Asien · China

Shanghai – Zhujiajiao – Yangshuo

Tag 4: Heute mussten wir leider bereits 06:00 aufstehen und Duschen, der offizielle Weckruf (jeweils von Meng organisiert) erfolgte 06:30, weil es schon Punkt acht zum Wasserdorf Zhujiajiao losgehen sollte. Unterwegs erzählte Zhang wieder viele interessante und auch lustige Sachen. Er ist wirklich ein ganz toller Reiseleiter! Gleich nach der Stadtgrenze, die natürlich ewig weit entfernt war, gab es eine Mautstelle. Sowas scheint in China auch sehr beliebt zu sein, wir passierten noch mehrere. Pro 1 km 1 Yuan. Das kann sich ganz schön summieren. Der Bus ist übrigens ein richtig großer, sodass fast jeder zwei Sitze für sich hatte. Jana und ich saßen da aber noch vorne in der 1. Reihe nebeneinander, um mehr zu sehen (später in Guilin machten wir uns dann auch weiter hinten breit). Am Dorfrand angekommen besuchten die meisten erstmal die Harmonie-Halle (chinesisch: WC). Dann ging’s zu den Booten. Wir beide saßen mit Meng, Zhang und Bernhard in einem Boot. Die Fahrt dauerte nur knapp 10 Minuten, dann stiegen wir aus und spazierten durch total enge alte Gässchen mit allerlei Läden, Garküchen, Werkstätten, usw…es war urig und interessant. Wir haben dann bis 11:30 Freizeit gehabt. Jana und ich sind vor einem Stand mit chinesischen Süßspeisen versackt. Wir haben dank der geduldigen Verkäuferin erst alles durchprobiert und dann drei verschiedene Sachen gekauft. Wir haben eben überlegt, wie wir sie euch beschreiben können, aber uns fällt nix passendes ein. Seeeehr lecker jedenfalls. Dann haben wir auf einer großen Steinbrücke Meinhard, Renate, Inken und Horst getroffen und uns dazu gesellt. Es war eine lustige Runde und eine Attraktion waren wir hellhaarigen Mädels auch. Junge Chinesinnen wollten unbedingt Fotos mit uns machen. Das ist schon irgendwie kurios.

Nach ner ganzen Weile auf der Brücke sind wir dann zum Restaurant, dass uns Zhang vorher gezeigt hatte. Es war ein uriges Lokal, wir hatten unsere beiden Rund-Drehtische im 2. Stock. Es gab wie immer Reis, Chicken, Schweinefleisch, Suppe, irgendwas Frittiertes, Gemüse und für jeden ein Getränk. Für mich war diesmal nicht allzu viel dabei, daher hab ich mich hauptsächlich mit Reis und Gemüse begnügt. Gegessen wird übrigens vom 1. Tag an mit Stäbchen. Das kann beim Reis oder ganz kleinem glitschigen Gemüse schon mal nervig sein.

Nach dem Essen ging’s zu Fuß zurück zum Bus und wir fuhren zum Pudong International Airport, wo wir gegen 14:15 aufschlugen. Mir ging’s auf einmal durch und durch und ich raste gleich nach dem Check-In zur Harmonie-Halle. Die Sicherheitskontrolle war völlig unkompliziert und schnell. Wir hatten auf Grund des ganzen Kontrollwahns in der Stadt (bei der Hafenrundfahrt, im Bahnhof, im Jin Mao Tower) mit mehr gerechnet. Allerdings haben die Chinesen etwas gegen Feuerzeuge im Flugzeug, also musste ich meins abgeben. Der Weg zum Gate war lang. Shanghais Flughafen ist riesig. 15:25 war Boarding, ca. 16:00 Abflug. Diesmal hatten wir Glück. Obwohl die Maschine sehr voll war, hatten wir beide Gangplätze in der selben Reihe und neben uns den Sitz frei. Wir bekamen wieder gutes Essen und mehrmals Trinken, obwohl es nur ein kurzer Flug von 2:15 Stunden war. Gegen 18:15 verließen wir die Air China Maschine und holten unsere Koffer vom Band. Dann raus, Feuerzeug kaufen und erstmal eine rauchen. Jana besorgte für uns Wasser. Meine Güte, was war das für ein Wetter. Total schwül! Nach drei Schritten klebte schon alles an einem fest. Und der ganze Flughafen von Guilin blinkte. Ein wildes Lichtermeer in Form von farbwechselnden Lichterketten um das Flughafengebäude und davor bunt beleuchtete Palmen, ebenfalls mit wechselnden Farben. Und es regnete, d.h. alles spiegelte sich noch im Boden. Mit dem Bus ging’s dann ca. 90 Minuten über teils unbefestigte Strassen bis nach Yangshuo, einer kleinen Stadt am Li Fluss inmitten der traumhaften Karstkegellandschaft. Der Bus konnte leider nicht vorm Hotel halten, weil es sich in einer Fußgängerzone befindet, sondern hielt zu Fuß ca. 10 Min. entfernt. Wir liefen das restliche Stück durch den Regen und kamen klatschnass am Hotel in der Weststrasse an. Sie ist in etwa mit der Khao San Road in Bangkok zu vergleichen. Grell, bunt, voll und laut. Das Ai Yuan ist ein einfacheres Hotel, aber durchaus mit Flair. Wir nahmen unsere Zimmerkarte entgegen und machten uns erstmal kurz frisch.

Wir warteten nicht auf unsere Koffer (das machen auf unserer ganzen Reise immer die Kofferträger, da es angeblich unhöflich ist, den Koffer selbst zu tragen), und gingen nochmal vor die Tür. W-Lan gibt’s wieder nur in der Lobby, also schickte ich den 2. Beitrag los, den ich mal wieder im Flugzeug verfasst hatte. Man kommt ja sonst zu nix. *hrmpf* Wir hatten dann keine Lust mehr umherzulaufen und setzten uns in ein Straßencafé nebenan. Ich bestellte chinesisches Bier (wie für mich gemacht) und Jana Tee. Etwas später gesellten sich Inken und Horst zu uns. Wieder etwas später verließ uns Inken und Josef kam dazu. Der Sepp war mal ein richtig grosser Bergsteiger und hat als Gymnasiallehrer für Physik und Mathe sogar die Huber-Brüder unterrichtet. Noch etwas später kam dann auch noch Bernhard, Josefs Sohn dazu. Es war ein netter plauschiger Abend, der erst 23:30 endete. Wie wir mitbekommen haben, hatten viele Probleme, das Visum bzw. Tibet-Permit zu bekommen. Horst und Inken wurden von der Botschaft in Hamburg sogar richtig derb schikaniert. Also einfach ist so eine Chinareise mit Tibet scheinbar wirklich nicht.

3 Kommentare zu „Shanghai – Zhujiajiao – Yangshuo

  1. Huhuu liebe Rena!
    Mensch, das hört sich alles total spannend und toll an. Freut mich, dass ihr so viel Freude habt und auch anscheinend mit vielen aus der Gruppe gut euch unterhalten könnt. Das ist schon mal viel wert. Sicher ist es nicht ganz einfach weil man sozusagen in einer Gruppenreise gebunden ist. Aber für China ist das sicher die beste Wahl gewesen. Wann geht es weiter nach Tibet? Das müsste doch die nächste Station sein, oder? Und, wie schmeckt Chinesisches Bier? Zu vergleichen wie Deutsches?

    Wünsche Euch weiterhin viel Spaß!

    LG
    Angela

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  2. Hallo Schatz,
    schön, dass du, leider wieder mit Problemen aber dann doch gut, angekommen bist. Wie ich lese, steht unsere Hütte noch, das beruhigt mich. Haben mit Ausnahme von heute immer schönes Wetter gehabt.
    Echte Erholung ist das hier, kein Stress nicht mal bei der Anreise. Natur pur, im Garten laufen Rebhühner und Rehe umher, mehr dann später. Hab dich ganz doll lieb mein Schatz.

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