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Tag 1: Arriba Arriba – Wir sind in Mexiko!

Berlin – Düsseldorf – Cancun – Akumal
Hola Amigos, jetzt ging es endlich wieder los! Was soll ich sagen? Unsere Anreise nach Mexiko lief völlig reibungslos…seit vielen Jahren zum ersten Mal keine Zwischenfälle. 😉 Obwohl die Omen ja wirklich schlecht standen: Taxi-App zum ersten Mal ausprobiert, ein Tag vorher war der Flughafen Frankfurt wegen Schnee gesperrt und in Düsseldorf wurde gestern noch gestreikt. Trotzdem…so glatt wie dieses Mal lief es noch nie. Wir sind um 03:30 Uhr aufgestanden und 03:50 war das Taxi da. Es war bibbrig kalt, nur -4 Grad. Kosten: 35,30 Euro, aber das war es uns um diese Uhrzeit und bei der Kälte wert. Der Fahrer war super nett und bekommt natürlich seine 5 Sterne-Bewertung. Die MyTaxi-App kann ich nur empfehlen, danke nochmal an Dirk für den Tipp. Um 04:20 Uhr waren wir am Gate A03 in Tegel. Der Check-In-Schalter machte gerade auf, also gaben wir erstmal gleich unsere Koffer auf. Beide wogen nur ca. 15 Kilo…Übung macht den Meister, hehe. Danach holte sich Tobi einen Kaffee und ich trank meinen mitgebrachten Kakao. Das Warten war wieder etwas ätzend, das ist immer das Blödeste am Reisen. Aber nach einem problemlosen Security-Check hoben wir pünktlich um 06:25 Uhr ab nach Düsseldorf. Das Wetter war perfekt. Die Sonne schien, kaum Wolken und eine trockene Start- und Landebahn. In Düsseldorf blieben wir gleich in der sicheren Zone und spazierten gemütlich zur Passkontrolle und zu unserem Abflug-Gate. Ich stöberte noch ein bisschen im Buchladen und kaufte einen kleinen Mexiko-Reiseführer (ja echt, ich hatte noch keinen) und Tobi stürmte die Raucherlounge. Danach warteten wir noch 10 Minuten und das Boarding begann. Das Timing war fantastisch, so macht Reisen Spaß. Die Maschine (Airbus A330-200 mit 2-4-2-Sitzen) war allerdings nicht so pralle: kein Entertainment-Programm pro Sitz, sondern alle 5 Reihen ein Monitor in der Mitte. Pfff. So ein Scheiß!Die 11:25 Stunden Flug konnten somit ja nur endlos lang werden. Wurden sie auch. 😦 Mit 10 Minuten Verspätung, weil wir auf eine Rolli-Fahrerin warteten, hoben wir 09:00 Uhr wieder ab. Da konnte ich mich ja schon wieder leicht aufregen. Die wollen doch sonst auch gleich behandelt werden, also sollen sie auch pünktlich am Flugzeug sein. Jaja, ich weiß…ich war nur genervt wegen dem fehlenden Entertainment. Wir saßen in einer 2-er Reihe, glücklicherweise hatte ich früh genug reserviert. Links neben uns nahmen 2 äußerst krank aussehende Personen in der Mittelreihe Platz. Ich tippe ja immer noch auf Heroin-Junkies. Die Beiden kamen aus der Schweiz und sahen total abgewrackt aus. Da fragt man sich, wie sie sich den Flug leisten können. Auch die Stewardessen machten sich wohl ihre Sorgen und baten uns, etwas auf die Beiden zu achten und ihnen Bescheid zu sagen, wenn etwas ist. Wir sahen wohl sehr kompetent für diese Sonderaufgabe aus. 🙂 Aber sie blieben ruhig, außer dass die Dame immer mal wieder in den vorderen Flugzeugbereich verschwand und sich dort einfach auf einem freien Platz niederließ. Wenn sie mal wach war, dann nervte sie die anderen Passagiere etwas (auch Tobi) mit sinnlosem Gequassel. Die beiden Flugzeugmahlzeiten waren sehr lecker, ja wirklich. Zum Mittag gab es Pasta in Sahnesoße (ich) oder Hühnchenfrikadellen mit Kapü und Bohnen (Tobi). Abends gab es dann Fisch mit süß-saurem Gemüse, ein Kuchenbrötchen, Frischkäse und Cracker. Naja, satt machte das nicht so ganz, aber es war ok. Im TV lief je eine Folge Cheers und The Big Bang Theory sowie 3 Filme. Ca. 1 Stunde nach dem Mittagessen lief Ice Age 3, den wir beide geguckt haben, danach ein Film mit Richard Gere und danach Stadt der Engel. Dieses Jahr werden alle Langstreckenflieger von Air Berlin auf das neue Entertainment-System umgerüstet. Wir hatten das Pech in einer der alten Maschinen zu fliegen. Echt schade, so macht das Fernsehen einfach keinen Spaß und die Zeit vergeht kaum. Wir lästerten über andere Passagiere, versuchten erfolglos zu schlafen, spielten Dame oder liefen etwas umher. 11,5 Stunden sind verdammt lang. 🙂 Manchmal flogen wir über interessante Sachen hin weg, z.B. entdeckten wir das London Eye und die Tower Bridge, die Azoren und dann viel viel später die Bahamas und Kuba. Meistens war natürlich nur der Atlantik zu sehen. 😉 In Cancun war es etwas bewölkt, wobei der Landeanflug klare Sicht bot. Wir sahen das karibische Meer und die Cancun vorgelagerten kleinen Inselchen mit den weißen Puderzuckerstränden und dem türkis leuchtenden Meer. Der Wahnsinn! Ich dachte erst, der Pilot landet im Meer, da der Flughafen ziemlich nah am Wasser zwischen Mangroven gelegen ist. Er setzte die Maschine derart sanft auf, dass auch wir diesmal geklatscht haben. Der Wind war ziemlich stark und dann eine solch sachte Landung hinzubekommen ist schon beeindruckend. Der Zeitunterschied beträgt übrigens -7 Stunden. Die Temperatur betrug 26 Grad. 🙂 Als wir aus der Maschine raus kamen, ging es zur Toilette und dann direkt zur Immigration (Passkontrolle), wo wir unsere im Flugzeug mit grün ausgefüllten Einreisekarten nochmal in schwarz bzw. blau ausfüllen mussten. 🙂 Ansonsten war alles unproblematisch und richtig fix. Nicht so ein Aufriss wie in der USA. Direkt dahinter kamen auch bald unsere Koffer und wir verließen den Flughafen, der ziemlich klein wirkte. Kurz vorm Ausgang sahen wir scheinbar etwas verloren aus, sodass wir gleich zweimal vom Personal gefragt wurden, ob sie helfen könnnen. Wir sagten ihnen, dass wir einen Transfer gebucht haben und sie schickten uns raus zu den vielen Leuten mit Schildern. 🙂 Wir hatten auf Expedia gebucht, aber der Reiseveranstalter hieß WTA-X Travel. Natürlich stand auf keinem der zig Schilder dieser Name drauf, sodass wir wieder hilflos rumstanden. Aber dann sprach uns einer von Neckermann an, über den WTA die Flüge gebucht hatte. Der entdeckte aber auf unserem Schreiben, dass für unseren Transfer Jumbo Tours zuständig ist (hätte ich nie entdeckt). Da soll auch einer durchblicken! Pfff. Er suchte dann mit uns zusammen und zeigte auf einen Mann mit pinkem Shirt, auf dem Jumbo Tours stand. Wir hin und siehe da, unsere Namen standen auf seinem Zettel. Juhu! Ein paar Minuten später hielt ein Minibus, wir stiegen ein und fuhren los. Ja, der Knabe fuhr tatsächlich nur wegen uns. Fand ich prima. 🙂 Es ging auf einer zweispurigen Straße ca. 85 km nur geradeaus. Wir verließen den Flughafen so ziemlich genau 15:30 Uhr Ortszeit und waren 1:15 Stunde später im Akumal Beach Resort in Akumal. Das heißt übrigens in der Sprache der Maya „Schildkröte“, da unser Strand für die Tortugas berühmt ist. An der Rezeption gab es einen Welcome-Drink, ein paar Infos, Safe-Schlüssel, TV-Fernbedienung, 2 Towel-Keys und den Zimmerschlüssel. Ein Kofferträger schnappte unsere Koffer und eilte davon. Wir hinterher. Unser Zimmer liegt im 2. OG, also im Obersten. 🙂 der Ausblick: atemberaubend. Wir schauen direkt auf die schöne Poollandschaft und das türkisblaue karibische Meer mit dem feinsandigem weißen Strand und den zahlreichen Kokospalmen. Wunderschön! Während ich gerade auf dem Bett lümmel und euch schreibe, sehe ich durch die Terrassentür das türkise Wasser. Ja, so stelle ich mir einen Karibikurlaub vor.
Wir waren nun schon 20 Stunden auf den Beinen, aber hier war es ja erst 16:30 Uhr. Hinlegen war daher tabu. Wir gingen also das Hotel erkunden. Groß ist es nicht, aber genau das wollten wir ja. Die Gäste verstreuen sich am hoteleigenen Strand und in der großen Poolandschaft so toll, dass es eigentlich schon fast wieder leer aussieht. Wahrscheinlich ist es auch nicht ausgebucht. Wir fragten an der Rezeption nach einem ATM, doch der nächste ist erst im Fischerdörfchen Akumal, 15 Minuten am Strand entlang. Wir gingen zum Strand und kamen dort an der Snack-Bar vorbei. Oi, hier gab es Burger und Pommes, sodass wir erstmal etwas gegessen haben. Es war wirklich lecker und da wir es wahrscheinlich nicht mehr zum Abendessen schaffen würden, aßen wir uns hier satt. Wir haben ja All Inclusive und daher bekommt man hier an jeder Ecke was zum Futtern und Trinken. Das ist schon praktisch, man gibt kein Geld aus. Man ist aber auch immer irgendwie satt. Dann gingen wir die 2 Meter zum Strand und fühlten den weißen Sand unter unseren Füßen…war der weich…irre. Wir liefen die paar Minuten bis zum Dörfchen und kehrten in die beiden kleinen Supermärkte ein, wo auch der ATM war. Die Ausbeute: eine 1,5 Liter Sprite für’s Zimmer, eine Tüte Lays Original und ein paar Flip Flops für den Tobi, der keine Latschen mitgenommen hatte. 🙂 Danach kehrten wir zurück und setzten uns noch etwas in die Snack-Bar und haben was getrunken. Wir waren dermaßen erschöpft, dass wir es nicht mehr lange aushielten. Punkt 19:00 Uhr lagen wir in der Koje und schliefen sofort ein. 🙂

3 Kommentare zu „Tag 1: Arriba Arriba – Wir sind in Mexiko!

  1. Hey ihr Beiden, super, dass ihr so reibungslos in den Urlaub gestartet seid! Wirklich mal ne Ausnahme, aber es wurde auch mal Zeit 😉 Die Beschreibung vom Hotel klingt wirklich traumhaft u. von den Temperaturen können wir hier nur träumen. Da wird man doch sehr neidisch 🙂 Wir wünschen euch einen weiterhin traumhaften u. vorallem auch erholsamen Urlaub! Ganz liebe Grüße aus der Heimat von Matthias & Andrea

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  2. Huhuuu liebe Rena! Hallo Tobi!

    Mensch, das hört sich ja wirklich an wie ein Traum. Echt schööön! Wenn ihr ein wenig Abkühlung braucht…, wir können gerne ein paar Minusgrade rübersenden. HIhi *scherz*. Ich wünsche euch auch alles Liebe und Gute und ganz viel Erholung!!

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