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Tag 1: Berlin – Amsterdam – Panama – Managua – Granada

Ok, wie ihr dem Titel entnehmen koennt, war es eine laaaange Anreise mit einem noch laengeren Flug. 🙂 Aufgestanden bin ich 03:20 und dann hat mich Tobi 30 Min. spaeter zum Flughafen Tegel gebracht. Gott sei Dank, denn ich war totmuede und haette doch sehr, sehr ungern die oeffentlichen Verkehrsmittel genutzt. 04:20 war ich dort und dann habe ich ueber eine Stunde im Terminal D in der Schlange gestanden. Ich hasse diesen Terminal bzw. die Leute da, die nichts auf die Reihe bekommen. So eine schlechte Organisation beim Check-in und bei der Security habe ich selten erlebt. 5 Min. vorm Boarding war ich dann aber am Gate und wir flogen ueberpuenktlich ab nach Amsterdam. Im Flughafen Schiphol habe ich dann gleich den Airport Park im OG aufgesucht und mich auf eine Relaxliege gehauen. Ueberall waren Baeume und Vogelgezwitscher, irgendwo plaetscherte Wasser und viele haben auf Sitzsaecken gepennt. Kurzum es war sehr entspannend. Der Flughafen ist sehr huebsch und nicht umsonst einer der besten Europas. Nach ca. 2 Std. bin ich dann langsam zum Gate geschlendert und habe Christiane zufaellig in einem Shop gefunden. Oder besser gesagt, sie mich. Wir vertrieben uns dann noch etwas die Zeit und stiegen puenktlich in unsere Boeing 777-300 ein.

Ein riesiger Kasten mit 3-4-3 Bestuhlung. Die Sitze sind ok, ich hatte relativ viel Beinfreiheit und das Entertainment System ist super. Wir saßen im vorderen Teil hinter der Businness Class und der Premium Economy und da waren nicht alle Sitze ausgebucht. Hinten im Hauptteil der Economy war es brechend voll. So kam es dann auch, dass ich nach dem Start auf einen Fensterplatz vor Christiane wechselte und neben mir den Platz frei hatte. Natuerlich hatte ich vorher gefragt. 🙂 Ja, so konnte man es aushalten…fuer die naechsten 4 Stunden. Danach war mir zum ersten Mal oll…ich konnte nicht mehr sitzen, wurde muede, usw. Ich habe auf dem Flug, der eigentlich 11:15 Std. gehen sollte, in dem ich aber letztendlich fast 12,5 Std. drin sass, drei Filme geschafft und circa eine Stunde geschlafen. Der Rest war Essen, Trinken, Toilette. Ihr koennt euch vorstellen, wie entsetzlich langsam die Zeit verging. 😦 Die Filme waren aber richtig cool. Angefangen habe ich mit Everest und danach kam Der Marsianer. Was fuer geniale Filme!!! Zuletzt dann noch was fuers Herz: Mamma Mia. Schaue ich fast immer auf Langstrecke. 🙂 Ich hatte in Amsterdam noch abschliessend unseren Guide fuer Panama organisiert. Das war ganz witzig, denn ich hatte Christian schon am ITB Stand von Nicaragua kennengelernt und hatte nicht geahnt, dass er es sein wuerde, der uns dann am Flughafen mit einem Schild mit meinem Namen abholt. Wir hatten leider ueber eine halbe Stunde Verspaetung, aber er war da total entspannt und meinte, wir haetten ausreichend Zeit. Wir fuhren dann mit seinem Van zur Altstadt von Panama City. Sie nennt sich Casco Viejo oder Casco Antigua, letzteres bedeutet soviel wie Altstadt, aber Christian meinte dann, dass dieser Stadtteil eigentlich San Felipe heisst.

Christian ist uebrigens gebuertiger Oesterreicher und hat vor vielen, vielen Jahren mal in einem SOS-Kinderdorf in Panama gearbeitet. Dabei hat er sich in das Land und auch in eine Panamanerin verliebt und lebt nun seit 2006 gaenzlich hier in Panama. In einem Monat erwarten sie ihr erstes Kind, einen Sohn namens Eduardo Rafael. 🙂 Er war sehr sympathisch und hat uns viel gezeigt und erklaert. Dafuer, dass das alles so wahnsinnig spontan war und dann auch noch in Deutsch, war unser Geld wirklich gut investiert. Wir parkten mitten in der Altstadt und liefen dann zu Fuss zum Meer und bis zur Spitze der ehemaligen Festungsmauer, von wo aus wir die Einfahrt zum Panama-Kanal sehen konnten, Wenigstens das, wenn schon unsere urspruenglich geplante Besichtigung aufgrund der bloeden Oeffnungszeiten ausfallen musste.

Vom Flugzeug aus hatte man schon hunderte Containerschiffe vor der Stadt vor Anker liegen sehen. Christian erzaehlte uns, dass die mindestens 3 Tage vor der Kanaldurchfahrt dort liegen muessen. Das sah schon beeindruckend aus. Im Anschluss unseres Rundgangs, bei dem wir auch drei Kirchen besichtigten (die mit dem beruehmten Goldenen Altar und dann eine mit der ersten Orgel Panamas), nahmen wir noch einen Drink in einer von den beiden Rooftop Bars, die es im Casco Viejo gibt. Der Blick auf die beleuchtete Skyline war natuerlich atemberaubend.

Kurz nach 20 Uhr waren wir dann wieder am Airport und waren hundemuede, um nicht zu sagen schon halb tot. Aber unser Weiterflug nach Managua wartete und so waren wir nochmal von 22:10 bis 22:55 in der Luft und gewannen eine weitere Stunde Zeitunterschied dazu. Insgesamt sind wir nun also 7 Stunden hinter Deutschland zurueck. Am Flughafen nahmen wir ohne große Warterei unsere Rucksaecke in Empfang und stiefelten zur Passkontrolle und zum Ausgang, wo gluecklicherweise unserer Fahrer vom Hotel mit meinem Namensschild wartete und uns in einer rasanten fast einstuendigen Fahrt nach Granada brachte. Der Rest ist nicht mehr erwaehnenswert. Wir bestaunten noch kurz unsere fuerstliche Unterkunft und sanken alsbald in tiefen komatoesen Schlaf.

Ein Kommentar zu „Tag 1: Berlin – Amsterdam – Panama – Managua – Granada

  1. Endlich komme ich dazu dein Reisetagebuch zu lesen! Ach das klingt alles irrsinnig anstrengend, aber gleichzeitig auch unglaublich spannend und schön. Tolle Fotos! Ich bin schon gespannt wie es weiter geht auf eurer Abenteuerreise 🙂 Morgen lese ich den nächsten Abschnitt, Martina

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