Kalifornien · Nordamerika · USA

Morro Bay – Santa Barbara – L.A. (Fazit)

Tag 24/25: Nach unserem „tollen“ Aufenthalt im Holland Inn & Suites in der Morro Bay fuhren wir gleich nach dem Aufstehen weiter nach Santa Barbara. Die Nacht war nicht so schlimm wie erwartet, aber ich hatte neben der Gasheizung geschlafen (man hörte jedes Mal die Flamme zünden, wenn die Heizung ansprang) und in der Nacht einige Probleme mit der Hitze/Kälte. Man konnte irgendwie nicht die richtige Temperatur finden. Und Andrea hörte immer komische Knabbergeräusche, über die wir mal besser nicht genauer nachdenken wollen.

Wir fuhren durch bis Santa Barbara und erst dort am Strand brach die fiese dunkle Wolkendecke auf und ein bisschen Sonne schien hindurch. Der Pacific Coast Highway ist eine echte Traumstrecke (vor allem für Motorradfahrer), aber hin und wieder erschien sie am Vortag auch ein wenig unzuverlässig, was die Festigkeit der Straße betraf. Mmmh, na gut. Zurück zu Santa Barbara…ein sehr niedlicher und hübscher Ort. Da wir noch ein Motel in L.A. suchen mussten und auch in Malibu noch einen Stop machen wollten, haben wir lediglich bei einem Italiener zu Mittag gegessen und eine Rundfahrt an der Strandpromenade gemacht.

Danach ging es gleich weiter bis Malibu, wo wir öfter mal ausstiegen, um die Promivillen am Strand zu fotografieren. Wir fuhren auch mal eine kleinere Straße rein und fuhren so an riesigen pompösen Palästen vorbei, von denen man meistens natürlich nichts weiter sah außer einer riesigen Mauer, haha. Viele der Hausangestellten waren zu sehen und ein mysteriöser Jogger, der sich allerdings als unbekannter alter Mann entpuppte. Müllabfuhrtag war scheinbar auch, denn in ganz L.A. standen die Mülltonnen am Straßenrand. Leider blieb es dabei, dass wir keinen einzigen Promi zu Gesicht bekommen haben…außer Robert Englund (Nightmare on Elmstreet) gleich am ersten Tag in L.A. am Flughafen. Die Villen bzw. Paläste in Malibu waren aber schon extrem beeindruckend. Wie gerne würde man in so einem Schlößchen wohnen, hach. *träum*

Wir fuhren dann zu einem Super 8 Motel in der Nähe vom LAX (Flughafen), da wir dachten, es wäre günstiger. Nachdem es sich jedoch als ungemütliche Absteige entpuppte, suchten wir unser altes Super 8 in Culver City wieder auf, wo wir das allerletzte Zimmer (eine Suite) zu einem Wucherpreis abgestaubt haben. Da wir wieder einen ewig langen Flug vor uns hatten, haben wir einfach in den sauren Apfel gebissen und den horrenden Preis gezahlt. Das Zimmer war es auch wirklich wert…echt tolle Betten.

Am nächsten Tag (unser letzter) mussten wir das Auto spätestens 16 Uhr abgeben, also checkten wir 11 Uhr aus und fuhren nochmal zum Hollywood Boulevard, um uns die restlichen Hand- und Fußabdrücke vorm Grauman’s Chinese Theatre anzusehen, die uns beim ersten L.A.-Besuch verwehrt blieben. Da L.A. einfach rieeesig ist, fuhren wir früh genug wieder los in Richtung Flughafen. Unterwegs gab es noch einen kleinen Happen bei Pizza Hut…in Inglewood. Keine sehr zu empfehlende Gegend. Der Pizza Hut hatte eine verglaste Theke und das Essen bekam man durch eine Schleuse gereicht…war schon irgendwie merkwürdig. Auch hat man sich als einziger Weißer doch etwas komisch gefühlt. Gegen 15 Uhr waren wir bei Alamo und stellten das Auto ab. Der Schlüssel blieb stecken und wir gingen rein, um alles Weitere zu klären. Allerdings war nichts mehr zu klären und wir sind verblüfft wieder rausgegangen. Wir hatten etwas Bammel wegen dem Steinschlag, dem Riss im hinteren Reifen und dem abgeplatzten Lack am Kofferraum. Das schien die aber alles gar nicht zu interessieren. Plötzlich fiel uns der Ölwechsel ein und wir bekamen diesen nach kurzer Diskussion auf die Kreditkarte erstattet. Dann ab in den Shuttlebus zum LAX.

Und dann…ja dann…ging die Warterei los. Wir waren ca. 15:30 Uhr am Airport und 17:05 Uhr sollte der Check-In aufmachen. Wir bummelten etwas und schnürten unsere Rucksäcke abgabefertig zusammen. 16:30 Uhr dachten wir, wir probieren es mal, und wurden auch prompt von einem sehr netten Lufthansa-Mitarbeiter am Business-Class-Schalter eingecheckt (leider gab er uns dann doch keine Sitze in der Business Class). Und dann hieß es wieder warten. Unser Flug sollte erst 21:05 Uhr starten. Nach dem ersten Zolldurchgang sind wir schnell wieder raus, da es keinerlei bzw. kaum Geschäfte im zollfreien Bereich gab. Hallo? Einer der größten Flughäfen der Welt und dann kaum Geschäfte? Das war eine ziemliche Enttäuschung. Also wieder raus und immer abwechselnd geraucht, gebummelt und was gegessen. Die Zeit verging dann doch schneller als gedacht und das Flugzeug ging überpünktlich in die Luft.

Dieses Mal hatten wir auch eine neuere Maschine mit einem super Entertainmentprogramm an Bord. Im Laufe des Fluges habe ich „Everybody’s Fine“ (Robert De Niro, Kate Beckinsale), „Did you hear about the Morgans (Hugh Grant, Sarah Jessica Parker), „Zweiohrküken“ und ein Stückchen „Sherlock Holmes“ sowie ein Stückchen „New Moon“ geschaut. Das war ganz witzig, weil ich beim ersten Film fast nur geheult habe und Andrea, die mit Zweiohrküken begonnen hatte, immer lachen musste. Also ich kann alle Filme durch die Bank weg empfehlen. Beim ersten kann man wunderbar mitfühlen und weinen, beim zweiten und dritten habe ich herzhaft gelacht. Der Flug verging für mich daher rasend schnell und schwupps waren wir in München. Dieser Zwischenstopp war jedoch extrem nervig, denn sobald wir aus dem Flugzeug kamen, holte uns die Erschöpfung ein. Wir schlurften rum wie Geister und warteten auf den Anschlussflug. 19:35 Uhr Ortszeit ging es dann weiter und Punkt 20:30 Uhr landeten wir sanft in Berlin.

Tja, das war es dann wohl für’s Erste. Trotz des doofen Anreisetages und des abgeschleppten Mietwagens (habe ich eigentlich schon die Strafe i.H.v. 150,- USD erwähnt, die wahrscheinlich noch auf uns zukommt?) war es einer der tollsten Urlaube, die wir je hatten. Unglaublich viele tolle Eindrücke, stets angenehme und hilfsbereite Mitmenschen sowie traumhafte Landschaften haben uns vier Wochen lang begleitet. Es war oft anstrengend, aber wir haben nichts bereut und alles hat sich gelohnt. Sollte mir noch was einfallen…steht’s irgendwann hier drin.

4 Kommentare zu „Morro Bay – Santa Barbara – L.A. (Fazit)

  1. Danke für den Abschlußbericht. Muss wirklich eine tolle Reise gewesen sein und ich hab sogar nur beim Lesen viel gelernt und neue Eindrücke gewonnen. 🙂
    Das die Mietwagenfirma den Ölwechsel übernommen hat, ist ja wohl das mindeste. Ist ja schließlich ihr Fehler, dass sie den Wagen so raus geben, v.a weil die ja wussten, das ihr so lange unterwegs seid.
    Und wie? Die 150 USD kommen noch zusätzlich zu den bereits gezahlten 330 USD?

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  2. Gern geschehen. Freut mich sehr, dass dir der Blog so gut gefallen hat. 😉 Jepp, die 330,- USD waren nur die Abschleppkosten. Wir haben die beiden Strafzettel erst später in einer kleinen Plastiktüte am Scheibenwischer entdeckt. :((

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  3. Die Reise war wirklich wunderschön und eine meiner aufregendsten und tollsten Zeit meines Lebens. Ich danke auch noch mal Rena für die tolle und komlikationsfreie Begleitung *grins*. Fazit: unvergessliche, wunderschöne, erlebnisreiche, faszinierende, einfach tolle Reise 🙂
    Grüßle Andrea

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