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Tag 8: Akumal – Cozumel – Akumal

Gestern haben wir beschlossen, heute einen Ausflug auf die Insel Cozumel zu machen. Also sind wir zeitig zum Frühstück und 08:10 Uhr waren wir schon auf dem Weg zur Hauptstraße, wo wir auch sofort ein Collectivo erwischt haben. Die Fahrt nach Playa del Carmen (ca. 40 km) dauert ca. 30 Minuten, unser Fahrer hatte aber nur uns drin, sodass er an vielen anderen Hotels immer einige Minuten hielt, um noch mehr Passagiere an Bord zu bekommen. Das ist halt der Preis des billigen Fahrens (eine einfache Fahrt kostet p.P. nur ca. 2,50 Euro). In Playa del Carmen sind wir dann direkt zum Fähranleger. Unterwegs wollten wir noch Geld holen und da griff ich natürlich in den großen braunen Haufen. Erstmal dauerte es eine ganze Weile, bis wir überhaupt einen ATM fanden, der Peso ausspuckt und dann war es auch noch so ein doofer. Komisch ist, dass die meisten Automaten nur US-Dollar ausgeben. Aber 80% aller Touristen auf Yucatan sind US-Amerikaner, sodass man sich hier scheinbar sehr an den Dollar gewöhnt hat. Man kann alles Mögliche auch in USD bezahlen. Hätte ich das gewusst, zu Hause haben ich noch welche liegen. Aber zurück zum ATM. Ich wählte 1000 Pesos aus (ca. 64 Euro) und nix passierte. Der ganze Prozess ratterte durch, Geld wurde augenscheinlich gezählt, Karte kam wieder raus…alles ganz normal. Nur kein Geld. Kein Errortext, nein, einfach nur kein Geld. ;( War das ärgerlich!!! Ich war sauer. Tobi meinte, ich soll die Polizistin anquatschen, aber was hätte die machen sollen? Ich habe die Straßenschilder und den Automaten abfotografiert und will nachher meiner Bank eine E-Mail schreiben. Ich hoffe ja, dass der Automat nur leer war und nix vom Konto abgebucht wird.
Danach haben wir die Tickets für die Fähre geholt und sind zum Wartebereich. Kosten: 20 Euro p.P. return…sauteuer! Die nächste sollte 10:00 Uhr starten, also in einer halben Stunde. Der Einlass war aber schon 5 Minuten später, also haben wir uns schöne Plätze unterm überdachten Deck direkt an der Reeling sichern können. Die Überfahrt dauerte ca. 35 Minuten. Vor Cozumel hatte die Disney Fantasy angelegt, ein riesiges Kreuzfahrtschiff, dessen Bau ich mal in einer Doku gesehen hatte. Tolles Ding! Irgendwann möchte ich auch mal mit so einer schwimmenden Stadt in See stechen. Der Hauptort bzw. eher der einzige richtige Ort auf Cozumel heißt San Miguel und ist sehr touristisch. Wir gingen etwas weg von der Promenade und fanden einen Seven Eleven Supermarkt mit ATM. Wir hatten ja immer noch keine Kohle. Diesmal probierte Tobi zuerst und es funktionierte glücklicherweise. Klar, so ein Pech kann ja auch nur ich haben. Danach entschieden wir uns, einen Mietwagen zu nehmen, um die Insel zu erkunden. Es gab unzählige Stände mit Anbietern. Wir wählten einen „mexikanischen Ferrari“ für 45 Dollar. 😉 Er entpuppte sich als ca. 35 Jahre alter VW Käfer Cabrio, bei dem man die Straße durch den Boden sah. TÜV gibt’s hier wohl nicht. Meine Tür ging nur von innen auf und der 1. Gang ging nur mit sehr viel Geduld rein. Anspringen zählte auch nicht so zu seinen Stärken. Nachdem uns Abimael ewig viel erzählt hatte und festgestellt hat, dass ich wohl der Boss von uns sein muss (wie bei ihm zu Hause), fuhr jemand das Goldstück vor und wir düsten los. Es war ein bisschen wie damals in San Francisco…überall Einbahnstraßen. Tobi meckerte noch ca. 20 Minuten über das Auto und auf was für eine Scheiße wir uns hier eingelassen haben, aber dann fing es an, ihm Spaß zu machen. 😉 Wir umrundeten die Insel und hielten, besonders an der Westküste, öfter mal an. Am schönsten war es am Bob Marley’s Place, wo man laut Abimael gut Marihuana rauchen kann. Aha! Hatten wir zwar nicht, aber war trotzdem sehr schön. Für Tobi gab es ein Sol und für mich eine Bahamamama. Ich hatte Bananamama bestellt, so wie das Tobi sonst immer gemacht hat, und wurde natürlich gleich bei meiner ersten Bestellung von dem Zeug berichtigt. Kommt wohl nicht von Banane, sondern von den Bahamas? Hm, laut Google ist Bahama-Mama jedenfalls richtig. Kurz vor vier tankten wir ein bisschen was und gaben die Schüssel wieder ab. Tobi sagte noch zu Abimael, was für ein „horrible car“ das ist. Das fand der aber nicht so gut. Aber die Wahrheit tut eben manchmal weh. Wir kauften noch was zu trinken im Seven Eleven und setzten uns auf den Marktplatz in den Schatten. Die nächste Fähre ging 17 Uhr. Nach einer Weile bummelten wir zum Anleger zurück, tranken noch etwas und fuhren zurück nach Playa del Carmen, wo wir dann nach einem Stop in einem großen Souvenirgeschäft (nein, nix gekauft) direkt zum Collectivo-Stand sind. Dort hatte ich dann noch meine erste Kokosnuss getrunken…mmh, so erfrischend. Gegen halb sieben waren wir dann im Hotel, wo wir noch einen Happen gegessen haben und dann auf dem Zimmer verschwunden sind. Also die Frage, ob sich Cozumel gelohnt hat, muss ich eher verneinen. Klar, es ist eine hübsche Insel mit toller Küste und sicher auch einem der besten Tauchreviere der Welt, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach kacke. Die Fähre viel zu teuer und man kommt dort nur mit Taxi oder Mietwagen voran, die auch überteuert sind. Eigentlich wollten wir dort ja mit dem Atlantis U-Boot fahren, aber 100 Dollar pro Person für zwei Stunden? Nee, also wirklich nicht. Unser Ausflug war schön und mal eine Erfahrung, aber weiter empfehlen würde ich es nicht unbedingt.

Ein Kommentar zu „Tag 8: Akumal – Cozumel – Akumal

  1. In Ägypten wars das Gleiche. Teuer, teuer,teuer!!! Es war nicht viel aus dem U-Boot zu sehen. Warm, stickige Luft- mir war schlecht! Zerkratzte Scheiben, schlechte Sicht. Gut, daß IhrS nicht gemacht habt – alles nur Geldschneiderei! Gescheite Bilder konnte man auch nicht machen.
    Lieber eine Kokosnuss, das ist viel besser!
    L

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