Asien · China · Reisen

Tag 21: Frankfurt – Berlin

04:45 ging nix mehr…wir waren hellwach! Was machen? Der Fernseher gab nix Gescheites her. Wir haben wie gewöhnlich CCTV mit der Wettervorhersage für China geschaut. Schaute alles jut aus, sogar Lhasa hat noch 21 Grad. CCTV und die „große Unterhose“ werden wir wohl auch nie vergessen. 😉 Dann haben wir überlegt, den Zug um 08:11 zu nehmen, aber wie voll wird der wohl? In dem 10:11 hatten wir Sitzplätze reserviert…ist schon cooler als 4,5 Std. zu stehen. Dann durchsuchten wir Facebook nach den Gruppenteilnehmern. Gefunden wurden Inken, Horst und Frédéric. Gab alles nix außergewöhnliches her. Wir tratschten noch über dieses und jenes und sahen den startenden Flugzeugen zu. Vom 7. Stock konnte man gut die Terminals 1 und 2 beobachten. Nach dem Duschen und Verstauen unserer Duty Free Tüten in den Koffern und noch etwas Rumgetrödel war es dann endlich 08:50 und wir gingen runter zum Shuttle, der auch gleich kam. Wir teilten ihn uns mit ein paar Brasilianern, die wohl auch nach Berlin wollten, allerdings per Flugzeug…natürlich mit Air Berlin. 😉 Am Terminal 1 angekommen gingen wir zum Fernbahnhof, zum Geldautomaten und zum Bäcker…aah, ein Wurst- und Frischkäse-Croissant und endlich wieder einen leckeren Latte Macchiato. Das tat gut. Wir hatten Hunger, schließlich war’s gefühlt schon Nachmittag. Am Gleis 4 setzten wir uns dann zu unserem Buchstaben laut Wagenstandsanzeiger. Wozu gibt’s diese Dinger überhaupt?? Stimmt doch eh nie! Das erinnert mich auch gleich an den Bahn-Song der Wise Guys (http://youtu.be/wXjhszy2f9w) – totaaal passend.  Ich fahre ja nun wirklich nicht oft mit dem Zug, aber es klappt NIE reibungslos. Der IC kam erstaunlicherweise ca. 20 Min. eher und so hatten wir genug Zeit genau zum anderen Ende zu laufen. Und wer kam uns entgegen? „R“einhard und „M“enate (das werden wir nie lernen!)! Die Welt ist klein. Wir setzten uns in unser Abteil, dass wir glücklicherweise für uns allein hatten, und gingen nochmal ans Fenster. Ein Stück weiter standen der Schorsch und de Lilo from tollen Munich, die auf den ICE gegenüber warteten. Wir winkten, er kam und ein blöder Spruch folgte…“Hier trennt sich nun die Spreu vom Weizen.“…ja genau, der Weizen fährt nach Berlin! Naja. Aber irgendwie gehören solche Leute ja auch dazu. Das macht’s doch spannender. Und worüber sollten wir sonst lästern? 😉 Sie nächtigten übrigens wie wir im Hotel Meininger…im BILLIGHOTEL! Tztztz. Entsetzen machte sich bei uns breit. Wir verabschiedeten uns nochmal und gingen ins Abteil zurück. Nebenan im Großraum saß ne Katastrophe! Eine scheinbar Obdachlose nahm mit all ihrem Hausrat ein paar Sitze ein und stank bis zum Himmel. Wir sahen zig Leute rein- und auch wieder naserümpfend rausgehen. Es war nicht auszuhalten. Der Zug startete pünktlich, aber kam in Fulda nicht pünktlich an. Wie kommt sowas? Wir sollten 11:12 da sein und 11:22 weiterfahren. Wir stiegen Punkt 11:22 erst aus dem Zug raus und sahen einen ICE wegfahren. Die Verzweifelung und Wut war schon wieder groß, aber alles war gut, es war nicht unserer. Natürlich hatte der nämlich Verspätung und war noch gar nicht da. Haha. Wir stellten uns wieder zum Wagenstandsanzeiger und schauten nach dem Buchstaben. Das ist soooo witzlos! Als der Zug kam, ging wieder das Gerenne los. Die Wagen waren wieder exakt umgekehrt angeordnet. Irgendwann laufe ich bei sowas mal Amok! Bei Wagen 7 ging das Pfeifen los und ich sprang in den Zug…musste mich bis zur 2 mit dem Koffer durch die Gänge quälen. So tierisch nervig! Und dann hörte es nicht auf. Unsere reservierten Fensterplätze im Abteil waren belegt: ein Musik hörender Inder und ne Mutti mit Baby und kleiner Tochter. Das hat mir noch gefehlt. Überall dieser Babygeruch, den ich nicht leiden kann! Der Würgreiz war nah. Und glaubt mal nicht, die hätten angeboten uns auf unsere Plätze zu lassen. Aber vertreibt man ne Mutter mit zwei Kindern? Nee, natürlich nicht. Ich war zu genervt um zu zanken, daher haben wir uns auf die einzigen noch freien Plätze gesetzt. Aber dann hat die auch noch alles ausgepackt und fing zu Stillen an. das war zu viel…ich bin raus und hab noch ein Plätzchen im Großraum gefunden. Zwar nur bis Göttingen, aber immerhin. Hab ich schon erwähnt, dass ich Babygeruch nicht leiden kann? Also meins wird später mit Gurken oder so eingerieben…oder was auch immer. Irgendwas jedenfalls, was den Geruch überdeckt. Kurz vor Berlin war es dann soweit…Ostbahnhof war gestrichen. Die Ansagen werden auch immer dümmlicher. Nicht mal ein Grund wird gesagt. Nur, dass die Endhaltestelle heute „planmäßig“ Berlin-Hbf. ist. Nee, eben nicht. Planmäßig wäre nämlich Ostbahnhof, was ja viel näher an unserem Zuhause liegt. *grmpf* Ich hasse die Bahn! Unsere Männer haben uns natürlich trotzdem abgeholt…wir wurden halt vermisst. 😉 Und das war auch super so, denn wir wollten jetzt endlich nach Hause…im eigenen Bett schlafen, frische Sachen anziehen und uns erhoooolen. Wir sind total geschwächt. 😉 Auf dem Bahnsteig kackte dann auch noch eine meiner beiden Kofferrollen ab und der Koffer ließ sich nicht mehr gescheit ziehen (sorry Mutti, ich glaube der ist hin). Ich kämpfte mich nach oben zum Vorplatz und 5 Min. später saß ich im Auto meines Schatzis, der mir zur Feier des Tages mein Wunschgericht kochte: Bratkartoffeln mit Schinken und Ei. Einfach mal keinen Reis. Hihi. Naja, was soll ich noch sagen…etwas später war ich wieder zu Hause und dann sitzt man erstmal blöde da und weiß nicht so recht, was man tun soll. Eigentlich war ich auch totmüde, hab mich aber mit Müh und Not noch bis 21:30 wach gehalten, um dem Jetleg keine Chance zu geben. hat aber nicht geklappt, denn ich war 03:30 wieder hellwach. Ich habe dann meine Mitbringsel ausgepackt und mit Tobi zusammen die Foto-CD von Shuwen angeschaut. Meine Fotos habe ich dann erst am nächsten Tag gesichtet…es sind so ca. 2150 geworden, eine Menge Holz. Ein „paar“ Fotos folgen übrigens in den nächsten Tagen nach und nach. Und ein Resumee zur Reise sicher auch.

Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen und vielleicht hat auch der ein oder andere Geschmack an China gefunden. Ein Abenteuer ist es allemal und es gibt sicher auch Reisen, die nicht so stressig sind, wie unsere. 😉 Kommentare gab es ja wie immer nur von den gleichen treuen Lesern, wie Eve oder Angela. Danke hierfür! In der Ferne liest man immer gerne etwas von den Freunden. So und nun melde ich mich erstmal ab und genieße noch meine restlichen Erholungstage, bis es Donnerstag wieder auf Arbeit geht.

2 Kommentare zu „Tag 21: Frankfurt – Berlin

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