Georgia · Nordamerika · South Carolina · USA

H.H. Island (South Carolina) – Savannah (Georgia) – H.H. Island (South Carolina)

Tag 19: Savannah: Southern Belle – die Schöne im Süden!

Wir sind heute gegen halb acht aufgestanden, da wir möglichst spätestens um zehn in Savannah sein wollten. Da es hier kein Frühstück gibt, wollten wir dort am Flussufer brunchen gehen. 08:45 Uhr sind wir aufgebrochen.

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Kurz nach Zehn parkten wir unser Auto mitten in der Altstadt gegenüber des „The Olde Pink House“. Wir waren clever und haben die Parkuhr genommen. Erstens günstiger und zweitens konnten wir da unser Kleingeld loswerden. Nach 1 Dollar war aber Schluss und das Ticket wurde gedruckt. Na toll. Höchstdauer eine Stunde. So’n Mist. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Nebenan war ein Parkhaus, aber wir wollten den Dollar nicht verschwenden. So sind wir erstmal losgezogen. Savannah ist quadratisch bzw. rasterförmig angelegt, ähnlich wie das French Quarter in New Orleans und verdankt seinen unvergleichlichen Südstaaten-Charme seiner Altstadt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, einer der größten und weitgehend ursprünglich erhaltenen der USA. Hier gibt es noch viele noble Antebellumhäuser (lat. „ante bellum“ = „vor dem Krieg“, also dem Bürgerkrieg 1861-65) und noch kopfsteingepflasterte Straßen. 22 kleine süße schattenspendende Parks sind in regelmäßigen Abständen angelegt worden, früher waren dies Versammlungsplätze. Die Stadt wurde 1733 von dem Briten James Edward Oglethorpe gegründet. Seitdem florierte sie als Seehafen. Die Uferfront am Savannah River war Anfang des 19. Jhd. (Glanzzeit des Städtchens) die Hauptschlagader. Sie war dank der maschinellen Baumwollentkernung und dem Beginn der Dampfschifffahrt innerhalb von zwei Jahrzehnten der größte Umschlagplatz für das weiße Gold, die Baumwolle, geworden. Savannah avancierte zum größten und wichtigsten Exporthafen der neuen Welt nach Übersee. Wir sind direkt zum Factors Walk am Flussufer. Savannah’s Altstadt liegt auf einem höheren Level als die Uferfront. Hier befanden sich früher die Laderampen für die Frachtschiffe. Zwischen der Häuserzeile unten am Ufer und der höher gelegenen Altstadt erstreckt sich ein 6-8 m breiter Graben. Darüber führen malerische Fußgängereisenbrücken direkt in die Obergeschosse der Häuserzeile. Wir gingen an der 1905 erbauten City Hall mit seiner vergoldeten Kuppel vorbei und stiegen hinab zum Ufer. An der Riverfront Plaza war schon eine Menge los. Zwei Schaufelrraddampfer und etliche große Segelschiffe waren dort angetaut. Sehr viele Menschen waren unterwegs (auch Captain Jack Sparrow und andere Piraten) und es war bereits jetzt unerträglich heiß.

Wir hatten Hunger und suchten uns ein kleines uriges Lokal, dass weder im Unter- noch im Obergeschoss lag, sondern irgendwo dazwischen. Das „Cobblestone Café“ (Cobblestone = Kopfsteinpflaster) bot uns ein leckeres warmes Frühstück: Rührei mit Speck, Käse und Kartoffeln. Dazu gab es heiße Schokolade und O-Saft. Dann mussten wir zum Auto zurückeilen, wir waren schon 20 Min. zu spät. Bei dieser Hitze war das keine Freude. Aber wir waren ja selbst Schuld. Gott sei Dank war das Auto noch da! Wir parkten ins Parkhaus um (Gesamtkosten: 4,50 Dollar, das war ok). Es war natürlich nur noch auf dem Sonnendeck Platz, wo wir fast gekocht wurden.

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Dann schlenderten wir durch ein paar hübsche Parks und Straßen bis zum City Market, wo eine Art Plaza Ausgangspunkt für Trolleys und Kutschen war. Hier gab es auch viele kleine Café’s und Restaurants. Wir suchten eine Bank…diese schwüle Hitze macht uns fertig!

Dann ging es fast die gesamte State Street entlang, wo drei eindrucksvolle Häuser der Stadt standen.

Gegen 13:10 Uhr fuhren wir nach H.H. Island zurück, um wie verabredet ab halb drei mit unseren besseren Hälften zu skypen. Gegen halb fünf sind wir dann leider weggeknackt und erst kurz vor sechs wieder aufgewacht. Diese Hitze…ich nöle nicht, nein nein!

Dann ging es im Eiltempo zu Fuß an den Strand, ca. 500 m entfernt. Der Strand ist sehr naturbelassen und war fast leer. Der Atlantik war unglaublich warm, wärmer als der Golf von Mexiko, was ich nicht vermutet hätte. Das Wasser war leider nicht so schön farbig und klar wie in Florida und der Sand nicht ganz so weiß. Ich bin bis zum Arsch rein, habe dann aber leider eine größere Qualle entdeckt. Außerdem konnte man durch den von den Wellen aufgewühlten Sand die Beine nicht mehr sehen und Gestrüpp wurde angeschwemmt. Ach nee, das war nix für mich. Andrea war mutiger und ist etwas weiter rein. Wirklich schade mit den Quallen, ich wäre sehr gerne in die Wellen gesprungen, so wie in Pensacola Beach. Nun ja, wir blieben noch ne Weile am Strand und genossen die Seeluft. Riesige Pelikane flogen über uns hinweg, sehr beeindruckend. Dann zogen Wolken auf und wir gingen zurück zum Pool. Wir hatten ihn ganz für uns allein, traumhaft. Das ist Urlaub!!! Er war schön grün angelegt und sehr sauber. Wir planschten noch eine ganze Weile und sind dann zurück zum Zimmer.

Der Hunger trieb uns dann zu einem japanischen Sushi-Restaurant namens „Hinoki“, gleich um die Ecke. Ach wie toll. Endlich keine Burger, weiche Brötchen oder irgendwas frittiertes. Wir haben dort wunderbar frisches Sushi bekommen. Der Tunfisch und die Makrele waren butterweich und sind auf der Zunge zerflossen. Die Unagi-Maki und Philadelphia Rolls waren ein Genuss. Für mich gab es Pina Colada, für Andrea ein Heineken. So gut haben wir ewig nicht gegessen. War das Klasse! Morgen kommen wir wieder hierher, das muss man ausnutzen.

Im TV lief später noch Jurassic Park, ein Film für mich. Andrea ist gegen halb elf eingenickt, ich dann viertel zwei. Morgen gehts dann mal andersrum, was wohl die bessere Variante ist. Erst zum Pool und dann späten Nachmittag nach Savannah. Wir hoffen auf einen schönen Sonnenuntergang am Savannah-River.

2 Kommentare zu „H.H. Island (South Carolina) – Savannah (Georgia) – H.H. Island (South Carolina)

  1. Wir wollen in den Garten, aber nicht ohne ohne gelesen u. geschrieben zu haben. Tolle Eindrücke wieder, man kann es sich so zu Hause nicht vorstellen. Erlebt noch dort schöne Stunden.
    Habe gestern Abend mit Tobi telefoniert. Dem gehts gut, sagt er!
    LG Mutti u. Alo

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  2. Hallo andrea!

    Vielen dank für die Karte, wir haben und sehr gefreut und sind schon ganz gespannt auf viele tolle Bilder und weitere Geschichten! Wir wünschen euch noch viel Spaß und kommt gesund und munter wieder.

    Liebe Grüße Romy und Hasi

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