kommt dann eben später irgendwann dran – vielleicht, wenn man mal die kroatische Küste runterfährt. Wir checkten also direkt nach dem Frühstück aus. Der Preis für die drei Nächte lag insgesamt bei 100,84 Euro. Trieste liegt nur ein paar km von Ankaran entfernt, sodass wir nicht länger als 30 Min. dorthin unterwegs waren. Wir fuhren zielstrebig zum riesigen Hafen und fanden dort nach ein bisschen Sucherei auch einen schönen Parkplatz für unser Monstrum in der Nähe des Aquariums. Wir zogen 2 Parkscheine für je 2 Euro und hatten somit bis 13 Uhr Zeit, um die Stadt zu erkunden. Wir liefen erst eine Weile am Ufer des wirklich sehr großen Yachthafens entlang und bogen dann ggü. der Fährterminals ins Stadtinnere ein. Triest war von 1382 bis 1919, mit kurzen Unterbrechungen, unter habsburgisch-österreichischer Herrschaft und diese 500 Jahre haben natürlich im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen. Während unseres Spaziergangs durch das Zentrum haben wir manchmal fast vergessen, dass wir nun in Italien sind. Die Architektur der Häuser und Paläste ähnelt vielmehr der von Wien oder Prag als der von Venedig oder Rom. Durch den immens großen Hafen und seiner stragisch günstigen Lage war Triest die Boomtown des. 18. und 19. Jahrhunderts. Sie war praktisch der einzige Mittelmeerzugang des damaligen Österreichs und galt u.a. als literarisches Zentrum Mitteleuropas. Leider änderte sich dies mit dem Zerfall der österreich-ungarischen Monarchie und Trieste wurde in eine Randlage gedrängt, die es nicht verdient hatte. Es wurde zusammen mit Istrien später zum ständigen Zankapfel zwischen Italien und Jugoslawien und durch die Abwanderung der Jugend, die keine Perspektive mehr sah, wurde die Stadt schließlich zu der mit dem höchsten Durchschnittsalter Italiens.
Weitere Fotos von der Hafenpromenade:

 
Die monumentale „Piazza Unità d’Italia“ mit dem pompösen Rathaus:

Die Flaniermeile „Via XX Settembre“ – Jugendstil in Triest:

Echte italienische Schuhe für Mika? Nein, wohl doch nicht.

Spaziergang durch die Gassen der Altstadt:

Eine alte Stadtmauer?

Zurück am Hafen – Rundgang beendet:

Heute versteht sich Trieste als Tor Italiens zu Osteuropa und beginnt seine Lage als Vorteil zu nutzen. Wir persönlich können nur jedem zu einen Besuch raten, da es sehr viel zu sehen gibt, die Gebäude unglaublich gut erhalten sind und auch die landschaftliche Lage zumindest bei sonnigem Wetter ein wahrer Mittelmeertraum ist.
Unsere Tour ging dann weiter über die faszinierende Küstenstraße zur Autobahn A4, dann über die A28 und die A27 in Richtung Norden, an Belluno vorbei und durch Cortina d’Ampezzo durch, in die Dolomiten hinein. Die Landschaft war grandios und ist nicht mit Worten zu beschreiben. Leider konnte ich hiervon nicht wirklich gute Fotos machen, da ich 1. die Fahrerin war und es 2. anfing zu regnen, als wir die schönsten Felsformationen passiert hatten. Wir stoppten nur 2-3 Mal, um einzukaufen oder um Tobi eine Zigarettenpause zu gönnen. Mika dauerte die Fahrt heute zu lang und er wurde ab Cortina sehr ungemütlich. Leider zog sich die Strecke sehr, da sie äußerst kurvenreich war, doch gegen 16:45 Uhr erreichten wir schließlich doch noch unser heutiges Etappenziel, das wir uns in der ADAC-Broschüre herausgesucht hatten: den Campingplatz in Toblach bzw. auf italienisch: Dobiacco. Im Prinzip war uns egal, wie er aussieht, da wir ja wirklich nur übernachten wollen, aber als wir sahen, wie idyllisch der kleine Platz liegt, waren wir ganz aus dem Häuschen. Der Campingplatz liegt an einem wunderschönen türkisblauen Bergsee, umringt von hohen Gebirgsketten.
Der Toblacher See (Lago di Dobiacco) liegt knapp 1200 m über dem Meeresspiegel und an der Grenze wischen zwei Naturparks: dem Naturpark Sextner Dolomiten und dem Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Der kleine Alpensee im Hochpustertal entstand in der Zeit des Altertums durch zahlreiche Felsstürze und sein Zu- und Abfluss ist die Rienz. Der See ist auch eines der wenigen Rieselfelder (Feuchtgebiete), die es in den Alpen gibt.
Fotos gibt es dann im morgigen Beitrag. 😉

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