Deutschland · Europa

Ostsee 2017

Tag 1: Das Ferienhaus auf dem Campingplatz Platen am Sehlendorfer Strand hatte ich bereits im Frühjahr letzten Jahres gebucht, weil es da schon fast vollständig ausgebucht war. Der Wahnsinn, aber auch kein Wunder, ist es doch ein allein stehendes süßes Häuschen direkt am Strand, in dem Hunde erlaubt sind und es unmittelbar daneben auch einen Hundestrand gibt. Sozusagen perfekt für uns. Da eine ganze Woche terminlich nicht geklappt hat, beschlossen wir daher ein verlängertes Wochenende vom 29. April bis zum 1. Mai dorthin zu fahren. Wir kamen also am Freitag gegen 14:30 Uhr an dem schönen Fleckchen Erde an. Die Hohwachter Bucht befindet sich ziemlich genau in der Mitte zwischen Kiel und Fehmarn. Beide Orte sollten unsere Ziele in den nächsten zwei Tagen werden. Als wir das Häuschen bezogen wechselte das Wetter schlagartig und es begann zu regnen. Aber so schnell wie er gekommen ist, ging er auch wieder und wir konnten an diesem Abend noch einen wunderschönen kitschigen Sonnenuntergang bewundern. Auch ein Zwillingsregenbogen schenkte uns seine Aufwartung, der Goldtopf am Ende ließ sich aber leider nicht blicken. Ach war das herrlich! Wir hatten den Strand fast komplett für uns alleine. Nur ein paar Wildkaninchen hoppelten auf dem Dünenweg neben unseren Haus entlang. Idylle pur! Wir ließen den Tag mit einem gemütlich prasselndem Kaminfeuer ausklingen.

 

Tag 2: Heute Morgen weckte uns der kleine Mann leider schon um 6 Uhr. Der Nachteil, wenn keine Verdunkelungsrollos vorhanden sind. Meine beiden Männer schliefen bei Luna im Erdgeschoss, während ich oben mein Bett mit Meerblick und ohne großartige Schnarcherei genoss. Das Bett ging mir im Stehen bis zum Brustkorb, sodass man ein Trittbrett brauchte um hinaufzuklettern. Lustig, aber dadurch hatte man eben auch in liegender Position den wundervollen Blick auf den Strand und die Ostsee. Das Doppelstockbett unten war für Mika natürlich ein Highlight, genauso wie der dänische Kaminofen und der Spielplatz neben dem Haus. Ein weiteres Zimmer mit Doppelbett im Obergeschoss blieb ungenutzt.

Nach etwas Spielerei am Strand machten wir uns auf den Weg ins ca. 45 km entfernte Kiel. Ich hatte hier 2003 mal einen Monat lang gewohnt, als ich mein Praktikum in der Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV absolvierte, aber an viel erinnern konnte ich mich nicht mehr. Wir fuhren direkt zum Hafen, um ein bisschen an der Promenade entlang zu spazieren und die großen Schiffe anzugucken. Leider fing es pünktlich kurz nach unserer Ankunft an zu nieseln.

Wir hatten keinen wirklichen Plan, wo wir danach noch hin wollten, also fuhren wir einfach noch etwas weiter am Wasser entlang. Wir kamen zum Militärhafen, wo einige Zerstörer am Kai lagen. Wir versuchten durch etliche kleine Wohngebietsgassen einen Weg näher heran zu finden, was uns aber nicht wirklich geglückt ist. Das Gebiet ist einfach zu gut gesichert. Durch Zufall kamen wir so aber an einem Schild zur Schleuse vorbei, dem wir gespannt folgten. Kurz darauf befanden wir uns vor der riesigen Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals. Es begann stark zu hageln und wir warteten eine Weile im Auto. Als es aufhörte holten wir uns am Automaten zwei Tickets und gingen hoch zur Aussichtsplattform, die wir bei dem Wetter fast für uns allein hatten. Der Anblick war schon sehr imposant und die Infotafeln interessant. Es fuhren gerade einige große Schiffe in die Schleuse und wir verbrachten eine ganze Weile mit Zusehen. Das Wetter wurde ebenfalls besser. Danach fuhren wir wieder ins Ferienhaus zurück und verbrachten den restlichen Nachmittag am Strand.

 

Tag 3: Heute brachen wir bereits 8:30 Uhr zur Insel Fehmarn auf, die ca. 50 km entfernt liegt. Wir wollten zum Flügger Leuchtturm, welcher der Schönste der fünf Leuchttürme auf der Insel sein soll. Leider endete unsere Fahrt 1,5 km vor dem Turm vor einer Schranke. Da wir keinen Buggy dabei hatten war Hinlaufen keine Option. Wir bestaunten das Bauwerk daher lediglich von Weitem und fuhren nach Burgstaaken zum U-Boot-Museum, das wir dann auch inklusive U-Boot besichtigten.

Als dritte Station war die Seebrücke in Heiligendamm geplant. Den Plan verwarfen wir aber schleunigst, als wir in dem Ort eintrafen. Halleluja! Im Internet dachte ich auf Grund der dortigen Fotos ein idyllisches Seebad vorzufinden, aber die vorgelagerte Halbinsel ist dermaßen mit Ferienwohnungen, Apartmentkomplexen und Hotels zugekleistert, dass es einfach nur ein schrecklicher Anblick war. Zudem war es völlig überlaufen. Wir zogen es daher vor, wieder zu unserem Häuschen zurückzufahren und den Nachmittag ebenfalls wieder dort zu verbringen. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Morgen geht es leider schon wieder zurück nach Berlin, aber auch wenn es nur kurz war, war es doch wunderschön. So ein Kurzurlaub an der See beflügelt die Seele und macht den Kopf frei und das sollte man sich hin und wieder einfach gönnen.

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