Australien · Reisen · South Australia

Port Pirie – Emu Bay (Kangaroo Island)

Tag 7: Heute ist ein Fahrtag! Rund 420 km inklusive einer Fährüberfahrt liegen zwischen dem Motel und unserem Apartment auf Kangaroo Island. Nachdem wir auch unsere kleine Schlafmütze endlich aus den Federn bekommen haben, konnte es losgehen. Im Sonnenlicht sah das Motelzimmer dann auch nicht mehr ganz so übel aus.

Ein sehr schöner Stopp auf unserer Fahrt war u.a. die Onkaparinga River Mouth. Hier fließt der Onkaparinga River (oder auch Ngangkiparri) südlich von Adelaide ins Meer. Die Aussicht vom View Point war fantastisch. Auf der Landzunge tummelten sich Sonnenanbeter, Wellenreiter und sonstige Sportbegeisterte. Wäre es in der Mittagshitze nicht so heiß gewesen, hätte ich ihnen noch ewig zuschauen können.

Wir fuhren noch ein Stück weiter, um die Flussmündung aus einer anderen Perspektive zu begutachten. Es war relativ voll und schwierig, einen Parkplatz zu bekommen. Aber die Schufterei hat sich gelohnt. Oh, diese Farben! Wunderschön!

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Aber wir mussten weiter. Ich hatte Fährtickets für 19 Uhr gebucht, da alle vorherigen Fähren bereits ausgebucht waren (Ferien!), und wir wollten kein Risiko eingehen. Allerdings fiel mir auf der weiteren Strecke aus der Ferne doch noch eine kleine Absurdität auf, die näher betrachtet werden wollte. Eine riesige Buddha-Statue blickte von einem Hügel auf das Meer hinaus. Nanü? Ein buddhistischer Tempel in South Australia? Klingt erstmal seltsam. Aber nach ein bisschen Recherche fanden wir heraus, dass 7% der Australier asiatischer Abstammung sind. Nun, so ergibt es wieder etwas Sinn. Leider schloss der „Nan Hai Pu Tut Temple of Australia“, wie er sich offiziell nennt,  bereits um 15:30 Uhr, was angesichts der noch wissbegierigen Besucher, die nun betreten vor der geschlossenen Tür standen, recht unverständlich war. Wir waren fünf Minuten zu spät und sahen gerade noch, wie der Mönch die letzten Besucher vom Gelände beförderte. Schade!

Nach einer schönen Fahrt durch das südliche Südaustralien, erreichten wir ca. zwei Stunden vor Abfahrt Cape Jervis. Hier gibt es nichts, außer der Anlegestelle und einem Leuchtturm. Mika war auf der Fahrt eingeschlafen und verpasste somit das Ein- und Auslaufen der 18 Uhr Fähre.

Nachdem der kleine Mann wach geworden ist, erkundeten wir ein bisschen zu Fuß die Gegend. Wir umrundeten den Leuchtturm und genossen hier am „Lands End“ den fantastischen Sonnenuntergang.

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Der Leuchtturm von Cape Jervis wurde 1871 fertiggestellt und geleitet seitdem die Schiffe durch die schmale Passage zwischen dem Festland und Kangaroo Island. Er steht am westlichsten Punkt der Fleurieu Peninsula (Halbinsel) an der Ostküste des St. Vincent Golfs.

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Quatsch beim Warten! Irgendwie muss man sich die Zeit ja vertreiben. Die große Anzahl an Autos am Kap erklärten wir uns damit, dass es sich hierbei wahrscheinlich um Touristen und Arbeiter auf der Insel handelt, die sich die Kosten für den PKW sparen wollten. In Penneshaw, der Anlegestelle auf der Insel, warteten nämlich schon Busse auf ankommende Passagiere, um diese dann in den einzigen größeren Ort, nach Kingscote, zu bringen.

Als das Schiff ankerte, war Mika der Held und unterhielt die Wartenden mit interessanten Kampfdarbietungen. Die Autos dürfen bei der Auffahrt auf die Fähre nur mit dem Fahrer belegt sein. Alle anderen Insassen müssen das Schiff zu Fuß betreten.

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Um 18:40 Uhr war es dann endlich so weit und die Autos durften auf das Schiff fahren. Wir standen mit unserem Grashüpfer ganz vorne links. Da war kein rankommen mehr! Nun war mir auch klar, warum Jucy der einzige Mietwagenverleiher ist, dessen Autos auf der Fährüberfahrt nach Kangaroo Island versichert sind.

Knapp 50 Minuten später erreichten wir Penneshaw. Die Überfahrt war äußerst angenehm. Es war relativ mild und die See war sehr ruhig. Wir fuhren im Konvoi aus dem kleinen Hafen heraus und Tobi gab alles, um an den Fahrzeugen vor uns dran zu bleiben. Es war mittlerweile stockdunkel und wir durchquerten keinerlei Ortschaften bis zur Emu Bay. Auf Kangaroo Island soll es ja unheimlich viele Kängurus geben und wir wollten keinesfalls Schuld daran sein, dass sie sich um eins reduzieren. Die Chance war im Konvoi höher, dass es das erste Auto trifft, oder? Wir redeten es uns zumindest ein. Eine Dreiviertelstunde später hielten wir vor unserem Apartment in der Emu Bay. Der Vermieter erwartete uns schon und staunte nicht schlecht, dass wir schon so schnell da waren. Touristen brauchen sonst mindestens 75 Minuten, erzählte er uns. Nun ja. Long Story short (denn er erzählte uns noch gaaanz viel): wir waren in einem wunderschönen Appartement mit leider sehr muffeligen Geruch gelandet. Wir konnten bis zur Abreise weder den Geruch beseitigen, noch die Ursache ausfindig machen. Wirklich schade, da alles andere perfekt war.

2 Kommentare zu „Port Pirie – Emu Bay (Kangaroo Island)

  1. @ Moskitozelt im Motelzimmer: doch noch Viehzeugs in der Gegend? Der Blick vom View Point an eurem Zwischenstopp hat wirklich was. Tolle Küstenlandschaft! Um 15:30 die Pforten schließen ist ja echt gechillt. Die Aussies ziehen halt ein Barbecue oder einen Kneipenbesuch vor, auch wenn es Buddhisten sind 😂. Aber schade, dass euch der Tempel deshalb durch die Lappen ging. Von wegen Nichts an der Anlegestelle der Fähre: immerhin bot man euch ein schönes Spätnachmittagslicht! Und den Sonnenuntergang als Bonus obendrauf. Diese Juicy Cars sind aber auch wirklich überall 😅! Schön, dass sich Mika als Showtalent geoutet hat. Da ist die Karriere doch schon vorgezeichnet 👍. Wahnsinnslicht übrigens bei eurer Ankunft! Schade, dass euer ansonsten gutes Appartement müffelte. Aber ihr wart bestimmt nicht allzu oft drin, außer zum Pennen, oder?

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    1. Das Moskitozelt war reine Vorsichtsmaßnahme für die Schererhütte (da war es auch dringend nötig). Im Motel waren einige Mücken, von daher fand es da auch Anwendung. Ist ein Pop-Up-Zelt, also in Sekunden auf- und abgebaut.😉 Das Licht am Cape Jervis war wirklich fantastisch!😍 Und nein, im Appartement waren wir natürlich wirklich nur zum Schlafen.

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