Kalifornien · Nordamerika · USA

Los Angeles

Tag 2: Nach einer sehr erholsamen Nacht in äußerst komfortablen Betten sind wir morgens um 9 Uhr nach El Pueblo aufgebrochen. Das Continental Breakfast bestand aus Kaffee, Tee, Saft und eingepackten Teilchen…wat will man mehr 😉 Viel zu schreiben gibt es eigentlich nicht wirklich, daher überschütte ich euch heute mal mit Fotos. So bekommt ihr auch am ehesten einen Einblick in diese überdimensional große Stadt.

El Pueblo ist sozusagen der Ursprung und das Herzstück von L.A. und wurde von mexikanischen Einwanderern gegründet. Die Olvera Street wurde dort um 1930 angelegt, um das mexikanische Erbe der Stadt zu würdigen. Hier stehen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, es gibt eine schöne Plaza und um die Ecke befinden sich die Union Station und Little Tokyo. Die Olvera Street gehört zum El Pueblo de Los Ángeles Historical Monument und ist eine süße kleine Gasse mit vielen Ständen voller mexikanischer Souvenirs und Imbissständen, an denen man allerlei mexikanische Köstlichkeiten probieren kann.

Nachdem wir dort ca. eine Stunde spazieren gegangen sind, fuhren wir zum Rose Bowl Stadion nach Pasadena…als Depeche Mode Fans war das Pflichtprogramm. Da ich selbst gefahren bin, konnte ich leider keine Fotos machen, aber Pasadena ist ein wirklich sehr hübscher Vorort von L.A., in dem die wohlhabendere Mittelschicht zu wohnen scheint. Schöne Einfamilienhäuser mit gut gepflegten Gärten und viel Grün. Es hat Gott sei Dank Spaß gemacht, dorthin umher zu fahren, denn wir fuhren eine ganze Weile, bis wir endlich das Stadion gefunden hatten. Auf dem riesigen fast vollständig leeren Parkplatz übte Andrea dann endlich Automatik fahren. Ich bin vorsichtshalber ausgestiegen, um meine Halswirbel zu schonen. Die Spuren der Vollbremsungen sind wahrscheinlich immer noch zu sehen. Hihi. Nichts für ungut, Andrea.

Ach, was soll ich sagen. Es war schon ein ganz unbeschreibliches Gefühl, dort zu stehen, wo 1988 ein so grandioses Massenkonzert stattgefunden hat. Ich liebe das Album („101“) und wäre damals gerne dabei gewesen. Music for the Masses!!!

Anschließend fuhren wir wieder durch die halbe Stadt zum Sunset Boulevard und machten den ersten Stop beim Chateau Marmont, dass den Taff- und Exklusiv-Guckern unter euch ein Begriff aus der Promiszene sein müsste. 😉 Vor Kurzem wohnten noch Angelina Jolie und Brad Pitt hier. Wir zoomten einige Zimmerfenster heran, aber unsere Paparazzi-Talente sind wohl nicht sonderlich gut ausgeprägt, denn wir sahen NIEMANDEN.

Es war Mittag und wir nahmen einen kleinen Snack beim McDonalds gegenüber ein und fuhren dann zur Sunset Plaza, die recht enttäuschend war. Es gab keine Plaza und die versprochenen europäisch angehauchten Restaurants sahen zwar hübsch aus, aber waren auch nichts besonderes.

Wir spazierten dann weiter zum Viper Room – Johnny Depp’s Nachtclub – und zum Whisky a GoGo, wo die weltweit ersten GoGo-Tänzer zu sehen waren. 😉 Hey, das ist schließlich L.A., die Stadt der Reichen und Schönen, da muss man auch solche „Sehenswürdigkeiten“ mal mitnehmen.

Wir kämpften uns durch den zähflüssigen Verkehr nach Beverly Hills vor und spazierten den Rodeo Drive sowie den Two-Rodeo-Drive bis zum Beverly Hills Hotel entlang. Auf dem Rodeo Drive war ziemlicher Paparazzi-Auflauf, da diese komische Millionärsgattin mit den aufgespritzten Lippen dort eine Fan-Fotosession machen musste. Obligatorisch haben wir natürlich auch ein paar Fotos gemacht. 😉 Mir fällt ihr Name nicht ein, aber es gibt sicher Tragischeres. Der Rodeo Drive ist nichts Besonderes, ein Nobel-Geschäft an dem anderen. Aber der Two Rodeo Drive war süß! Eine kurze europäisch anmutende kopfsteingepflasterte Gasse, eine kleine Piazza, ein schicker mit Swarovski-Steinen besetzter Brunnen und am Ende der kleinen „spanischen Treppe“ das „West Beverly Wilshire“ (Beverly Hills Hotel). Das 1912 erbaute Hotel, wo Pretty Woman ihren Märchenprinzen erobert hat und dass seit 30 Jahren dem Sultan von Brunei gehört.

Wieder beim Auto, es war mittlerweile schon vorangeschrittener Nachmittag, plauderten wir mit einem im Gras sitzenden Typen, der sich uns gerne anschließen und mit nach Santa Monica fahren wollte. Wir lehnten dankend ab und fuhren zum Santa Monica Pier und gingen dort gemütlich spazieren. Ich war etwas enttäuscht, weil dieses alte Karussel, was man aus vielen Filmen kennt, leider nicht mehr dort stand. Aber dafür konnten wir das offizielle Ende der Route 66 begutachten. Das Wetter war sehr schön und wir genossen die trubelige Atmosphäre auf dem Pier. Anschließend suchten wir dann den berühmten Muscle Beach. Wir fanden auch einen, aber leider war er nicht DER Muscle Beach, den wir gesucht hatten. „Mitch“ war auch nirgends zu sehen, dabei wurde Baywatch doch in Santa Monica und nicht in Malibu gedreht. Naja.

Also ging es weiter nach Venice Beach, doch da wurde es dann schon dunkel, wir hatten einen Bärenhunger und unsere Füßchen taten weh. Wir retteten uns daher in das nächste Restaurant am Venice Boardwalk, einem 4,5 km langen Ocean Front Walk mit Radweg, und haben uns erstmal ein richtiges Essen gegönnt…Enchiladas und Pasta. War total lecker! Wir beobachteten die zahlreichen Straßenkünstler, Musiker, Maler und Artisten. Je ausgefallener und verrückter, desto mehr Kohle im Klingelbeutel. Die Wartezeit auf das Essen ließ sich so sehr gut vertreiben, auch wenn es auf einen Schlag wahnsinnig kalt wurde, sobald die Sonne im Meer verschwand. Einer hatte sogar ein ganzes Klavier dabei und spielte vor unserem Restaurant recht nette Musik.

Wir waren dann nach dem Essen zu fußlahm und durchgefroren, um noch nach dem richtigen Muscle Beach (der wahrscheinlich gleich um die Ecke war, haha) zu suchen und außerdem wurden die Gestalten, die dort rumliefen, immer unheimlicher. Nicht dass die sowieso schon alle total verrückt waren, aber dann wurden die auch noch gruselig (Drogenabhängige? Dealer? Räuber?) und deshalb machten wir uns auf dem schnellsten Weg ins Motel und fielen total kaputt ins Bett. Was für ein Tag!

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