Europa · Norwegen · Reisen

Tag 5: Linge – Atlantikstraße – Linge

Die Atlantikstraße – Atlanterhavsvegen – jemand, der sich mit Norwegen noch nie richtig beschäftigt hat, dem wird das gar nichts sagen. Aber Fakt ist, dass diese rd. 8 km lange Aussichtsstraße mit ihren acht Brücken über diverse kleine Inselchen im Atlantik zu einer der schönsten Straßen zählt, die ich bisher entlang gefahren bin. Von der englischen Tageszeitung „The Guardian“ wurde sie sogar zur Nr. 1 der schönsten Autorouten der Welt gekürt. Ok, wir hatten nicht so berühmtes Wetter und so konnte sich ihre volle Pracht leider nicht vor uns entfalten, aber was wir gesehen haben, fanden wir schon ziemlich grandios.

Als wir los fuhren regnete es leider leicht und es war auch ziemlich diesig. Aber auf besseres Wetter hoffen? Und wer wusste schon, wie das Wetter 130 km nördlich an der Atlantikküste ist? Nee, wir fuhren los. Es ist erstaunlich, wie viele Tunnel die Norweger gebaut haben. Gleich hinter Linge ging es schon in den ersten, dann gleich dahinter der zweite und dritte, usw. Bald darauf erreichten wir Stordal, ein wunderschönes kleines Örtchen in einer Bucht vom Storfjord. Hier habe ich auch mal ein paar schöne typisch norwegische Häuser im Lebkuchenstil forografiert. Eines war etwas heruntergekommen und stand leer…wir haben kurz überlegt. 😉 In Vestness sahen wir dann schließlich die Fähre gerade davon fahren. Da sie aber alle 30 Min. fuhr, war das kein Problem und wir konnten menschlichen Bedürfnissen nachgehen. Der Romsdalsfjord ist sehr groß bzw. breit und beeindruckend. Wir fuhren an einigen kleineren Inseln vorbei und waren nach 30 Min. Überfahrt in der Rosenstadt Molde. Sie nennt sich so, weil hier noch Rosen und andere Pflanzen wachsen, die in diesem Breitengrad eigentlich nicht mehr wachsen. Grund dafür ist der Golfstrom, der dort ein milderes Klima zaubert. Von Molde aus war es eine weitere kurzweilige Fahrt im leichten Nieselregen bis nach Vevang in der Kommune Eide. Angekommen an der Atlantikstraße hörte es glücklicherweise auf zu regnen und so konnten wir zu meiner Freude und Tobi’s Bedauern einige Fotostopps einbauen. Auf dem Rückweg aßen wir dann in Eide bei einem Italiener zu Mittag (wir waren seltsamerweise die einzigen Gäste, aber es war wirklich sehr, sehr lecker) und suchten einen Laden, der Angelzeug verkaufte. Leider erfolglos, man mag es kaum glauben. In Molde fuhren wir dann schließlich in eine Shopping-Mall und Tobi versorgte sich mit adäquater Ausrüstung. Mika fand alles immer wahnsinnig spannend. Beim Italiener veranstaltete er eine Sauerei mit dem Brötchen und im Shoppingcenter musste man gebührenden Abstand zwischen den Regalen und dem Kinderwagen mit den kleinen Klaufingern einhalten. 😉 Pünktlich auf der Fähre riss der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein…war klar. Aber so hatten wir noch eine wunderschöne Rückfahrt am Storfjord entlang, der uns im Sonnenlicht ein faszinierendes türkises Wasser bot. An einem Aussichtspunkt beobachteten wir noch die riesigen Kreuzfahrtschiffe, die die Abzweigung zum berühmten Geiranger Fjord nahmen. In Linge hatten wir dann abends noch einen schönen Sonnenuntergang über „unserem“ bezaubernden Fjord. Den Abend ließen wir bei Bier und spannendem Fußball ausklingen: Deutschland – Portugal (ein sagenhaftes 4:0) sowie Ghana – USA (1:2).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s