Asien · China · Reisen

Tag 20: Beijing – Frankfurt

Es fiel uns wirklich schwer, uns aus den schönen weichen Betten zu lösen. Gerade auch weil man wusste, man wird etliche Stunden unterwegs sein. 😦 Beim Frühstück bekamen wir dann gleich brandheiße Story’s. Horst war im Vorbeigehen schon wieder sauer, weil Josef ungefragt einfach Toast aus dem Toaster nahm, dass eigentlich Horst für sich reingetan hatte. Pff. Meinhard und Renate erzählten, dass Josef zu ihnen an den Tisch kam und fragte, ob sie auch zur Trinkgeld-Mafia gehören. 🙂 Dann ist er wohl wortlos an einen anderen Tisch gegangen. Wie sich herausstellte hatten Inken und Bernhard auf Sofas in der Lobby geschlafen, da Bernhard keinen Bock auf seinen Vater hatte. Halb vier Morgens hat Horst die beiden aber gesucht, jedoch nicht wach bekommen. Oh man! So hätte das ja nun alles nicht enden müssen. Aber das Schlimmste war ja, dass Josef Shuwen noch an der Rezeption abgefangen hat und total blöd angemacht hat. Was sie sich einbilden würde, so viel Trinkgeld zu nehmen und er würde sowohl China Tours, als auch sie und uns (?) verklagen. Aha. Also wirklich…ein unmöglicher Mensch. So hätten wir ihn ja niemals eingeschätzt. Was für ein Blödmann. Hoffentlich behält uns Shuwen jetzt wegen ihm nicht in schlechter Erinnerung. Glücklicherweise war sie ja vorgewarnt gewesen, da ihr Alex am Vorabend noch erzählt hat, dass Josef als Einziger nichts gezahlt hat. Eigentlich spricht man darüber ja nicht, aber sie wollte auch nicht, dass Shuwen denkt, wir hätten ihr weniger gegeben. Nun ja, wir genossen dennoch unser letztes Frühstück (hatten extra eine ganze Stunde dafür eingeplant) und beobachteten noch ein Hochzeitspaar, dass in der Lobby war. Er trug die Braut anstatt über die Schwelle durch die Drehtür und setzte sie ins Cabrio. 😉 Punkt 09:30 war Abfahrt. Da Shuwen schon zurück nach Xian fuhr, hatten wir einen anderen Reiseleiter, der uns zum Flughafen begleitete. Han und Shuwen sind die dienstältesten Reiseleiter bei China Tours. Sie betitelte sich und ihn als Oma und Opa. 😉 Han spricht super Deutsch, ehrlich gesagt ein ganzes Stück besser als Shuwen und erzählte uns auf der Rückfahrt noch eine ganze Menge über Peking. Zum Beispiel, dass die Stadt sieben Ringstraßen besitzt, die konzentrisch um die Stadt führen (ähnlich der A10 in Berlin). Unser Hotel lag zw. der 1. und 2. Ringstraße, die Autobahn zum Flughafen beginnt bei der 6. Ringstraße. Der 6. Ring umfasst allein schon 200 km Länge und ist dabei eigentlich noch mitten in der Stadt. Unglaublich. Durch die rd. 20 Millionen Einwohner mussten sie sich natürlich auch ähnlich wie Shanghai etwas wegen dem Autoverkehr einfallen lassen. Hier werden z.B. 17.000 Autos im Monat zugelassen, allerdings gibt es 500.000 Anträge hierfür. Es ist daher wie ein Glücksspiel, ein neues Auto zuzulassen. Dazu kommt noch, dass z.B. die Autos mit der Nummernschild-Endnummer 5+9 an Dienstagen nicht fahren dürfen, dafür die 2+7 nicht an Donnerstagen usw. Um dem zu entgehen, versuchen sich viele Pekinger daher ein Zweitauto mit einer anderen Endnummer zuzulegen. Total irre, oder? Er zeigte uns auch noch diverse Gebäude, wie das 6-Sterne-Kempinski Hotel oder das ungewöhnliche CCTV-Gebäude, das wie eine Hose aussieht und daher unter den Pekingern nur die „Große Unterhose“ genannt wird. 😉 Die Fahrt war recht spannend. Den 70 km entfernten Beijing International Airport erreichten wir ziemlich früh, sodass wir noch mind. 2,5 Stunden Zeit hatten und dank Han auch noch unsere gewünschten Gangplätze bekamen. Gott sei Dank! Wir passierten sofort die Sicherheitskontrollen (wieder problemlos!) und fuhren mit dem Zug (war das stickig!) zum Terminal. Und dort fing das Gebummel und Geshoppe an. Meine Güte habe ich dort viel gekauft. Die Läden waren aber auch so einladend, besonders der Duty Free Shop. 😉 Natürlich war nicht alles für mich, ein paar zukünftige Geburtstagsgeschenke waren auch dabei. So verging die Zeit rasend schnell und plötzlich war schon Boarding. Wir hatten mal so richtig geile Plätze! Überhaupt war das Flugzeug total klasse. Es war eine Boeing mit drei 3er Sitzen in einer Reihe und ca. 5 Kabinenteilen. Wir saßen in der letzten Reihe der 4. Kabine, direkt beim WC und dem Getränkebuffet zur Selbstbedienung. Hehe. Und jeder Sitz hatte einen eigenen ziemlich neuen Monitor und das Bordprogramm war der Hammer! Noch vor dem Start hatten Jana und ich die 10,5 Std. total verplant. Yeah! Vor mir saß Inken, links daneben Lilo und Georg sowie Horst auf der anderen Gang-Seite. Vor Lilo und Horst saßen Reinhard und Menate. 😉 Vor Jana saß Bernhard und fünf von uns saßen in Kabinenteil 5, u.a. auch Josef (vor Alex und Frederic). Das nur mal zum näheren Umkreis, falls es wen interessiert, hihi. Geil war noch, dass die Plätze jeweils neben mir und Jana frei blieben und wir tierisch viel Platz hatten! Also besser kann man nur in der First und Businnes Class fliegen. 😉 Ich hatte sogar mein eigenes Gepäckfach. Und dann das Licht! Das Kabinenlicht wechselte während des Fluges zwischen Blau, Rot, Gelb und Weiß hin und her…je nachdem was gerade gebraucht wurde. Das sah wirklich klasse aus. Hm, mal gucken, ob ich mein Programm noch zusammen bekomme: The Avengers, The Hunger Games, Wanderlust (sehr witzig!), das Ende von Da Vinci Code (ich liebe die Musik), eine Folge Two And A Half Man und ein bisschen The Best Exotic Marigold Hotel. Dazwischen habe ich noch, abgesehen von zwei Mahlzeiten, 1,5 Std. gepennt und ein bisschen Memory gespielt. 😉 So macht Fliegen Spaß. Die Flugkarte zu beobachten war relativ langweilig…immer nur Russland! In Deutschland gab es dann leider Turbulenzen und in Frankfurt war es ziemlich stürmisch, sodass die Landung und das Aufsetzen nicht besonders geschmeidig war. Mit einem krassen Rumps waren wir gegen 18:40 unten. Egal, Hauptsache da. Der Weg zum Gepäckband dauerte etwas, aber auch unsere Koffer kamen dann irgendwann unbeschadet an. Die Verabschiedungen waren eher sparsam. Inken winkte, Horst umarmte uns und wir winkten Peter, Beate, Norma und Hartmut zu. Draußen wurden wir dann noch von Meinhard und Renate gedrückt. Das war’s eigentlich. Kurz und schmerzlos. Einigte mussten auch rennen, weil sie noch ihren Zug um 19:20 bekommen wollten. Wir glauben ja nicht, dass sie es geschafft haben…obwohl, die Bahn war ja sicher nicht pünktlich. 😉 Dann passierten wir den Zollbereich mit einem sehr unfreundlichen arroganten Zollbeamten. „Was haben sie denn da gekauft?“ und zeigte auf die Duty Free Tüten. Na dann muss er halt reinschauen oder sollte ich ihm etwa alles aufzählen? Er sah die beiden Stangen Zigaretten und fragte ob ich allein reise. „Nee, mit ihr dort.“ Jana schaltete auch glücklicherweise schnell und meinte, die zweite Stange gehöre ihr. Hihi. 😉 In Beijing die Verkäuferin meinte noch zu mir ich dürfte vier Stangen mitnehmen. Das kam mir gleich komisch vor. Aber innerhalb der EU sind es ja auch vier, vielleicht ist das innerhalb Chinas auch so. Ansonsten sind ja nur 200 Zigaretten erlaubt. Ok, er hatte dann keine weiteren Fragen. Man bleibt ja nett, weil man sonst wahrscheinlich alles auspacken dürfte. Immer diese Willkür und Machtspielereien. Tzzz. Das hat mich auch gleich wieder an das Visumtheater von Horst und Inken erinnert. Immer freundlich bleiben und die Zunge blutig beißen, sonst hat man gleich verloren. Wir peilten zielstrebig den Raucherbereich und danach den Taxistand an. Unser Hotel hat zwar auch einen kostenlosen Shuttle, aber dafür hätten wir mit der Monorail zum Terminal 2 fahren müssen…keine Lust. Die äußerst wilde Fahrt zum Hotel Meininger dauerte nur ca. 5 Minuten und kostete uns 8,70 Euro. Das Zimmer war klein, aber für eine Nacht und nur ca. 23 Euro pro Person völlig in Ordnung. Wir waren ganz oben im 7. Stock. Nach dem Koffer abstellen gingen wir gleich nochmal runter etwas Essen. Jana nahm Pizza, ich einen Hotdog. Das tat gut. Danach schauten wir vom Bett aus noch ein bisschen Indiana Jones. Deutsches Fernsehen war auch mal wieder schön. 😉 Wir waren wirklich froh, dass wir diese Übernachtung eingeplant hatten. Um nichts in der Welt hätte ich dann noch 5 Stunden Zug fahren wollen. Und bei meinem Reiseglück schon gar nicht. 😉

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