Asien · Reisen · Türkei

Tag 2: Istanbul

Heute sind wir mit Schrecken alle erst gegen 9:45 Uhr aufgewacht und dann im Eiltempo zum Frühstück, dass es ja nur bis 10:30 Uhr gibt. Der Raum befindet sich in der Upper Lobby und ist sehr gemütlich und stilvoll eingerichtet. Die bei Tripadvisor allseits erwähnte und beliebte Küchenfrau ist wirklich supernett und versucht, jeden Wunsch zu erfüllen bzw. schon von den Augen abzulesen. Sie reichte uns sofort Wasser, Kaffee, Tee, Kuchen und für den kleinen Mann warme Milch. Im Wärmekasten gab es tiese türkischen kleinen Brötchen mit Frischkäsefüllung und es gab reichhatig Wurst, Käse, Konfitüre, Eier und viel Obst. Nach dem Frühstück waren wir noch ca. eine Stunde auf dem Zimmer, die Mika nutzte, um die Glasplatte von meinem Nachttisch zu ziehen und zu zerdeppern. Wir haben die Einzelteile erstmal auf dem Schrank versteckt. Danach sind wir auf die Suche nach einem Supermarkt. Die Beschreibung des Hotelmitarbeiters war nett gemeint, aber bei den vielen kleinen Gassen doch nicht so leicht umzusetzen. Wir liefen eine Runde um das Hotel drumherum. Unabsichtlich. 🙂 Beim 2. Versuch hat es aber geklappt. Auch unabsichtlich. 😉 Tobi wartete mit Mika draußen und ich durfte mich allein der Herausforderung stellen. Der Markt war klein und zu 90% mit Männern gefüllt. Ich kaufte Windeln (Pampers), die hier viel billiger sind, etwas Obstbrei für Mika (richtige Babynahrung war nicht zu finden), Luftballons, Cracker und Magnum-Eis auf die Hand. Danach setzten wir uns noch auf eine Bank am Kai und genossen das Eis in der Sonne. Dem folgte dann Mika’s Mittagschlaf und wir gingen zum Essen runter ins Odessa, vier Häuser weiter neben dem Hotel. Jetzt machte es sich auch bezahlt, dass wir ein etwas teureres Babyfon gekauft hatten, denn die Entfernung war überhaupt kein Problem. Tobi bestellte frittierte Calamaris und Pommes und ich eine Fischsuppe und Teigröllchen. Beides war total lecker und auch gar nicht teuer. Von den Teigröllchen hatte Mika später auch noch etwas. Auch Bier gab es. Das mit dem Bier ist etwas komisch. Man bekommt nur in extra Shops alkoholische Getränke und davon gibt es nicht allzu viele. In den Restaurants scheint es einige mit und einige ohne Alkoholausschank zu geben. Das hält sich die Waage. Allerdings muss man vorher schon genau schauen, bevor man rein geht. Im Internet habe ich gelesen, dass die Türken sehr gerne Bier trinken (das türkische Bier Efes ist auch gar nicht so übel), dass aber scheinbar die Regierung vor einigen Jahren einen Riegel davor geschoben hat und den Verkauf von Bier und Wein stark eingeschränkt hat. Neue Restaurants erhalten wohl gar keine Konzession mehr dafür. Vor dem Zimmer entdeckten wir auf dem Weg zum Essen ein Babybett und bei unserer Rückkehr sagte der Portier, dass es für uns gedacht ist, also nahmen wir es mit rein. Es ist relativ neu und war schön bezogen. Sie versuchen hier wirklich alles zu unserer Zufriedenheit zu machen. Da lohnt sich doch der etwas teurere Preis. Nachdem wir wieder im Zimmer waren und Tobi sein Handy neben dem Babyfon laden wollte, war Mika durch den ohrenbetäubenden Störungsalarm dann auch gleich wach und wir zogen los zum Fischmarkt von Karaköy. Himmel, gibt es dort viel Fisch und zahlreiche süße Restaurants. Abends sind sie sehr romantisch mit bunten Lämpchen beleuchtet. Es roch auch gar nicht nach Fisch, was auf ziemlich frischen Fang hindeutete. Und riesige Kaliber waren darunter, wow! Wir haben uns vorgenommen, dort unbedingt mal zu essen. Wir liefen über den Markt immer geradeaus, bis es nicht mehr weiterging und bogen dann nach rechts ab und liefen durch die Gassen, wo viele Handwerker ihrer Arbeit nachgingen: Werkstätten für Anker, Seile, Gitter, usw…Tobi hatte viel zu Gucken. 😉 Wir landeten beim Golden City Hotel, dass ich auch erst in Erwägung gezogen hatte, was aber noch etwas teurer war. Von dort gingen wir langsam in Richtung Hotel zurück. Es ist lustig in Istanbul. Irgendwie liegt immer alles beieinander. Wir gingen scheinbar durch ein Baumarktviertel…hunderte Geschäfte, wo es nur Baumarktsachen gibt. Später kamen wir scheinbar durch ein Elektronikviertel. Beide waren Paradiese für Tobi. Wir kauften uns unseren ersten Sesamkringel und stellten alle drei fest, dass die wirklich echt lecker sind. Die werden hier an kleinen Ständen fast überall verkauft. Ein Kringel kostet 1 TL, also umgerechnet ca. 34 Cent. Plötzlich kam ein Regenguss und wir suchten neben der Tünelstation Schutz. Er war aber so schnell wieder fort, wie er gekommen ist. An einem Kiosk kaufte ich uns zwei Istanbulcards. Damit kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel bargeldlos benutzen, ähnlich wie die Oystercard in London. Sie kostet 6 TL Leihgebühr und ich habe auf jede 20 TL draufgeladen. Danach sind wir durch die Unterführung und drüben rauf auf die Brücke. Wir gingen auf der rechten Seite bis zur Hälfte, dann runter und unten links bei den zahlreichen Restaurants zurück. Die Ausblicke sind schon wunderschön und einmalig. Wir tranken noch 1 Bier bzw. Sprite im Odessa und Mika bezirzte die Kellner so sehr, dass er ein paar frische Erdbeeren geschenkt bekam, die er sich dann auch genüsslich schmecken ließ. Oben im Zimmer legte ich mich dann zu Mika und Tobi ging wieder runter. Der Kleine kommt merkwürdigerweise erst zur Ruhe, wenn Tobi aus dem Raum raus ist. Da ist er wie Luna. Beide hören einfach nicht, wenn Tobi in der Nähe ist. Gegen 21 Uhr sind wir dann nochmal gemeinsam runter, haben einen Sesamkringel gegessen und sind einmal über die gesamte Brücke nach Eminönü und wieder zurück (hin links oben, zurück rechts oben bis zur Mitte und dann runter und unten weiter). Ist schon echt krass, wie weit das Babyfon reicht. Es machte erst auf der Hälfte der Brücke schlapp. Aber Mika schlief wie ein Stein. 😉 Der Kleine hat hier auch jeden Tag echt viel zu erleben. Er wacht nachts nicht mal zwischendurch auf, wie das daheim manchmal der Fall ist. Neben dem Odessa gönnten wir uns noch jeder einen Hot Dog und ich mir einen frisch zubereiteten Bananenshake und wir begutachteten noch ein bisschen das Kreuzfahrtschiff nebenan, dass morgen früh um 9 Uhr wieder ablegen sollte. Schließlich fielen auch wir gegen 22:45 Uhr in die Kissen.

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