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Tag 11 – 15: Akumal, Playa del Carmen, Heimreise

So, nun ist Ostern vorbei und ich versuche mal, unsere letzten Tage in Mexiko noch zusammenzubekommen. Die Heimreise verlief natürlich nicht so problemlos wie die Anreise, was ja zu erwarten war. Aber dazu später mehr.
Am Samstag (Tag 11) waren wir einfach nur faul und erholten uns von den Ausflügen. Außer etwas Poolspaß und Buffetgenuss war nichts besonderes. Am Sonntag (Tag 12) war es fast genauso, aber da kam noch schlechteres Wetter hinzu, sodass uns nicht mal der Pool gelockt hat. Schlecht bedeutet nicht etwa kühler, sondern sehr bewölkt und windiger. Wir waren nachmittags etwas in der Beachbar und vertrieben uns die Zeit mit Kniffeln und Lästern. 😉 Ich habe dann direkt am Strand ein paar Leute beobachtet, wie diese immer zu ins Wasser starrten. Natürlich war ich neugierig und ging mal gucken. Ich sah zwei richtig große Hechte (oder so etwas ähnliches) einen halben Meter vor mir im Wasser und deutete Tobi, zu mir zu kommen. Als er kam, sahen wir dann aber keine Hechte, sondern dafür jede Menge Rochen, die fast bis an unsere Füße herankamen. Das war schon toll. Wann sieht man die schon in freier Natur und dann noch so nah. Natürlich hatte ich keinen Fotoapparat mit.
Am Montag (Tag 13) wollten wir eigentlich nach Playa del Carmen, weil es ja am Dienstag zurückgehen sollte…ja, haste so gedacht. Ich war mal wieder total verpeilt. Unser Rückflug ging nämlich erst am Mittwoch. Auf irgendeiner Reise war mir das schon mal passiert, mir fällt aber nicht mehr ein, wo. Ich weiß auch nicht, was das immer ist. Jedenfalls wollten wir am frühen Abend nach PdC fahren und dort nochmal zu unserem Italiener. Aber gegen 16 Uhr zog plötzlich ein Sturm auf, alles wurde dunkel und es goss wie aus Eimern. Ein richtiger Monsunregen. Also entschieden wir uns dazu, erst morgen hinzufahren, dann aber gleich morgens. Wir hatten ja nun einen Tag mehr. 😉 Am Abend brüllte noch ein völlig besoffener Hotelgast in unserem Trakt alles zusammen und wurde von der Polizei in Handschellen abgeführt. Wie kann man sich nur so benehmen, pfff. Aber manche können mit All Inclusive wohl nicht umgehen.
Am nächsten Morgen (Tag 14) war vorm Frühstückssaal eine Menge los am Strand. Eine Deutsche erzählte uns, dass direkt am Ufer Delfine waren. Na toll! Delfine! Und wir nicht da. Aber Tobi hatte das Glück, immerhin noch eine Rückenflosse zu erhaschen. Besser als nix. Gleich danach fuhren wir mit einem Collectivo nach PdC und gingen als erstes in den Walmart. Dort kauften wir eine Flasche Tequila für unseren Nachbarn, der daheim auf unser Häuschen aufpasst. Ein bisschen S… für meine Mädels (nee, wird noch nicht verraten, bekommt ihr ja bald) musste auch noch sein. Danach sind wir zur 5th Avenue etwas umherschlendern. Ich suchte noch den Laden, wo ich das Kleid her hatte, fand ihn und kaufte noch eins in einer anderen Farbe. 😉 Es war das perfekte Shoppingwetter, nicht so heiß und nicht zu sonnig. Nach etwas zu Trinken und weiterem Umherspazieren kehrten wir dann doch bei Il Baretto ein. Es war noch nicht wirklich Mittagszeit und die Portionen waren beim letzten Mal so riesig, dass wir uns eine geteilt haben. Es hat gereicht, wir waren pappsatt und die Penne Carbonara waren wieder absolut genial. Auf dem Weg zurück zur Collectivo-Station kaufte ich noch den zweiten Teil für die Mädels (mmmh, yummy), einen Magneten für die Andrea und die zwei Flaschen Kahlua für die Eltern. Mit einem vollen Rücksack fuhren wir wieder nach Akumal und kamen an einem Flugzeugabsturz vorbei. Tolles Omen, wa? Naja, die Chesna hatte den Highway leider mit der Landebahn eines kleinen Flughafens 2 km weiter verwechselt und in der Mitte alle Palmen abgesägt. Es musste gerade erst passiert sein, also nochmal Glück gehabt. Irgendwie sah es kurios aus…wie in einem Actionfilm. Nach dem Abendessen haben wir uns dann tatsächlich noch die Miss Akumal Wahl angeschaut…Gott wie peinlich. Wir haben die ganze Zeit gekniffelt, aber Tobi hat trotzdem etwas abbekommen. Ein Spiel lautete wohl, wieviel Männer in einer Minute auf die Wange geküsst werden können und er musste dreimal dran glauben. Naja, so schlimm fand er es aber sicher nicht. Das andere deutsche Pärchen in unserem Alter (Chrissi, das Mädel sah echt aus wie du!) saß neben uns und Er wurde sogar viermal überrannt.
Am Mittwochmorgen (Tag 15 und unser Abreisetag) waren wir schon kurz vor sechs wach und ich machte mich auf die Strümpfe, die Anlage und ein bisschen Sonnenaufgangslicht zu fotografieren. So wenig habe ich noch nie in einem Urlaub fotografiert! Ich erwischte nochmal ein paar Agutis und hatte herrliches Licht am Strand. Akumal wollte uns die Abreise nicht leicht machen. 😉 Gegen 7 Uhr sind wir dann in den Pool und schwammen noch ein paar Runden. Es war sooo herrlich! Nach dem Frühstück packten wir die Koffer und warteten 30 Min. zu früh in der Lobby auf den Transferfahrer. Gott sei Dank, denn der war schon 10 Min. später da, sodass wir 10:15 Uhr Richtung Cancun starteten. Unser Gefährt war klasse…ein richtiger VIP-Van mit allem Schnickschnack und ganz für uns allein. Natürlich ein Ford. 😉
In Cancun am Flughafen gaben wir gleich unsere Koffer auf und setzten uns draußen auf einen Snack in eine Bar. Ich hatte leckere Chicken-Quesadillas und Tobi einen Burrito, der ihm später allerdings auf den Magen schlug und einen Durchmarsch hinlegte. 😉 In der Sicherheitskontrolle nahmen sie uns dann die Tequila und eine Kahlua-Flasche weg (die andere war in Tobis Koffer). Wie blöd war das denn bitte? Keiner von uns dachte an die 100 ml Grenze, sondern nur daran, dass die Flaschen im Rucksack ja sicherer wären. Oh man, wie doof. Ich ärgere mich immer noch so sehr über mich selbst. 😦
Im Duty Free kauften wir die beiden Flaschen dann nach. Ich fragte extra noch eine Verkäuferin, ob das tatsächlich erlaubt sei und sie bestätigte es mir. Also gut, Ärger hin oder her, ändern konnten wir es nun eh nicht mehr. Die letzten Pesos gaben wir dann noch für eine Flasche Wasser aus und nach 45 Min. Verspätung verließen wir Mexiko und flogen über die Karibik, Key West, den Atlantik und Paris bis nach Düsseldorf. Die Flugzeit betrug 9 Std. und 8 Minuten, fast 2,5 Std. weniger als hinwärts. Dass das nur der Rückenwind ausmacht…schon irre. Im Flugzeug gab es diesmal ein tolles Entertainmentprogramm mit eigenen Monitoren und zahlreicher Auswahl an Filmen, Serien, Dokus, Musik und Spielen. Ich habe mir „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ (was für ein Schwachsinn, ich mochte Kirsten Dunst eh nie) und „The Words – Dieb der Worte“ mit Bradley Cooper als Autor mit gestohlenem Skript angeschaut. Letzterer war wirklich super. Er kommt im Mai hier in die Kinos und ich kann ihn nur empfehlen.
Aber etwas nicht so Schönes waren unsere Sitze. Ich habe eben gerade die Beschwerdemail an Air Berlin abgeschickt. Unsere Sitze waren vor der Bordtoilette und konnten nur 1/3 der üblichen Neigung zurückgelehnt werden. Eigentlich wäre der Platz da gewesen, aber zwischen unseren Sitzen und dem WC war noch eine Kiste, in der das Babytragebett aufbewahrt wurde. Hallo? Auf einem Flug von mehr als 9 Stunden in fast aufrechter Sitzposition geht ja wohl gar nicht!!! Und die Frechheit bei der Sache ist ja, dass ich die gleiche Reservierungsgebühr bezahlt habe, wie für alle anderen Sitze und es gab keinerlei Hinweise auf Einschränkungen bei der Buchung. Nee Leute, nicht mit mir.
Ansonsten war der Flug sehr ruhig und wir landeten 8:20 Uhr sehr sanft  in Düsseldorf. Dumm nur, dass unser Weiterflug schon 8:50 Uhr ging und das natürlich von einem anderen Terminal. Es hieß also rennen. Wie ich sowas hasse. Und zu allem Überfluss mussten wir nochmal durch eine Sicherheitskontrolle. Hä??? Wir waren noch im gesicherten Bereich, wieso also? Was sollte passieren von einem Flugzeug bis ins andere? Ich kann es immer noch nicht glauben. Und dann das Schärfste!!! Die nahmen uns die zwei Flaschen schon wieder weg! Ey, unfassbar! Ich reg mich schon wieder auf. Der Typ: „Mehr als 100 ml sind nicht erlaubt!“ Wir: „Bitte? Die sind aber aus dem Duty Free in Cancun und im versiegelten Beutel!“ Er: „Geht trotzdem nicht. Sie haben die Sicherheitsvorschriften nicht beachtet und mehr als 100 ml aus dem außereuropäischen Ausland eingeführt!“ (Ich dachte ich platze gleich!) Wir: „Natürlich außereuropäisch, sonst wäre ja Duty Free nicht möglich.“ Oh man…es hatte keinen Zweck. Direkt gegenüber war der Transferschalter von Air Berlin und wir fragten, ob wir einen Rucksack als Gepäck aufgeben können. Die Damen: „Jahaha, grundsätzlich wäre das möglich, aber dafür ist ja keine Zeit, da ihr Flugzeug gleich startet.“ Ich dachte, ich springe die gleich an. Wir gaben die zwei Flaschen also zum zweiten Mal ab (Zeit zum selbst Austrinken war ja leider nicht…hätte ich bei mehr Zeit wahrscheinlich gemacht) und ich konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken. Auch bei anderen Mitreisenden gab es Diskussionen und Tränen. Sogar Pralinenschachteln mit Alkoholgehalt wurden konfisziert. Was für eine riesige Scheiße! Wir waren so sauer, das glaubt ihr gar nicht. Wenn man es wenigstens nachvollziehen könnte. Wären wir in Düsseldorf ausgestiegen, hätten wir es behalten können, aber durch den Weiterflug nicht…das kann und will ich einfach nicht verstehen!!!
Aber gut, genug geärgert…dachte ich zumindest. In Berlin Tegel angekommen stand ich dann als Letzte am Gepäckband und starrte auf das leere Band, bis alle anderen Passagiere schon weg waren. Ich hätte brechen können. Was denn nun noch? Klar…einen verlorenen Koffer konnte ich noch nicht verbuchen, daher musste das ja irgendwann kommen. Ich also zum Gepäckermittlungsschalter und nach 45 Min. warten, weil sich einige Leute über Kratzer an ihren Koffern beschwerten (dafür war ich in genau der richtigen Stimmung!), hatte ich meine Meldung gemacht und wir bestiegen ein Taxi. Ich wollte nur noch heim. Natürlich war Stau! Gründonnerstag! Aber gegen 11:30 Uhr waren wir dann endlich zu Hause und siehe da…es gab keine Einbrecher oder andere Katastrophen. Gott sei Dank! Ich bin nur noch ins Bett gefallen und habe vier Stunden komatös geschlafen, bis wir dann unsere Luna aus ihrem All Inclusive Hotel abgeholt haben. 😉 Meinen Koffer habe ich dann übrigens am nächsten Tag 12 Uhr wiederbekommen, kaputt und unbrauchbar. Toll, gell? Auch diese E-Mail ist bereits an Air Berlin abgeschickt.

So, das war unser Mexiko-Urlaub und für dieses Jahr erstmal die letzte Reise. Es war wunderschön und Akumal (nicht Playa del Carmen!) kann ich nur empfehlen. Es ist ein herrliches Stückchen Erde, auf dem man sich ganz wunderbar erholen kann. Und die Ausgrabungsstätten der maya sind allemal eine Reise wert, das versteht sich hoffentlich von selbst. Ein paar Fotos folgen natürlich noch.

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