Asien · Reisen · Türkei

Tag 9: Istanbul – Basarviertel

Unser letzter voller Urlaubstag ist nun leider angebrochen. Für heute hatten wir uns noch die beiden Basare vorgenommen. Wir genossen noch ein letztes langes ausgiebiges Frühstück und die Frühstücksfrau schäkerte noch ein bisschen mit Mika herum. Wir sagten ihr lieber nicht, dass wir heute zum letzten Mal da sind. 😉 Nach dem Frühstück und einem kurzen Boxenstop auf dem Zimmer sind wir dann auch gegen 09:30 Uhr schon los zur Tram und 5 Stationen bis nach Beyazit gefahren. Die Tram war schön leer und das Wetter war wieder mal grandios. In Beyazit ausgestiegen, sahen wir auch schon direkt gegenüber die diversen Eingänge zum Großen Basar (oder auch gedeckten Basar). Dabei handelt es sich um ein kleines Gassenviertel, das mit bunt verzierten Gewölbedecken überdacht ist. Man könnte es mit einem Souk vergleichen, nur eben mit festem Dach. Wir gingen noch ca. 50 m zurück zu einer Moschee mit sehr alten kleinem Friedhof. Direkt daneben befand sich eine Art Hinterhof, in dem gemütliche Shisha-Cafè’s versteckt waren. Eine Kollegin erzählte mir davon und auch im Reiseführer wurde es erwähnt. Es war ganz heimelig und entspannt dort, aber wir verweilten nicht, sondern gingen nach einem kurzen „Kreis-Lauf“ zurück zum Haupteingang des Großen Basars. Die Gewölbe waren wirklich sehr hübsch und man sah ihnen ihr Alter an. Der Basar schien noch nicht lange geöffnet zu haben, denn es war noch recht leer. Umso angenehmer war ein Spaziergang durch das Gassenlabyrinth. Alle Geschäfte hatten zwar auf, aber es war recht dunkel und die Besitzer waren meistens noch in ihre Morgengespräche mit dem Nachbarn verwickelt. Ich hatte auch allgemein den Eindruck, dass wir wegen des Kindes vielleicht weniger „belästigt“ wurden, als es sonst der Fall gewesen wäre. Kann aber auch Einbildung sein. Mika selbst kam jedenfalls auch hier im Basar wieder super gut an. 😉 Ich haben mich sehr zusammengerissen und nichts gekauft. Tobi war sehr stolz auf mich. Aber grundsätzlich hätte ich mich totshoppen können…herrliche Pashmina Schals, bunte orientalische Lämpchen, recht hübsche Taschen. Die Farbenpracht zieht einen in ihren Bann. Nach 15 Minuten waren wir auch schon wieder draußen, denn so groß ist der Große Basar dann doch nicht. Wir gingen weiter geradeaus den Berg hinab in Richtung Galatabrücke. Das ist das schöne an diesem Ausflug. Du fährst gemütlich mit der Tram auf den Berg und läufst durch den Basar und die ganzen wuseligen Gassen des Basarviertels immer leicht hinab. Die Kopfsteinpflaster-Gassen sind recht eng und alle mit kleinen Geschäften gesäumt. Im Prinzip geht dort der Basar weiter, nur eben ohne Überdachung. Unterwegs kauften wir noch an einem Spielzeugstand (und auch hier waren typischerweise plötzlich überall Spielzeugstände oder -läden ;)) für ca. 1,50 Euro ein grünes Leuchtedings für Mika. Es war rund, aus Gummi, hatte ein Gesicht, hunderte kleine weiche Gummihärchen und blinkte innen, wenn man es irgendwo dagegen schlug. Besser kann ich es irgendwie nicht beschreiben. Es kam bei Mika jedenfalls tierisch gut an. 😉 Instinktiv kamen wir direkt gegenüber des Ufers beim Haushaltswarenviertel heraus, wo wir zwei Karabinerhaken kauften und eine Kleinigkeit getrunken haben. Es war sehr warm. Wir liefen die 100 m nach rechts zur Neuen Moschee, wo sich auch der Ägyptische Basar bzw. der Gewürzbasar befindet. Dort war es erheblich voller und der Spaziergang machte nicht so großen Spaß. Circa in der Mitte verließen wir den Basar in Richtung Neue Moschee und waren auf einem großen hübschen Platz mit Fontäne. Dort befand sich dann auch der Kleintier- und Gartenmarkt. Wir kauften für 17,50 TL, also ca. 6 Euro, eine stabile Hundeleine, für die wir in Deutschland gut das Dreifache gezahlt hätten. Ach und was soll ich euch sagen…sehr viele Hundewelpen in kleinen Glaskästen. 😦 Wir hätten sie alle mitnehmen können. Insbesondere ein kleiner Huskie hatte es mir angetan…wie er mich mit seinen kleinen traurigen blauen Augen anschaute. Manche waren noch so jung, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wie man sie schon von der Mutter wegnehmen konnte. Immerhin waren die Buchten sauber und sie sahen sehr gut gepflegt aus. Aber schön ist das echt nicht!!! Wenn man sich jedoch die „Haltung“ der vielen Hundert Wellensittiche anschaute oder die eingepferchten Küken, Hühner, Kaninchen, usw., dann konnte man sehen, dass es den Hundewelpen noch am besten ging. Verboten gehört so etwas. Leider ist die Türkei damit ja keine Ausnahme und auch in Deutschland gibt es genug schwarze Schafe, was schreckliche Tierhaltung angeht. Tobi schaute sich noch einige der zahlreichen Zierfischaquarien an und dann verließen wir den Markt in Richtung Neue Moschee. Wir überquerten den großen Vorplatz und gingen zurück zur Tram, mit der wir die eine Station ins Hotel zurückfuhren. Ach nein halt, zuerst kehrten wir noch in unseren Stamm-Imbiss ein, um uns nochmal etwas ungesund ernähren zu können. 😉 Nach Mikas Mittagschlaf holten wir Tobi an seiner Lieblingsbaustelle ab und gingen nochmal in den Supermarkt, um Waffeln, Kakao und etwas zu Trinken für die Abreise morgen zu kaufen. Auch Pampers waren dabei, da man hier für ungefähr den gleichen Preis 40 statt 32 Windeln in der Packung hat. Jaja, man muss sehen, wo man bleibt. 😉 Anschließend fuhren wir nochmal am späten Nachmittag mit der Fähre rechts der Galatabrücke rüber nach Üsküdar/Kadiköy und von dort fast umgehend mit der anderen Fähre, die quasi vor unserem Hotel anlegt, wieder zurück. Auf dem Wasser war es erfrischend und warum nicht nochmal das schöne Wetter und die tolle Aussicht auf die Stadt und den Bosphorus genießen. Als wir ankamen, war es auch schon höchste Zeit für Mika. Bevor wir ihn hinlegten, packte ich noch unsere Sachen zusammen und wir räumten etwas auf. Telefon, Glasplatten, Nachttischlampen…alles wurde wieder aus dem Schrank geholt und auf seinen alten Platz gestellt. 😉 Nachdem er eingeschlafen war, erstand ich unten in dem Laden neben dem Hoteleingang noch eine Tasche und 2 Magnete für meine Sammlung. Die Verkäuferin erzählte mir stolz, dass die Taschen handgefertigt sind und Unikate darstellen. Na dann… 😉 Danach gab es noch einen letzten Venti Chai Tea Latte von Starbucks für mich und wir ließen den Tag am Fenster sitzend und das lebhafte Treiben der Stadt betrachtend ruhig ausklingen.

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